• 11.05.2013
      23:20 Uhr
      Der veruntreute Himmel Spielfilm Deutschland 1958 | BR Fernsehen
       

      Die Köchin Teta Linek ist eine streng religiöse Frau. Ihr Glaube geht sogar so weit, dass sie schon zu Lebzeiten alles unternimmt, um sich einen Platz im Paradies zu sichern. Dieses Ziel glaubt sie zu erreichen, indem sie ihrem Neffen die Priesterausbildung ermöglicht. Erst als sie bereits alt und gebrechlich ist, erfährt sie, dass der Neffe sie über all die Jahre belogen hat. In ihrer Verzweiflung tritt Teta eine Pilgerreise nach Rom an, um doch noch ihren Platz im Himmel zu erhalten.

      Samstag, 11.05.13
      23:20 - 01:00 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Die Köchin Teta Linek ist eine streng religiöse Frau. Ihr Glaube geht sogar so weit, dass sie schon zu Lebzeiten alles unternimmt, um sich einen Platz im Paradies zu sichern. Dieses Ziel glaubt sie zu erreichen, indem sie ihrem Neffen die Priesterausbildung ermöglicht. Erst als sie bereits alt und gebrechlich ist, erfährt sie, dass der Neffe sie über all die Jahre belogen hat. In ihrer Verzweiflung tritt Teta eine Pilgerreise nach Rom an, um doch noch ihren Platz im Himmel zu erhalten.

       

      Stab und Besetzung

      Teta Linek Annie Rosar
      Theo Viktor de Kowa
      Kaplan Seydel Hans Holt
      Livia Argan Vilma Degischer
      Mojmir Kurt Meisel
      Reiseleiter Kompert Rudolf Vogel
      Regie Ernst Marischka

      Kirche und Religion bedeuten ihr alles: Teta Linek, seit vielen Jahren als Köchin im Haus der großbürgerlichen Familie Argan tätig, beschäftigt neben ihren häuslichen Pflichten nur eines: die Frage, ob sie nach ihrem Tod auch wirklich in den Himmel kommen wird. Als sie eines Tages von der mittellosen Mutter ihres einzigen Neffen Mojmir gebeten wird, dem Jungen die Schul- und Priesterausbildung zu ermöglichen, sieht Teta ihre Chance gekommen: Durch die finanzielle Unterstützung eines späteren Priesters will sie sich bereits zu Lebzeiten einen Platz im Paradies sichern. Über viele Jahre hinweg schickt sie Mojmir regelmäßig Geld. Sie selbst spart sich derweil alles vom Munde ab. Zwar erscheint es ihren Herrschaften, der vornehmen Livia Argan und deren Ehemann Theo, merkwürdig, dass der angebliche Priesterkandidat seine Tante nie besucht und sie mit fadenscheinigen Begründungen davon abhält, zu ihm nach Prag zu reisen - doch aus Rücksicht auf die Gesundheit ihrer treuen Angestellten schweigen sie. Ein tragisches Unglück in der Familie führt schließlich dazu, dass die Argans ihr Anwesen auflösen. Teta, nunmehr ohne Arbeit und ohne Bleibe, hofft, bei ihrem Neffen ihren Lebensabend verbringen zu können. Umso größer ist ihr Schock, als sie erfahren muss, dass aus Mojmir kein Geistlicher geworden ist, sondern ein skrupelloser Hallodri. Die alte Frau begibt sich an der Seite des jungen Kaplan Seydel auf eine Pilgerreise nach Rom.

      Die Charakterdarstellerin Annie Rosar, bekannt aus Filmen wie "Pünktchen und Anton", war eine der beliebtesten Volksschauspielerinnen der 1950er-Jahre. Die meisten Regisseure besetzten sie in komödiantischen Rollen, doch immer wieder stellte Rosar ihr Talent auch im ernsten Fach unter Beweis, so etwa in "Der veruntreute Himmel" nach dem Roman von Franz Werfel. Unter der Regie von Ernst Marischka liefert die Schauspielerin das eindrucksvolle Porträt einer Frau, deren falsch verstandene Religiosität ihr zum Verhängnis wird. Die grandiose Darstellung der Teta vereint Kalkül und gläubige Naivität, menschliche Härte und falsch verstandene Frömmigkeit und bewegt in der Erkenntnis ihrer Schuld. Die Szenen des Rom-Besuches sind inzwischen ein Zeitdokument: Ernst Marischka unterschnitt sie mit authentischem Bildmaterial des Papstes Pius XII. bei einer seiner letzten Massenaudienzen.

      HEIMATNACHT

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      Samstag, 11.05.13
      23:20 - 01:00 Uhr (100 Min.)
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