• 12.02.2020
      10:05 Uhr
      Im Zug von Chicago nach Kalifornien Mit dem "Westwind" durch Amerika | hr-fernsehen
       

      "Ich hatte ja keine Ahnung, wie wunderschön so eine Reise ist": Die fünfzigjährige Susanne ist erschöpft, aber begeistert. Gerade hat sie die Strecke von Chicago nach San Francisco auf Schienen zurückgelegt. Knapp drei Tage hat das gedauert. Natürlich kann man fliegen - und locker in viereinhalb Stunden ankommen. Die meisten Amerikaner tun das auch. Denn die Eisenbahn, die einst die Besiedlung des westlichen Teils der USA erst möglich machte, ist als alltägliches Verkehrsmittel nahezu vergessen.

      Mittwoch, 12.02.20
      10:05 - 10:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      "Ich hatte ja keine Ahnung, wie wunderschön so eine Reise ist": Die fünfzigjährige Susanne ist erschöpft, aber begeistert. Gerade hat sie die Strecke von Chicago nach San Francisco auf Schienen zurückgelegt. Knapp drei Tage hat das gedauert. Natürlich kann man fliegen - und locker in viereinhalb Stunden ankommen. Die meisten Amerikaner tun das auch. Denn die Eisenbahn, die einst die Besiedlung des westlichen Teils der USA erst möglich machte, ist als alltägliches Verkehrsmittel nahezu vergessen.

       

      "Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Zug gefahren bin - ich hatte ja keine Ahnung, wie wunderschön so eine Reise ist!" Die 50-jährige Susanne ist erschöpft, aber begeistert. Gerade hat sie die Tour zurückgelegt. Knapp drei Tage hat das gedauert. Natürlich kann man einfach fliegen - und locker in viereinhalb Stunden ankommen. Die meisten Amerikaner tun das auch. Denn die Eisenbahn, die einst die Besiedlung des westlichen Teils der USA erst möglich machte, ist als alltägliches Verkehrsmittel nahezu vergessen. Einmal täglich fährt er aber noch - der "California Zephyr". An Bord sind ein einige Hundert Passagiere. Die meisten gönnen sich - wie Susanne - zum allerersten Mal dieses ganz besondere Reise-Erlebnis.

      Die Tour von Chicago nach San Francisco ist die längste durchgehende Zugfahrt, die man in den USA auf Schienen bewältigen kann. Sie ist legendär, denn es war diese Schienenstrecke, die im 19. Jahrhundert unzählige europäische Einwanderer in ihre neue Heimat Amerika brachte. Manche Passagiere erinnern auch heute noch an diese Vergangenheit: Zugfahren ist besonders bei Mennoniten und Amish beliebt, Anhängern von Glaubensgemeinschaften, die viele technische Errungenschaften der Moderne ablehnen. Flugzeug und Auto sind für sie tabu. Der Zug allerdings ist erlaubt, und das nutzen viele von ihnen, wenn sie auf Reisen gehen.

      Doch auch alle anderen, die sich auf das dreitägige Zugabenteuer einlassen, werden reich belohnt: Die Fahrt im Panoramawagen bietet großartige Ausblicke - in die endlosen Weiten Nebraskas, die grandiosen Canyons Colorados, die Salzwüsten in Utah und die Wildwest-Dörfer Nevadas.

      Wer - ein wenig zerknittert von den Nächten im engen Schlafwagen und durchgeschüttelt vom enormen Rumpeln auf den alten Schienen - im kalifornischen San Francisco ankommt, hat eine besondere Erfahrung hinter sich. Der Zug fährt durch ein Amerika, das sich abseits der üblichen Touristenstrecken viel von der Seele der Pionierzeit bewahrt hat.

      Das Fernsehteam ist mit dem "Kalifornischen Westwind" gereist, bestaunt gemeinsam mit unseren Mitreisenden die spektakulären Ausblicke und Landschaftspanoramen und erzählt Geschichten von Menschen, die auf Schienen reisen oder an den Schienen leben.

      Ein Film von Karin Dohr

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      Mittwoch, 12.02.20
      10:05 - 10:35 Uhr (30 Min.)
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