• 26.05.2012
      23:25 Uhr
      Der Meineidbauer Spielfilm Deutschland 1956 - HEIMATNACHT | BR Fernsehen
       

      Durch einen Meineid erreicht der Bauer Mathias Ferner, dass ihm der Hof seines Stiefbruders Jakob nach dessen Tod zugesprochen wird. Damit bringt er die Kinder von Paula, die mit Jakob in "wilder Ehe" zusammenlebte, um ihr Erbe. Es existiert jedoch ein Brief, der den Beweis von Mathias' Meineid liefern könnte. Jahre später bekommt Paula diesen Brief in die Hände. Sie beschließt, Rache zu nehmen.

      Samstag, 26.05.12
      23:25 - 01:05 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Durch einen Meineid erreicht der Bauer Mathias Ferner, dass ihm der Hof seines Stiefbruders Jakob nach dessen Tod zugesprochen wird. Damit bringt er die Kinder von Paula, die mit Jakob in "wilder Ehe" zusammenlebte, um ihr Erbe. Es existiert jedoch ein Brief, der den Beweis von Mathias' Meineid liefern könnte. Jahre später bekommt Paula diesen Brief in die Hände. Sie beschließt, Rache zu nehmen.

       

      Stab und Besetzung

      Paula Roth Heidemarie Hatheyer
      Mathias Ferner Carl Wery
      Franz Ferner Hans von Borsody
      Marei Roth Christiane Hörbiger
      Georg Pichler Attila Hörbiger
      Marei als Kind Margitta Scherr
      Franz als Kind Matthias Fuchs
      Christoph Demut Joseph Offenbach
      Jakob Roth Heino Hallhuber
      Regie Rudolf Jugert
      Musik Friedrich Meyer
      Drehbuch Erna Fentsch
      Kamera Roger Hubert

      Mathias Ferner hat jahrelang auf dem Hof seines Stiefbruders Jakob hart gearbeitet. Als dieser bei einem Unfall schwer verletzt wird und ins Krankenhaus eingeliefert wird, öffnet Mathias heimlich das Testament. Enttäuscht muss er feststellen, dass weder er noch sein Sohn Franz den Hof erben sollen. Als Erben sind vielmehr Marei und Jakob eingetragen, die unehelichen Kinder aus der Beziehung seines Bruders mit der im Dorf verhassten Paula Roth. Paula weiß, dass es ein Testament zugunsten ihrer Kinder gibt, aber im Gegensatz zu Mathias ahnt sie nicht, wo Jakob es aufbewahrt hat. Da Mathias den Gedanken unerträglich findet, unter Paula als Knecht arbeiten zu müssen, vernichtet er das Dokument nach Jakobs Tod. Vor Gericht schwört er, nichts von einem Testament zu wissen. Um sein Gewissen zu beruhigen, macht er Paula einen Heiratsantrag, doch diese weist ihn ab. Es vergehen viele Jahre, bis das Schicksal Paula einen späten Trumpf in die Hand spielt: einen Brief, der Mathias Ferners Schuld beweist. Paula beschließt, mit Ferner abzurechnen.

      Mit "Der Meineidbauer" inszenierte Rudolf Jugert ein bäuerliches Drama nach Motiven des gleichnamigen Bühnenstücks von Ludwig Anzengruber. Das 1871 erstaufgeführte und mehrfach für Film und Fernsehen adaptierte Stück zählte zu den erfolgreichsten Werken des sozialkritischen österreichischen Schriftstellers. Für den Filmhistoriker Werner Sudendorf gehört Jugerts Verfilmung von 1956 zu den "Heimatfilmen, die die Realität aufnahmen. In 'Der Meineidbauer' ... gibt es wirklich böse Menschen. Carl Wery, der sonst die alten Knurrhähne gespielt hat, hat hier wirklich etwas auf dem Kerbholz. Das heißt, der Heimatfilm kann auch eine Folie für Verbrechen sein. Das ist leider im deutschen Film nur allzu selten ausgenutzt worden" (zitiert nach Eckhart Schmidt: "Heimat - Deine Filme"). Im Mittelpunkt des dramatischen Geschehens steht die österreichische Charakterdarstellerin Heidemarie Hatheyer, deren Kinokarriere in den 1930er- und 40er-Jahren mit Berg- und Heimatfilmen wie "Der Berg ruft!" und "Die Geierwally" begann.

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      Samstag, 26.05.12
      23:25 - 01:05 Uhr (100 Min.)
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