• 25.02.2021
      07:40 Uhr
      Planet Deutschland Das Ende der Wildnis | hr-fernsehen
       

      Mit dem Abschmelzen der Gletscher entwickelt sich der Norden Deutschlands zu dem Land, das man heute kennt. Die Menschen, die bisher nur als Jäger und Sammler unterwegs waren, lassen sich nieder und passen den Lebensraum gezielt ihren Bedürfnissen an. Die Landwirtschaft entsteht, und es entwickelt sich nach und nach eine moderne Zivilisation.

      Donnerstag, 25.02.21
      07:40 - 08:10 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 07:30

      Mit dem Abschmelzen der Gletscher entwickelt sich der Norden Deutschlands zu dem Land, das man heute kennt. Die Menschen, die bisher nur als Jäger und Sammler unterwegs waren, lassen sich nieder und passen den Lebensraum gezielt ihren Bedürfnissen an. Die Landwirtschaft entsteht, und es entwickelt sich nach und nach eine moderne Zivilisation.

       

      Die vorerst letzte Eiszeit ist die Zeit der großen Weidetiere. Mammut, Moschusochsen und Rentiere durchwandern die Weiten. Mitten in die Kälte zieht der moderne Mensch aus den Savannen Afrikas nach Deutschland. Als Jäger und Sammler bestimmt der Zug der Herden sein Leben.

      Mit dem Abschmelzen der Gletscher entwickelt sich der Norden Deutschlands zu dem Land von heute. Ein völlig neues Ökosystem entsteht: das Wattenmeer. Aus der einstigen Eiswüste ist ein reicher Lebensraum geworden. Haarquallen, Seehasen und das giftige Petermännchen tummeln sich hier. Über der Wasseroberfläche leben bis zu zwölf Millionen Vögel im Laufe eines Jahres. Das Wattenmeer gilt als das vogelreichste Gebiet Europas.

      Die Menschen, die bisher nur als Jäger und Sammler unterwegs waren, lassen sich nieder und passen den Lebensraum zum ersten Mal gezielt ihren Bedürfnissen an. 5.500 vor Christus beginnt mit der sogenannten Neolithischen Revolution die Landwirtschaft. Nachdem die Römer Teile des Landes erobert haben, beginnen sie, ein Versorgungs- und Straßennetz zu bauen. Aus ihren Lagern entwickeln sich später Städte wie Köln, Mainz und Koblenz.

      Angesichts der geologischen Dimensionen prägt der Mensch dieses Land erst seit einem winzigen Augenblick, aber in dieser kurzen Zeit hat er es gründlich umgestaltet. Wäre das Land heute noch sich selbst überlassen, es wäre fast ganz von Wald bedeckt.

      Niemand weiß, wie dieses Land in Zukunft aussehen wird. Wird Deutschland irgendwann einmal zwischen zwei Kontinenten zerquetscht und in die Höhe gehoben, in zwei Teile zerrissen und im Meer versinken? Werden die Vulkane der Eifel eines Tages wieder Feuer speien oder kilometerdicke Eispanzer unser Land bedecken? Eines jedoch ist sicher: Es wird ein ganz anderes Deutschland sein als heute.

      Die Dokumentationsreihe erzählt die dramatische Ursprungsgeschichte Deutschlands - vom Karbon bis in die Gegenwart. Die Reise führt von den höchsten Alpengipfeln bis zu den rauen Nordseeküsten, von den Kratern der Eifel bis in das Flusslabyrinth des Spreewaldes. Erzählt wird, wie das Land zu dem geworden, was heute Deutschland genannt wird.

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