• 14.11.2019
      23:15 Uhr
      Ungenügend! Wie der Lehrermangel unsere Grundschüler abhängt - ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ | hr-fernsehen
       

      Der Lehrermangel wird in den nächsten Jahren dramatisch ansteigen. 2025 fehlen mindestens 26.000 Grundschullehrer*innen. Ausgerechnet die Jüngsten leiden massiv unter dem Personalmangel, wenn es um die ersten Schritte in die Welt des Wissens geht. Krisenmanagement statt Bildungsoffensive. Ans Lehrerpult werden nun immer mehr Pensionäre, Studierende oder vermehrt Akademiker ohne jegliche pädagogische Ausbildung geschickt, sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger.

      Donnerstag, 14.11.19
      23:15 - 00:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Der Lehrermangel wird in den nächsten Jahren dramatisch ansteigen. 2025 fehlen mindestens 26.000 Grundschullehrer*innen. Ausgerechnet die Jüngsten leiden massiv unter dem Personalmangel, wenn es um die ersten Schritte in die Welt des Wissens geht. Krisenmanagement statt Bildungsoffensive. Ans Lehrerpult werden nun immer mehr Pensionäre, Studierende oder vermehrt Akademiker ohne jegliche pädagogische Ausbildung geschickt, sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger.

       

      Der Lehrermangel wird in den nächsten Jahren dramatisch ansteigen. 2025 fehlen mindestens 26.000 Grundschullehrer*innen. Ausgerechnet die Jüngsten leiden massiv unter dem Personalmangel, wenn es um die ersten Schritte in die Welt des Wissens geht. Krisenmanagement statt Bildungsoffensive. Ans Lehrerpult werden nun immer mehr Pensionäre, Studierende oder vermehrt Akademiker ohne jegliche pädagogische Ausbildung geschickt, sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger. Der Lehrerverband schätzt, dass schon jetzt etwa 40.000 Stellen mit ihnen besetzt sind. Lesen, Schreiben, Rechnen - erklärt von Leuten, die von Didaktik wenig oder keine Ahnung haben. Was bedeutet das für die Kinder, die Schulen und die Bildung in Deutschland?
      Hat die Politik versagt? Selbstversuch. Die hr-Journalistin Petra Boberg startet einen Selbstversuch und unterrichtet mehrere Wochen an einer Grundschule in Wiesbaden: eine 1. Klasse und eine 4. Klasse, in Deutsch, Sachkunde und Musik. Sie selbst hat zwar Germanistik studiert, aber keine Ahnung, wie man Kindern Lesen und Schreiben beibringt. Eine Vorbereitung auf den neuen Job gibt es bisher in Hessen nicht. Wie geht das Kollegium mit der ungelernten Lehrerin um? Wie besteht sie den Alltag an einer Schule mit Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen?
      Wie reagieren die Kinder? Brigitte Kleine erlebt den täglichen Klassenkampf der ungelernten Lehrerin zwischen fliegenden Papierkügelchen, kippelnden Stühlen und verzweifeltem Kampf gegen den Lärmpegel. Von wegen Bildungsgerechtigkeit. Voll ausgebildete Grundschullehrer können sich ihren Arbeitsort aussuchen. Das ist in den seltensten Fällen eine sogenannte Brennpunktschule. Genau dort, wo die besten Lehrer gebraucht würden, unterrichten die meisten Quer- und Seiteneinsteiger. Bildungsforscher sprechen von einer gefährlichen Entprofessionalisierung. Was bedeutet das für die Bildungsgerechtigkeit? Grundschullehrer? „Kann doch jeder!“ Doch ungelerntes Personal spart auch Geld: besonders die Seiteneinsteiger haben meist befristete Arbeitsverträge. Aber auch voll ausgebildete Grundschullehrer verdienen in manchen Bundesländern immer noch weniger als Gymnasiallehrer, und das, obwohl sie pädagogisch vor den größten Herausforderungen stehen: Inklusion, Integration, wachsende soziale Aufgaben
      Vor dem Hintergrund dieser Diskussionen stellt der Film die Frage: Was ist uns in Deutschland überhaupt ein Grundschulkind wert?

      ARD-Themenwoche: Zukunft Bildung
      Wer gebildet ist, lebt länger. Von welchen Faktoren hängt das ab, und wie kann man unabhängig von Herkunft und Alter mit Bildung sein Leben verändern? Das sind Fragen, die in der ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ vom 9. bis 16. November 2019 beantwortet werden. Das Erste, die Fernseh- und Radioprogramme der ARD und die Online-Angebote der Senderfamilie stellen in zahlreichen Sendungen und Beiträgen vor, wie Bildung gelingen kann und welche Chancen sie bietet. Federführer der 14. ARD-Themenwoche ist der Westdeutsche Rundfunk (WDR).

      WDR-Intendant Tom Buhrow: „Lernen bringt uns nicht nur weiter, es macht auch Spaß und bereichert uns. Die ARD-Themenwoche wird sich der „Zukunft Bildung“ in Radio, Fernsehen und im Digitalen nähern. Wir wollen Menschen vorstellen, die ihr Leben dank Bildung positiv verändert haben. Und wir wollen Menschen wertschätzen, die anderen Begeisterung und Freude am Lernen vermitteln.“

      Geplant sind Beiträge in allen Genres - von bundesweit bis regional, von dokumentarisch bis fiktional, von informativ und investigativ bis unterhaltsam. Das Erste, die Fernseh- und Radioprogramme der ARD und die Online-Angebote der Senderfamilie widmen sich vor allem diesen Themen: Bildungsalltag, Diversität, Digitalisierung, politische Blockaden und Bildung im Vergleich.

      Pünktlich zur Themenwoche startet die ARD im Netz ein neues, innovatives Bildungsangebot: Mit dem „App-Maker“ machen Erwachsene mühelos erste Schritte im Programmieren. Für Kinder gibt es bereits das Angebot „Programmieren mit der Maus“. Die neue Plattform „Schule digital“ bündelt erstmals die zahlreichen Bildungsangebote der ARD. In der Themenwoche ist auch das Publikum gefragt: Bei der Aktion #dankdir können alle „Einfach mal Danke sagen“ und ihren Wegbegleiter*innen und Förderern Wertschätzung entgegenbringen.

      Alle Informationen zur ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ werden online unter themenwoche.ARD.de gebündelt. Ab November bieten dort viele aktuelle Beiträge einen breiten Zugang zu den digitalen Angeboten der Themenwoche rund um Bildungsalltag, Diversität oder Digitalisierung.

      Alle Landesrundfunkanstalten der ARD rufen ihre Nutzer*innen dazu auf, sich über die sozialen Netzwerke an der Diskussion rund um das Thema Bildung zu beteiligen. Unter den Hashtags #ZukunftBildung und #ARDThemenwoche können sie sich austauschen. Zudem bietet der Twitterkanal @ARDThemenwoche Informationen rund um die ARD-Themenwoche 2019. Das Teletext-Angebot des Ersten unterstützt die Themenwoche mit einem Informationspaket ab Videotextseite 800.

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      23:15 - 00:00 Uhr (45 Min.)
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