• 12.01.2014
      11:00 Uhr
      West ART Talk Alle lieben Deutschland - Warum wir nicht? | WDR Fernsehen
       

      Gäste:

      • Wilma Elles, Schauspielerin
      • Hanni Hüsch, Journalistin
      • Walter Krämer, Wirtschaftsstatistiker und Bestsellerautor
      • Jannis Papadimitriou, Journalist
      • Emmanuel Peterfalvi, "Alfons"

      Sonntag, 12.01.14
      11:00 - 12:25 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Gäste:

      • Wilma Elles, Schauspielerin
      • Hanni Hüsch, Journalistin
      • Walter Krämer, Wirtschaftsstatistiker und Bestsellerautor
      • Jannis Papadimitriou, Journalist
      • Emmanuel Peterfalvi, "Alfons"

       

      Wer hätte das gedacht? Deutschland ist weltweit am beliebtesten! So jedenfalls lautet das Ergebnis einer Umfrage der BBC aus dem vergangenen Jahr. Die renommierte britische Rundfunkanstalt hatte 26.000 Menschen aus 25 Ländern gebeten, die Mitgliedstaaten der EU und 16 weitere Länder nach ihrer Popularität zu bewerten. Knapp zwei Drittel setzten Deutschland auf Platz 1 - vor Kanada und Großbritannien. Darauf könnten wir stolz sein. Doch hierzulande blieb die Freude über das Lob seltsam verhalten. Die Meldung löste eher Verwunderung als Begeisterung aus. Offensichtlich fällt es vielen Deutschen schwer, dem eigenen Land liebenswerte Seiten abzugewinnen. Effizient, zielstrebig und wirtschaftlich erfolgreich - das lassen wir gelten. Aber cool? Die Vergangenheit, so scheint es, prägt noch immer unser Selbstbild. Die Außenwahrnehmung hat sich dagegen stark gewandelt. Woher kommt diese Kluft? Wieso reagieren wir nach wie vor verkrampft, wenn es um unser Image geht? Warum misstrauen wir den Sympathiebekundungen der anderen? Und welche Auswirkungen hat das auf unser politisches und kulturelles Selbstverständnis? Darüber diskutiert Matthias Kremin live im WDR Foyer mit seinen Gästen.

      Gäste:

      • Wilma Elles

      Sie ist nach Angela Merkel eine der bekanntesten Deutschen in der Türkei: die Schauspielerin Wilma Elles. Seit 2010 lebt die gebürtige Kölnerin in Istanbul. Grund für den Umzug vom Rhein an den Bosporus war das Angebot, die Hauptrolle in einer türkischen TV-Serie zu übernehmen. Innerhalb weniger Wochen avancierte sie zum Star und spielte in weiteren Fernseh- und Kinoproduktionen.

      • Hanni Hüsch, Journalistin

      Die Journalistin hat jahrelang für die ARD aus London, Tokio und Washington berichtet. Seit Mitte 2012 leitet sie die Abteilung Ausland und Aktuelles beim NDR. Im vergangenen Jahr erschien ihr Buch "So sieht uns die Welt". Darin schildern 15 Korrespondenten, wie das Ausland auf uns Deutsche blickt. "Mit den Augen unserer Gastländer schauen wir auf dieses Land und haben Verwirrendes, Berührendes, aber auch Beruhigendes gefunden", schreibt sie in ihrem Vorwort. "Die Palette der Gefühlsregungen ist beachtlich - enttäuschte Liebe, große Bewunderung, unverhohlener Zorn. Am Ende aber scheint es, dass sie uns vielerorts mehr mögen als wir es selber tun."

      • Walter Krämer

      Woran merkt ein Mensch vom Mars, dass er in Deutschland ist? Was unterscheidet uns von anderen Ländern? Darüber hat sich der Wirtschaftsstatistiker und Bestsellerautor Walter Krämer Gedanken gemacht. In seinem neuesten Buch "Typisch deutsch" beschreibt er in Zahlen und Fakten, was unser Land ausmacht: von A wie Autoliebe über G wie German Angst bis zu S wie Sauberkeit. "Bei uns werden die eigenen Stärken nicht ins Licht gestellt", sagt er und kritisiert die Tendenz zur Anbiederung an den amerikanischen Kulturkreis.

      • Jannis Papadimitriou

      Jannis Papadimitriou, in Griechenland geboren und aufgewachsen, hat in Bonn Jura studiert und als freier Journalist unter anderem für den WDR gearbeitet. Im Jahr 2000 kehrte er nach Griechenland zurück. Zurzeit berichtet er für die "taz" und die Deutsche Welle aus seiner Heimat.

      • Emmanuel Peterfalvi

      Der französische Wahl-Hamburger Emmanuel Peterfalvi lebt seit über 20 Jahren in Deutschland. Bekannt sind seine TV-Umfragen als Alfons mit dem Puschelmikrofon, in denen er der deutschen Volksseele nachspürt. Mittlerweile nimmt er auch in einem Bühnenprogramm Vorurteile und Klischees auf die Schippe. "Für einen Franzosen ist es sehr merkwürdig, dass sich die Deutschen so unbeliebt fühlen", sagt er. "Wir haben in Frankreich gar kein Problem mit dem demokratischen Deutschland."

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