• 10.12.2013
      16:30 Uhr
      Auf dem Ob durch die Taiga (2/2) Eine Winterreise zum Polarkreis | hr-fernsehen
       

      Der zweiteilige Film ist eine Reise entlang des Flusses Ob, der auf mehr als 4.000 Kilometern Sibirien vom Altai im Süden bis zur Kara-See im Norden durchfließt. Das Filmteam hat links und rechts des Ob nach Geschichten und Schicksalen gesucht, die Einblick geben, wie die Menschen in Russlands "wildem" Osten leben, denken und fühlen. Diesmal bricht das Filmteam im Herbst auf in den Norden, dem sibirischen Winter entgegen. In kürzester Zeit ist der Ob zugefroren, und auf dem Eis werden Winterstraßen gebaut. Das Filmteam muss seine Reise mit Motorschlitten fortsetzen.

      Dienstag, 10.12.13
      16:30 - 17:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Der zweiteilige Film ist eine Reise entlang des Flusses Ob, der auf mehr als 4.000 Kilometern Sibirien vom Altai im Süden bis zur Kara-See im Norden durchfließt. Das Filmteam hat links und rechts des Ob nach Geschichten und Schicksalen gesucht, die Einblick geben, wie die Menschen in Russlands "wildem" Osten leben, denken und fühlen. Diesmal bricht das Filmteam im Herbst auf in den Norden, dem sibirischen Winter entgegen. In kürzester Zeit ist der Ob zugefroren, und auf dem Eis werden Winterstraßen gebaut. Das Filmteam muss seine Reise mit Motorschlitten fortsetzen.

       

      Mit mehr als 4.000 Kilometer gehört der Ob zu den längsten Flüssen der Erde. Er durchfließt Westsibirien von Süd nach Nord, vom Altai-Gebirge bis zur Karasee. Fast in der Mitte liegt die moderne Metropole Novosibirsk. Im ersten Teil unserer Dokumentation war sie Ausgangspunkt für eine Sommerreise in den Süden. Diesmal bricht das Filmteam im Herbst vom mittleren Ob auf in den Norden, dem sibirischen Winter entgegen.

      Der Ob ist die Lebensader Westsibiriens. Hier, hinter dem Ural, wo es keine Brücken gibt und nur wenige Straßen, verbindet er die Städte, Siedlungen und Dörfer der Taiga. Über Seitenarme erreicht man die abgelegenen Siedlungen der Minderheiten, meist Nachfahren sibirischer Ureinwohner. Für viele dieser Völker bedeutet die Ausbeutung der Bodenschätze auf lange Sicht den Untergang ihrer traditionellen Lebensweise. Manchen Gruppen gelingt es jedoch, sich auch im modernen Russland zu behaupten. Auf der kleinen Halbinsel Iwankino zum Beispiel trifft das Team auf Selkupen. Von jeher sind sie Fischer und betreiben den Fischfang mit traditionellen Methoden. Als Minderheit gewährt ihnen der Staat aber auch gewisse Privilegien. Anders als die Russen dürfen sie größere Mengen fangen. Das verschafft den Selkupen wirtschaftliche Vorteile, denn im Ob gibt es neben dem begehrten Stör auch eine Vielzahl von Edelfischen.

      Wenn der Herbst in Sibirien zu Ende geht, bleibt den Menschen nur wenig Zeit, sich auf den Winter vorzubereiten. Er kommt über Nacht. Dann ist der Ob binnen kürzester Zeit zugefroren, und auf dem Eis werden Winterstraßen gebaut. Das Filmteam musste seine Reise mit Motorschlitten fortsetzen, um in das Autonomiegebiet der Nenzen zu kommen. Das Gebiet der Ureinwohner Sibiriens ist zweimal so groß wie Deutschland, aber nur 500.000 Menschen leben hier. Ein Teil wirtschaftet noch immer als Nomaden. Sie züchten Rentiere. Mit Zelten und ihren Herden ziehen sie im Winter in die Tundra und im Sommer in den Ural. Hier im äußersten Norden mündet der Ob in die Karasee.

      Film von Andreas Voigt

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      Dienstag, 10.12.13
      16:30 - 17:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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