• 08.09.2013
      10:15 Uhr
      Nächte der Entscheidung Der Traum des Martin Luther King jr. | hr-fernsehen
       

      Ende August jährte sich zum 50. Mal der Tag, an dem Martin Luther King seine visionäre Rede "I have a dream hielt. Es war der 28. August 1963, Washington D. C.: Fast eine viertel Million Menschen "marschieren in die amerikanische Hauptstadt, um friedlich gegen die Rassendiskriminierung in den USA zu protestieren. Es ist die größte Demonstration, die in der amerikanischen Hauptstadt bis dahin stattgefunden hat. Zahlreiche Reden werden gehalten. Doch alle warten darauf, was der Schlussredner sagen wird: Dr. Martin Luther King.

      Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard

      Sonntag, 08.09.13
      10:15 - 10:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Ende August jährte sich zum 50. Mal der Tag, an dem Martin Luther King seine visionäre Rede "I have a dream hielt. Es war der 28. August 1963, Washington D. C.: Fast eine viertel Million Menschen "marschieren in die amerikanische Hauptstadt, um friedlich gegen die Rassendiskriminierung in den USA zu protestieren. Es ist die größte Demonstration, die in der amerikanischen Hauptstadt bis dahin stattgefunden hat. Zahlreiche Reden werden gehalten. Doch alle warten darauf, was der Schlussredner sagen wird: Dr. Martin Luther King.

      Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard

       

      Er ist der unbestrittene geistige Führer der gewaltlosen amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Und tatsächlich: Seine Rede wird zu einer der berühmtesten der Weltgeschichte: I have a dream - eines Tages wird sich die amerikanische Nation erheben und ihr Credo verwirklichen, dass alle Menschen gleich sind und nicht mehr nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden. Es ist keine leichte Entscheidung, diese Rede am 28. August 1963 so zu halten. Warum von einem Traum sprechen und nicht von der damaligen aktuellen politischen Lage? Die ist nämlich aufs Äußerste gespannt.

      Der gewaltlose Widerstand der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung in über tausend Städten hat das Land fast an den Rand eines Bürgerkrieges gebracht und zu wichtigen Gesetzesvorhaben gegen die Rassendiskriminierung geführt, die kurz vor ihrer Verabschiedung im Kongress stehen. Die weißen Politiker der Südstaaten hoffen auf einen Anlass, um die Gesetze doch noch verhindern zu können. Sie warten auf einen Ausbruch von Gewalt. Doch Martin Luther King lässt sich nicht provozieren. Selbst Sabotageakte müssen hingenommen werden und dürfen zu keiner Eskalation führen.

      Die Rede, die King am nächsten Tag halten soll, ist noch nicht fertig. Kings Mitarbeiter bedrängen ihn die ganze Nacht, in seiner Rede konkret zu werden, die Gesetzesreformen nachdrücklich zu fordern. King schreibt die ganze Nacht, die anderen auch. Doch was auch immer in dieser Nacht formuliert wird: King wird immer klarer, dass er am nächsten Tag ausschließlich von Wünschen, Träumen, von Erlösung sprechen wird. Mit Forderungen, dessen ist er sich sicher, wird nur Widerstand provoziert. Dann werden die Feinde wieder sagen: Wir lassen uns nicht erpressen. Gewaltloser Widerstand heißt: Auch in seinen Reden keinen Anlass geben, der die Vorstellungen einer Utopie gefährden könne. King ist überzeugt, dass sich letztlich kein zivilisierter Mensch seiner moralischen Verpflichtung zu den Menschenrechten entziehen kann. Alle Menschen sind gleich. Man muss alles tun, meint er, damit sich die Menschen zu diesem Traum bekennen können.

      Die Nacht auf den 28. August 1963 ist für Pfarrer Martin Luther King jr. eine Nacht der Entscheidung: Welche Botschaft wird er den Tausenden Menschen am kommenden Mittag vor dem Lincoln-Memorial in Washington D. C. vermitteln? Zudem ist diese Nacht vor der großen Rede nicht ganz frei von unerwarteten Hindernissen, so dass es King und seine Mitarbeiter nur dank politischer Freunde schaffen, die große Massendemonstration in der US-Hauptstadt zu sichern.

      Horizonte - Film von Henning Burk

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      Sonntag, 08.09.13
      10:15 - 10:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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