• 17.11.2019
      07:45 Uhr
      Hauptsache Kultur Das aktuelle Kulturmagazin - ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" | hr-fernsehen
       

      Themen:

      • 40 Jahre „Titanic“: Der Satiredampfer immer noch auf voller Fahrt
      • Verspielt und kritisch: Die faszinierenden Miniaturwelten von Frank Kunert
      • Freistaat Flaschenhals: Vergessene Geschichte im Comic
      • as äre enn: Wie Wortjongleur Marcus Jeroch uns vor Ohren führt, was Sprache mit uns macht
      • #gehessisch: Das Schlimmste aus der Kulturwoche in 90 Sekunden

      Moderation: Selma Üsük

      Sonntag, 17.11.19
      07:45 - 08:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • 40 Jahre „Titanic“: Der Satiredampfer immer noch auf voller Fahrt
      • Verspielt und kritisch: Die faszinierenden Miniaturwelten von Frank Kunert
      • Freistaat Flaschenhals: Vergessene Geschichte im Comic
      • as äre enn: Wie Wortjongleur Marcus Jeroch uns vor Ohren führt, was Sprache mit uns macht
      • #gehessisch: Das Schlimmste aus der Kulturwoche in 90 Sekunden

      Moderation: Selma Üsük

       
      • 40 Jahre „Titanic“: Der Satiredampfer immer noch auf voller Fahrt

      Deutschlands bekanntestes Satiremagazin feiert in diesem Jahr nicht nur einen Runden. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls strahlen auch Zonen-Gaby und ihre erste Banane im Geburtstagsglanz. Das ikonische Meisterwerk der Wendezeit ist überlebensgroß in der Frankfurter Caricatura zu bewundern, während die Titanic-Redaktion an einer neuen Ausgabe des Magazins bastelt.

      Heute, wo man angeblich nichts mehr sagen darf, hat die Titanic eine ultimative Liste der Sätze zusammengestellt, die man trotzdem noch sagen darf! „hauptsache kultur“ trifft den ehemaligen Chefredakteur Tim Wolff, der die Ausstellung in der Caricatura kuratiert, den ehemaligen Titanic-Autor Bernd Eilert und den jetzigen Chefredakteur Moritz Hürtgen.

      • Verspielt und kritisch: Die faszinierenden Miniaturwelten von Frank Kunert

      Frank Kunert ist Fotograf und Modellbauer in einem. Seine Arbeit besteht darin, Miniaturwelten zu erschaffen und diese dann zu fotografieren. Seine rein fiktiven Werke wirken oft verblüffend echt. Mit der Liebe zum Detail trickst er die Wahrnehmungen des Betrachters aus. Oftmals erkennt man erst auf den zweiten Blick, dass seine Fotos keine Abbildungen der Realität sind, sondern modellierte „kleine Welten“.
      Seine Motive sind durchaus gesellschaftskritisch, aber immer mit einem gewissen Augenzwinkern. So sieht man in seinem Foto „Ein Platz an der Sonne“ einen brandneuen Luxus-Bungalow mit weit ausragendem Balkon, der dem benachbarten, heruntergekommenen Reihenhaus unangenehm auf die Pelle rückt. Ein Thema taucht in Frank Kunerts Werken immer wieder auf: Wohnraum. Denn dahinter verbirgt sich für den gelernten Fotograf seine eigene Geschichte. Vor knapp acht Jahren musste er seine Heimat Frankfurt verlassen, weil die Mietpreise immer teurer wurden und er sich kein größeres Atelier mehr leisten konnte.

      Seither wohnt er in Boppard am Rhein. Die Frage „Wo leben Menschen in Großstädten“ taucht in seinen Fotografien deshalb immer wieder auf. „hauptsache kultur“ hat den Künstler besucht und sich zeigen lassen, wie die herrlich absurden Miniaturwelten entstehen.

      • Freistaat Flaschenhals: Vergessene Geschichte im Comic

      1919: Das Rheinland wird nach dem Ersten Weltkrieg unter den Alliierten aufgeteilt. Das ganze Rheinland? Nein. Weil dem französischen Oberbefehlshaber beim entscheidenden Zirkelschlag ein entscheidender Fehler unterläuft, bleibt ein Landstrich zwischen Mainz und Koblenz unbesetzt: Der Freistaat Flaschenhals. Dessen Bewohner ernannten sich kurzerhand zum Freistaat Flaschenhals – druckten eigene Pässe und eigenes Geld. Um ihre grundlegenden Bedürfnisse zu stillen, mussten die Freistaatler allerdings schmuggeln.

      Nahrungsmittel und Kohle wurden an den Besatzern vorbei nach Lorch oder Kaub gebracht. Oftmals unter lebensgefährlichen Bedingungen. Comiczeichner Bernd Kissel und Autor Marco Wiersch haben die reale Geschichte nun in Comicform gebracht. Und sie zeigen dabei: Geschichtsvermittlung im Comic funktioniert. „hauptsache kultur“ trifft die beiden in Lorch, wo sich die Initiative Freistaat Flaschenhals noch heute um diese Anekdote der Geschichte kümmert.

      • as äre enn: Wie Wortjongleur Marcus Jeroch uns vor Ohren führt, was Sprache mit uns macht

      Ob im Tigerpalast in Frankfurt oder mit seinen Soloprogrammen - Marcus Jeroch jongliert mit Buchstaben und Worten wie kein anderer. Silben tauschen, absurder Humor, Doppeldeutiges und Poetisches - all das beherrscht Marcus Jeroch und hat damit schon mehrere Bühnenpreise gewonnen.
      In Hamburg geboren, verbrachte er seine Kindheit in Afrika, studierte später versehentlich drei Semester Jura, bevor er dann doch lieber Jonglage und Akrobatik in Berlin lernte und darüber auch zum Sprachartisten wurde. Die Worte Ernst Jandls und Friedhelm Kändlers hat er wieder entdeckt. Literarieté nennt er seine Vorführungen, die uns vor Augen führen, wie schön unsere Sprache ist und wie viel Spaß sie bereiten kann. Gleichzeitig macht er deutlich, wie mächtig Sprache ist, weil sie Realitäten erschafft.

      "hauptsache kultur" hat Marcus Jeroch bei einem Auftritt im Frankfurter Tigerpalast und bei seiner Literarité-Lesung begleitet und mit ihm über die Macht der Sprache und den Humor der Deutschen gesprochen. Seine Erkenntnis: "Willst Du Liebe, dann Ge' dicht!"

      • #gehessisch: Das Schlimmste aus der Kulturwoche in 90 Sekunden

      In unserer Rubrik #gehessisch knöpfen wir uns satirisch die Nachrichten der Woche aus Hessen vor: Gesprächswertiges aus Kultur und Politik, Glamour und Abseitiges – in 90 Sekunden nehmen wir auseinander, was die Welt und Hessen gerade mehr oder weniger bewegt. Rasant, witzig und bitterböse – das ist #gehessisch.

      ARD-Themenwoche: Zukunft Bildung
      Wer gebildet ist, lebt länger. Von welchen Faktoren hängt das ab, und wie kann man unabhängig von Herkunft und Alter mit Bildung sein Leben verändern? Das sind Fragen, die in der ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ vom 9. bis 16. November 2019 beantwortet werden. Das Erste, die Fernseh- und Radioprogramme der ARD und die Online-Angebote der Senderfamilie stellen in zahlreichen Sendungen und Beiträgen vor, wie Bildung gelingen kann und welche Chancen sie bietet. Federführer der 14. ARD-Themenwoche ist der Westdeutsche Rundfunk (WDR).

      WDR-Intendant Tom Buhrow: „Lernen bringt uns nicht nur weiter, es macht auch Spaß und bereichert uns. Die ARD-Themenwoche wird sich der „Zukunft Bildung“ in Radio, Fernsehen und im Digitalen nähern. Wir wollen Menschen vorstellen, die ihr Leben dank Bildung positiv verändert haben. Und wir wollen Menschen wertschätzen, die anderen Begeisterung und Freude am Lernen vermitteln.“

      Geplant sind Beiträge in allen Genres - von bundesweit bis regional, von dokumentarisch bis fiktional, von informativ und investigativ bis unterhaltsam. Das Erste, die Fernseh- und Radioprogramme der ARD und die Online-Angebote der Senderfamilie widmen sich vor allem diesen Themen: Bildungsalltag, Diversität, Digitalisierung, politische Blockaden und Bildung im Vergleich.

      Pünktlich zur Themenwoche startet die ARD im Netz ein neues, innovatives Bildungsangebot: Mit dem „App-Maker“ machen Erwachsene mühelos erste Schritte im Programmieren. Für Kinder gibt es bereits das Angebot „Programmieren mit der Maus“. Die neue Plattform „Schule digital“ bündelt erstmals die zahlreichen Bildungsangebote der ARD. In der Themenwoche ist auch das Publikum gefragt: Bei der Aktion #dankdir können alle „Einfach mal Danke sagen“ und ihren Wegbegleiter*innen und Förderern Wertschätzung entgegenbringen.

      Alle Informationen zur ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ werden online unter themenwoche.ARD.de gebündelt. Ab November bieten dort viele aktuelle Beiträge einen breiten Zugang zu den digitalen Angeboten der Themenwoche rund um Bildungsalltag, Diversität oder Digitalisierung.

      Alle Landesrundfunkanstalten der ARD rufen ihre Nutzer*innen dazu auf, sich über die sozialen Netzwerke an der Diskussion rund um das Thema Bildung zu beteiligen. Unter den Hashtags #ZukunftBildung und #ARDThemenwoche können sie sich austauschen. Zudem bietet der Twitterkanal @ARDThemenwoche Informationen rund um die ARD-Themen

      woche 2019. Das Teletext-Angebot des Ersten unterstützt die Themenwoche mit einem Informationspaket ab Videotextseite 800.

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