• 21.03.2019
      08:25 Uhr
      Elefant, Tiger & Co. (436) Risiko - Elefantengeburt - Geschichten aus dem Leipziger Zoo | hr-fernsehen
       

      Kaum ein Tier lockt mehr Besucher in den Zoo als ein Elefant, und zugleich ist keines schwerer zu halten - und vor allem zu züchten. Im März bringt Elefantenkuh Hoa ein Kalb zur Welt, nach 22 Monaten Tragzeit, tagsüber und fast ohne erkennbare Vorzeichen. Eine Sturzgeburt inmitten der Elefantenherde, ganz anders als geplant.

      Donnerstag, 21.03.19
      08:25 - 09:15 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Kaum ein Tier lockt mehr Besucher in den Zoo als ein Elefant, und zugleich ist keines schwerer zu halten - und vor allem zu züchten. Im März bringt Elefantenkuh Hoa ein Kalb zur Welt, nach 22 Monaten Tragzeit, tagsüber und fast ohne erkennbare Vorzeichen. Eine Sturzgeburt inmitten der Elefantenherde, ganz anders als geplant.

       

      Kaum ein Tier lockt mehr Besucher in den Zoo als ein Elefant, und zugleich ist keines schwerer zu halten - und vor allem zu züchten. Im März bringt Elefantenkuh Hoa ein Kalb zur Welt, nach 22 Monaten Tragzeit, tagsüber und fast ohne erkennbare Vorzeichen. Eine Sturzgeburt inmitten der Elefantenherde, ganz anders als geplant.

      Die Elefantenkühe haben wenig Erfahrung, wissen nicht mit so zerbrechlichen Jungtieren umzugehen. Ohne Blessuren verläuft diese Geburt für das Jungtier deshalb nicht. Mit etwas Glück können die Pfleger das Jungtier retten, ehe Schlimmeres passiert. Es ist ein Mädchen, 68 Kilogramm leicht und knapp 70 Zentimeter groß - rein äußerlich gesund.

      Aber schon bald wird deutlich, dass etwas mit der Kleinen nicht stimmt. Sie ist wacklig auf den Beinen, steht zwar, macht aber keinen einzigen Schritt. Die Euphorie über eine glückliche Geburt weicht mit jeder Stunde der Sorge um das junge Leben. Die Kleine droht zu verdursten. Und Hoa scheint keine mütterlichen Gefühle zu entwickeln. Rund um die Uhr kümmern sich Pfleger, Kuratoren und Direktoren, Tierärzte, Chirurgen und Physiotherapeuten. Tagelang versuchen sie, die inneren und äußeren Verletzungen in den Griff zu bekommen. Ein emotionaler Kraftakt - voller Höhen, Hoffnungen und Tiefen. Ein Kampf, den das Team nicht gewinnt. Nach sechs Tagen stirbt das kleine Kälbchen.

      Wie konnte das passieren? Über Wochen und Monate wurde diese Geburt vorbereitet, jedes mögliche Risiko besprochen. Fast täglich haben die Pfleger mit Hoa trainiert, ihr mit ihren Mitteln gezeigt, wie sich eine werdende Mutter zu verhalten hat. Die viereinhalb Tonnen schwere Hoa, 29 Jahre alt und eher von ängstlicher Natur, sie hatte an Vertrauen gewonnen. Und doch: Will man das Geschehene besser verstehen, muss man in Hoas Vergangenheit gehen. Elefanten vergessen offenbar nie.

      Gemeinsam mit den Tierpflegern des Leipziger Zoos gewinnen die Zuschauer Einblicke in eine faszinierende Welt, die ihnen normalerweise verschlossen bleibt.

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