• 02.02.2021
      10:50 Uhr
      Die Rückkehr der Raubtiere Wolf, Luchs und Bär auf dem Vormarsch | hr-fernsehen
       

      Können wir wieder mit großen Raubtieren leben? Natur und Wildnis ja, aber wie wild darf es zugehen - vor allem vor der eigenen Haustür? Wie fühlt es sich an, wenn Wolf, Luchs und Bär in dem Wald Beute jagen, in dem wir spazieren gehen, Pilze sammeln, oder joggen? Als 2012 das erste Wolfspaar in Niedersachsen Junge bekommt und damit das westlichste Wolfrudel zwischen Hamburg und Hannover, keine 10 Km von der A7 in der Heide jagt, wird der NDR Journalist Tim Berendonk auf das Thema der rückkehrenden Raubtiere aufmerksam. Und es lässt ihn nicht mehr los.

      Dienstag, 02.02.21
      10:50 - 11:35 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 10:35

      Können wir wieder mit großen Raubtieren leben? Natur und Wildnis ja, aber wie wild darf es zugehen - vor allem vor der eigenen Haustür? Wie fühlt es sich an, wenn Wolf, Luchs und Bär in dem Wald Beute jagen, in dem wir spazieren gehen, Pilze sammeln, oder joggen? Als 2012 das erste Wolfspaar in Niedersachsen Junge bekommt und damit das westlichste Wolfrudel zwischen Hamburg und Hannover, keine 10 Km von der A7 in der Heide jagt, wird der NDR Journalist Tim Berendonk auf das Thema der rückkehrenden Raubtiere aufmerksam. Und es lässt ihn nicht mehr los.

       

      Kann man in Deutschland wieder mit großen Raubtieren leben? In Natur und Wildnis ist das möglich. Aber wie fühlt es sich an, wenn Wolf, Luchs und Bär im Wald vor der Haustür Beute jagen, in dem man selber spazieren geht, Pilze sammelt oder joggt?

      2012 hat das erste wieder heimische Wolfspaar in Niedersachsen Junge bekommen. Das am westlichsten zwischen Hamburg und Hannover lebende Wolfrudel jagt keine zehn Kilometer von der A7 entfernt in der Heide.

      Der NDR Journalist Tim Berendonk ist auf das Thema der rückkehrenden Raubtiere aufmerksam geworden, und es lässt ihn nicht mehr los. Zusammen mit der Umweltwissenschaftlerin Ulrike Müller recherchiert er hier im Norden und in den Ländern, in denen diese Tiere nie ganz ausgerottet wurden. Die beiden reisen durch Finnland. Sie wollen erfahren, wie dort Landbevölkerung, Rentierzüchter und Jäger mit Wölfen, Luchsen und Bären klarkommen. Und auch, wie die großen Raubtiere zunehmend zum touristischen Magneten werden.

      In Deutschland ist die Situation ganz anders: Vor 150 bis 200 Jahren rotteten die Menschen Wolf, Luchs und Bär in Deutschland und Mitteleuropa aus. Nachdem der Schutz der Tiere in der EU gesetzlich verankert wurde, kehren sie zurück. Sie dringen, vor allem im ländlichen Raum, immer weiter vor. Wolf, Luchs oder Bär sind aber nicht immer gern gesehen. Spätestens wenn tote Schafe, gerissen von den Raubtieren, auf der Weide liegen, ist die Willkommensfreude bei den Menschen getrübt.

      Doch die wilden Tiere töten, um zu leben! Sie verteidigen, ebenso wie der Mensch, ihr Territorium und ihre Familie. Und sie sind nach menschlichen Maßstäben ziemlich schlau, schneller und stärker. Auch ihre Sinnesorgane wie Nase, Augen und Ohren sind denen des Menschen überlegen. Diese Überlegenheit empfinden viele Menschen als Gefahr. Selbst wenn die Fleischfresser Rehe und Hirsche jagen, werden sie von einer Vielzahl der weit über 300.000 Hobbyjäger im Lande als Konkurrenz oder Räuber verstanden, weil diese das Wild als "ihr Eigentum" betrachten.

      Der Film mit faszinierenden Naturaufnahmen, gepaart mit einer spannenden Reportage, macht die Rückkehr der Raubtiere zu einem packenden Erlebnis. Er gibt Antworten auf die Frage: Wie lebt es sich mit Wölfen, Luchsen und vielleicht auch bald wieder Bären? Film von Holger Vogt

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