• 17.06.2019
      05:45 Uhr
      Presseclub Die Grünen im Höhenflug: politische Abstauber oder Volkspartei für einen neuen Zeitgeist? | WDR Fernsehen
       

      Hat das Thema Umweltschutz inzwischen tatsächlich bei einer Mehrheit der Deutschen einen solchen Stellenwert erreicht, dass die Grünen zu einer neuen Volkspartei werden könnten? Wird das Jahr 2019 später einmal in die Geschichtsbücher eingehen als das „1968“ eines neuen grünen Zeitalters? Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres im "Presseclub" mit seinen Gästen:

      • Michael Bröcker, Chefredakteur Rheinische Post
      • Jana Hensel, Autorin Zeit online
      • Christian Stöcker, Kolumnist Spiegel online
      • Cordula Tutt, Parlamentsredakteurin Wirtschaftswoche

      Nacht von Sonntag auf Montag, 17.06.19
      05:45 - 06:25 Uhr (40 Min.)
      40 Min.

      Hat das Thema Umweltschutz inzwischen tatsächlich bei einer Mehrheit der Deutschen einen solchen Stellenwert erreicht, dass die Grünen zu einer neuen Volkspartei werden könnten? Wird das Jahr 2019 später einmal in die Geschichtsbücher eingehen als das „1968“ eines neuen grünen Zeitalters? Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres im "Presseclub" mit seinen Gästen:

      • Michael Bröcker, Chefredakteur Rheinische Post
      • Jana Hensel, Autorin Zeit online
      • Christian Stöcker, Kolumnist Spiegel online
      • Cordula Tutt, Parlamentsredakteurin Wirtschaftswoche

       

      40 Jahre nach ihrer Gründung sind die Grünen im Umfragehoch: Im ARD-Deutschlandtrend liegen sie vor der Union, ihr Parteivorsitzender Robert Habeck ist genauso populär wie Angela Merkel, die jahrelang Liebling der Deutschen war. Das muss man erst mal schaffen. Vergessen die mageren Ergebnisse bei der Bundestagswahl 2017, als sie nur knapp neun Prozent der Stimmen holten. Bei der Europawahl bekamen sie 20,5 Prozent der Stimmen, mehr als doppelt so viel. Was ist in den vergangenen zwei Jahren geschehen, weshalb die Grünen Union und SPD das Fürchten lehren?

      Die kleine Partei, die 1983 mit selbst gestrickten Pullovern und Turnschuhen in den Bundestag einzog, ist inzwischen zu einer mächtigen politischen Kraft geworden: In Stuttgart regiert ein grüner Ministerpräsident, die Grünen sind an neun Landesregierungen beteiligt. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird mit Robert Habeck ein Grüner als potenzieller Kanzlerkandidat gehandelt.

      Wer oder was ist für diesen Erfolg verantwortlich? Liegt es an der Schwäche von SPD und CDU oder haben die Grünen diesen Aufstieg aus eigener Kraft geschafft? Welche Rolle spielen die „Fridays for Future“-Proteste, die die Schwedin Greta Thunberg ins Leben gerufen hat? Interessant zu sehen, dass die Grünen ausgerechnet im Westen der Republik so stark sind, nicht aber im Osten, auch nicht im Rest Europas.

      Hat das Thema Umweltschutz inzwischen tatsächlich bei einer Mehrheit der Deutschen einen solchen Stellenwert erreicht, dass die Grünen zu einer neuen Volkspartei werden könnten? Wird das Jahr 2019 später einmal in die Geschichtsbücher eingehen als das „1968“ eines neuen grünen Zeitalters?

      Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres im "Presseclub" mit den Gästen:

      • Michael Bröcker, Chefredakteur Rheinische Post
      • Jana Hensel, Autorin Zeit online
      • Christian Stöcker, Kolumnist Spiegel online
      • Cordula Tutt, Parlamentsredakteurin Wirtschaftswoche

      • Michael Bröcker (Chefredakteur, Rheinische Post)

      Michael Bröcker begann seine journalistische Laufbahn während eines Schülerpraktikums beim „Rheinischen Merkur“ in Bonn. Später studierte er Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften in Köln und hospitierte zwischendurch beim „Stadtmagazin“ in Los Angeles, USA. Nach verschiedenen journalistischen Stationen absolvierte Michael Bröcker 2004 ein Volontariat bei der Rheinischen Post. Später ging er als Wirtschaftskorrespondent der Zeitung in die Berliner Parlamentsredaktion, die er ab 2010 leitete. Seit 2014 ist er Chefredakteur der „Rheinischen Post“.

      • Jana Hensel (Autorin, ZEIT ONLINE)

      Jana Hensel studierte Romanistik und Neuere Deutsche Literatur in Leipzig, Marseille, Berlin und Paris. Sie arbeitete als freie Journalistin unter anderem für "Die Zeit", den "Spiegel" und "Die Welt". Von 2012 bis 2014 war sie Mitglied der Chefredaktion der Wochenzeitung "Der Freitag". Seit 2018 schreibt sie für „ZEIT ONLINE“. Jana Hensel veröffentlichte zahlreiche Bücher. Bekannt wurde sie mit ihrem Buch "Zonenkinder", 2002. Zuletzt veröffentlichte sie gemeinsam mit Wolfgang Engler den Gesprächsband: "Wer wir sind. Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein". 2010 wurde Jana Hensel mit dem Theodor-Wolff-Preis der deutschen Zeitungen ausgezeichnet.

      • Christian Stöcker (Kolumnist und Studiengangsleiter „Digitale Kommunikation“)

      Studierte Psychologie in Würzburg und Bristol sowie nach seiner Promotion 2003 Kulturkritik an der Bayerischen Theaterakademie. Parallel dazu schrieb Christian Stöcker für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen sowie Onlinemedien. 2005 begann er in den Ressorts Wissenschaft und Netzwelt von „Spiegel Online“. Von 2011 bis 2016 übernahm er die Leitung des Netzwelt-Ressorts. 2016 wurde er als Professor an die Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg berufen und leitet seither den Studiengang „Digitale Kommunikation“. Er veröffentlichte mehrere Bücher zu digitalen Themen, wie „Nerd Attack!“ 2011 und ein Jahr später ein Buch zur Internetbewegung „Anonymus“. Für „Spiegel online“ schreibt Christian Stöcker die Kolumne „Der Rationalist“.

      • Cordula Tutt (Autorin in der Parlamentsredaktion, Wirtschaftswoche)

      Cordula Tutt arbeitet als Autorin in der Parlamentsredaktion der "Wirtschaftswoche" in Berlin. Nach Abschluss des Studiums und der Kompaktklasse an der Deutschen Journalistenschule in München begann sie als Reporterin bei Reuters. Sie gehörte zum Gründungsteam der "Financial Times Deutschland" und war Redakteurin bei der "Financial Times" in London. Danach schrieb sie als Hauptstadtkorrespondentin des Magazins "Focus".

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