• 20.11.2019
      09:55 Uhr
      Staatsfeind Wildschwein Dänemark und sein eiserner Vorhang | hr-fernsehen
       

      Dänemark verstärkt seine Grenze zu Deutschland mit einem 70 Kilometer langen Eisenzaun zwischen Nord- und Ostsee, der heftig umstritten ist. Er soll Wildschweine aus dem Land fernhalten, denn dänische Ferkelzüchter fürchten, dass sie die Afrikanische Schweinepest einschleppen und die Zuchtbetriebe ruinieren könnten. Das ASP-Virus breitet sich derzeit von Ost- nach Westeuropa aus.

      Mittwoch, 20.11.19
      09:55 - 10:25 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 09:54
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      Dänemark verstärkt seine Grenze zu Deutschland mit einem 70 Kilometer langen Eisenzaun zwischen Nord- und Ostsee, der heftig umstritten ist. Er soll Wildschweine aus dem Land fernhalten, denn dänische Ferkelzüchter fürchten, dass sie die Afrikanische Schweinepest einschleppen und die Zuchtbetriebe ruinieren könnten. Das ASP-Virus breitet sich derzeit von Ost- nach Westeuropa aus.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Lutz Wetzel
      Produktion Melanie Clausen
      Autor Lutz Wetzel
      Redaktionelle Leitung Ulrike Dotzer
      Redaktion Thorge Thomsen
      Julia Saldenholz

      Dänemark verstärkt seine Grenze zu Deutschland mit einem 70 Kilometer langen Eisenzaun zwischen Nord- und Ostsee, der heftig umstritten ist. Er soll Wildschweine aus dem Land fernhalten, denn dänische Ferkelzüchter fürchten, dass sie die Afrikanische Schweinepest einschleppen und die Zuchtbetriebe ruinieren könnten. Das ASP-Virus breitet sich derzeit von Ost- nach Westeuropa aus.

      In Dänemark leben sechs Millionen Menschen, und immerhin werden im Nachbarland zwölf Millionen Hausschweine gehalten. "Wir haben ja richtig Angst wegen das Afrikanischen Schweinepest. Wenn das nach Dänemark kommt, wenn das wirklich hier kommen sollte, dann ist das richtig gefährlich für uns", sagt der Züchter Claus Jörgensen in "schweinegutem" Deutsch.

      Aber die Gegner auf beiden Seiten der Grenze sehen in der Stahlbarriere ein schädliches Zeichen der Abschottung in einem kriselnden Europa, zumal Dänemark vorher schon die Grenzkontrollen wieder eingeführt hatte. "Psychologisch, für ein zusammenwachsendes Europa, ist es eine Katastrophe. Das trennt ja schließlich nicht nur die Wildschweine, das trennt auch die Menschen", beklagt ein Milchbauer, dessen Flächen auf beiden Seiten der Grenze liegen.

      Auch Wildbiologen schütteln den Kopf, weil der neue Grenzzaun jetzt Rehen, Hirschen oder Füchsen ihre Wildwechselrouten versperrt. Wildschweine dagegen gebe es kaum in der Region. Und sogar der Sinn des Zehn-Millionen-Euro-Projekts wird in Zweifel gezogen, da der Grenzzaun Lücken für Straßen und Bahngleisen hat, also auch Lücken für Schwarzwild.

      Eine unterhaltsame Reportage aus der deutsch-dänischen Grenzregion über den Kampf gegen Wildschweine, die sich einfach nicht an Ländergrenzen halten.

      Film von Lutz G. Wetzel

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      09:55 - 10:25 Uhr (30 Min.)
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