• 20.01.2020
      20:15 Uhr
      defacto u.a. Kein Geld für kranke Kinder – Warum Kinderkliniken ihre kleinen Patienten nur unzureichend behandeln können | hr-fernsehen Mediathek
       

      Themen:

      • Kein Geld für kranke Kinder – Warum Kinderkliniken ihre kleinen Patienten nur unzureichend behandeln können
      • Wohin mit der giftigen Erde? - Warum Bürger und Bauunternehmer Alarm schlagen
      • Kein neuer Rollstuhl für draußen – defacto hilft

      Moderation: Robert Hübner

      Montag, 20.01.20
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Themen:

      • Kein Geld für kranke Kinder – Warum Kinderkliniken ihre kleinen Patienten nur unzureichend behandeln können
      • Wohin mit der giftigen Erde? - Warum Bürger und Bauunternehmer Alarm schlagen
      • Kein neuer Rollstuhl für draußen – defacto hilft

      Moderation: Robert Hübner

       
      • Kein Geld für kranke Kinder - Warum Kinderkliniken ihre kleinen Patienten nur unzureichend behandeln können

      Es ist leider kein Einzelfall: Kinder geraten in Lebensgefahr, weil im Krankenhaus kein Platz für sie ist. Es fehlt an Betten, an speziellen Einrichtungen und an Personal. Die Folge: Sie werden nicht ausreichend behandelt und von Klinik zu Klinik geschickt.
      Grund für die Misere ist der ökonomische Druck, der durch die Fallpauschalen immer mehr auf den Kliniken lastet. Die Fallpauschalen legen fest, wie viel eine Behandlung kosten darf– unabhängig davon, wie hoch der tatsächliche Aufwand am Ende wirklich war. Das System behandelt Erwachsene und Kinder gleich. Kinder aber brauchen Ärzte und Pfleger, die Zeit, Geduld und Empathie mitbringen, um eine möglichst schonende Behandlung zu finden. Fatal für die Kinderkliniken, die so immer mehr rote Zahlen schreiben - zum Teil in Millionenhöhe. Der dadurch ausgelöste Sparzwang führt zu immer weniger verfügbarem Personal und einer mangelnde medizinische Versorgung von komplexen Krankheiten wie bei chronisch kranken Kindern. Im schlimmsten Fall werden die Kinder abgewiesen.

      • Wohin mit der giftigen Erde? - Warum Bürger und Bauunternehmer Alarm schlagen

      Wohin mit 600.000 Kubikmeter kontaminierter Erde? Diese Frage stellt sich derzeit der Flughafenbetreiber Fraport. Das Unternehmen baut aktuell auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens das neue Terminal 3, findet aber auf Anhieb keine Deponie, um den anfallenden Bauschutt und Erdaushub zu entsorgen. Noch dazu ist der Boden mit per- und polyfluorierten Chemikalien, kurz PFC, belastet. Solches Material dürfen nur wenige Deponien annehmen. Fraport will deshalb für fünf Jahre ein Bodenlager am Flughafen errichten, um dort die verseuchte Erde zwischenzulagern. Die angrenzenden Kommunen und eine Bürgerinitiative befürchten Schäden für Umwelt und Gesundheit der Anwohner. Das Beispiel von Hessens größter Baustelle zeigt ein grundsätzliches Problem: In Hessen herrscht ein Deponie-Notstand. Bauunternehmer und Oppositionspolitiker machen dafür die Landesregierung mitverantwortlich, die habe sich zu wenig um das Problem gekümmert. So wie aktuell könne es jedenfalls nicht bleiben. defacto zeigt das Beispiel eines Bauunternehmers, dessen Lkw täglich von Bad Homburg nach Wetzlar fahren müssen - nur um dort normale Erde entsorgen zu können. Das kostet Zeit, Geld und sorgt für hohe CO2-Emissionen.

      • Kein neuer Rollstuhl für draußen – defacto hilft

      Birgit und Andreas Schäfer sind viel unterwegs: USA, Kanada, Hawai, Guatemala. Das Ehepaar hat und will noch viel gemeinsam erleben. Dass Birgit Schäfer schwerbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hält das Ehepaar nicht davon ab, die Welt zu entdecken.
      Um sich freier bewegen zu können, hat sie einen Rollstuhl für den Alltag im Haus und einen für draußen. Der Außenrollstuhl hat sich bewährt, weil die Handhabung eine andere ist. Die Bauart ermöglicht die Überwindung von größeren Strecken. Außerdem lässt er sich leichter und besser transportieren. Doch nach 20 Jahren ist der Reise-Rollstuhl an mehreren Stellen kaputt. Ersatzteile sind für das Modell nicht mehr zu bekommen. Die Schäfers beantragen einen neuen Aktivrollstuhl. Aber die Krankenkasse lehnt ab. Das will das Ehepaar nicht hinnehmen und schaltet defacto ein.

      „defacto“ berichtet über Themen, die den Menschen in Hessen auf den Nägeln brennen. Die Sendung ist hintergründig und aktuell, kritisch und engagiert, sorgfältig und empathisch. „defacto“ deckt Missstände auf, beleuchtet Hintergründe, schaut Politikern auf die Finger, hinterfragt politische Entscheidungen und Gesetze und hilft bei Problemen mit Ämtern, Behörden und anderen Institutionen.

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