• 25.10.2014
      16:30 Uhr
      Frieden ist der Sieg Kolumbiens Frauen kämpfen gegen die Gewalt | hr-fernsehen
       

      Seit Jahrzehnten ist Kolumbien vom Bürgerkrieg zerrissen – Gewalt beherrscht das Land. Während Kolumbiens Regierung und die Rebellen der FARC seit Monaten um ein Friedensabkommen ringen, sehnen sich die Menschen nach einem friedlichen Kolumbien. Drei Powerfrauen kämpfen seit Jahren dafür: Diana Avella aus Bogotá ist die bekannteste Hip-Hop-Sängerin des Landes, die vierfache Mutter Teresa Jesús Castrillón hat eine der ersten Organisationen für Gewaltopfer aufgebaut und die Pädagogin und Schauspielerin Yamili Ocampo Molina hat mit einem Netz von Bibliotheken gewaltfreie Orte gerade für die heranwachsende Generation geschaffen.

      Samstag, 25.10.14
      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Seit Jahrzehnten ist Kolumbien vom Bürgerkrieg zerrissen – Gewalt beherrscht das Land. Während Kolumbiens Regierung und die Rebellen der FARC seit Monaten um ein Friedensabkommen ringen, sehnen sich die Menschen nach einem friedlichen Kolumbien. Drei Powerfrauen kämpfen seit Jahren dafür: Diana Avella aus Bogotá ist die bekannteste Hip-Hop-Sängerin des Landes, die vierfache Mutter Teresa Jesús Castrillón hat eine der ersten Organisationen für Gewaltopfer aufgebaut und die Pädagogin und Schauspielerin Yamili Ocampo Molina hat mit einem Netz von Bibliotheken gewaltfreie Orte gerade für die heranwachsende Generation geschaffen.

       

      Seit Jahrzehnten ist Kolumbien vom Bürgerkrieg zerrissen – Gewalt beherrscht das Land. Während Kolumbiens Regierung und die Rebellen der FARC seit Monaten um ein Friedensabkommen ringen, sehnen sich die Menschen nach einem friedlichen Kolumbien.

      Drei Powerfrauen kämpfen seit Jahren dafür: Diana Avella aus Bogotá ist die bekannteste Hip-Hop-Sängerin des Landes – die alleinerziehende Mutter erhebt ihre Stimme gegen Unrecht und für den Frieden. Ihr bekanntester Song „Als Frau bin ich geboren“ beklagt die Einsamkeit der Frauen in einer von Machos dominierten Welt, ruft zum Widerstand aller jungen Kolumbianerinnen gegen diese Macho-Gesellschaft auf. Ihre Texte sind politisch, provozieren voller Wut und Rebellion.

      Einen ganz anderen Weg geht die vierfache Mutter Teresa Jesús Castrillón: Sie hat eine der ersten Organisationen in Kolumbien für Gewaltopfer aufgebaut. Sie stammt aus dem Nordosten von Kolumbien, aus der Kleinstadt Puerto Berrío, am größten Fluss Kolumbiens, dem Rio Magdalena. Diese Region war in den achtziger Jahren von linken Guerillagruppen besetzt, später marschierten Paramilitärs ein, begingen zahlreiche Massaker an der Bevölkerung. Teresa hat in diesem Bürgerkrieg Mutter und Vater, zwei Geschwister und einen Onkel verloren. Und doch hat sie mit „Ave Fénix“ eine der ersten Organisationen in Kolumbien gegründet, in der Opfer sich zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel ist Vergebung – trotz allem.

      Die dritte Frau im Kampf für den Frieden in Kolumbien ist die Pädagogin und Schauspielerin Yamili Ocampo Molina. Mit einem Netz von Bibliotheken hat sie gewaltfreie und sichere Orte gerade für die heranwachsende Generation geschaffen, liest Kindern und Jugendlichen vor, lehrt sie Schauspiel und Kreativität. Die 35-Jährige hat in den neunziger Jahren hautnah miterlebt, wie der Drogen-Krieg das Leben vieler Menschen zerstört hat. „Die meisten meiner Jugendfreunde leben nicht mehr“, erzählt sie und setzt alles daran, junge Menschen in Medellín vor Drogenbanden, Berufskillern und Zuhältern zu schützen. Bildung und Kreativität, Literatur und persönliche Zuwendung sind ihre Waffen im Kampf gegen die Gewalt.

      Diese drei mutigen Frauen sind zu Hoffnungsträgerinnen für den Frieden in Kolumbien geworden, in einem Land, das jahrzehntelang von Gewalt geprägt wurde. Der Krieg zwischen Regierung, Guerilla und Paramilitärs tobt seit mehr als fünfzig Jahren: Er forderte über 200.000 Todesopfer, über vier Millionen Menschen wurden vertrieben, und 25.000 sind bis heute vermisst.

      Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard

      Ein Film von Alexander Preuss und Cletus Gregor Barié aus der Reihe "Horizonte"

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      Samstag, 25.10.14
      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
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