• 05.03.2012
      23:40 Uhr
      LeseZeichen Das Literaturmagazin | BR Fernsehen
       

      Themen:

      • Benjamin Lebert: Im Winter dein Herz
      • Ulrich Holbein: Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor
      • Tim Weiner: FBI
      • Buchtipps: Das lesen unsere Zuschauer

      Montag, 05.03.12
      23:40 - 00:10 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Benjamin Lebert: Im Winter dein Herz
      • Ulrich Holbein: Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor
      • Tim Weiner: FBI
      • Buchtipps: Das lesen unsere Zuschauer

       
      • Benjamin Lebert: Im Winter dein Herz

      Wir sind verabredet mit Benjamin Lebert, der bereits als 17-Jähriger einen Bestseller schrieb. Gerade ist sein fünfter Roman erschienen. Ein berührendes Buch über Freundschaft, Geborgenheit und Wieder-gesund-Werden. Die Geschichte von drei jungen Leuten auf einer seltsam-poetischen Reise: "Im Winter dein Herz". Es kommt selten vor, dass ein Autor so offen, wie Benjamin Lebert, darüber spricht, dass er selbst es ist, der in einigen Figuren seiner Romane steckt. Würde er es ableugnen, hätte er sich zusätzliche Geschichten ausdenken müssen. Sich als Schriftsteller dahinter zu verbergen, hätte er aber eher als stressig empfunden. Er sei eben ein Autor, der schon immer sehr mit seinem Werk verwoben gewesen sei.
      Benjamin Lebert erzählt eine berührende Geschichte über die Flucht zweier Männer aus einer psychiatrischen Klinik. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise mit einem Mädchen, das in einer nahen Tankstelle arbeitet. Das Trio verweigert den Winterschlaf, der interessanterweise in diesem Roman allgemein üblich ist. Es möchte wach bleiben und reist nach München, weil Robert etwas Wichtiges tun muss: Er möchte seinen todkranken Vater besuchen.
      "Im Winter dein Herz" ist eine Art poetisches Roadmovie durch ein verschneites Deutschland, vorbei an verrammelten Häusern, in denen die Bewohner im Tiefschlaf liegen. Ein Bild, sagt Lebert, das für verschlossene, verrammelte Seelen steht. Es ist ein Buch über drei Menschen, die Geborgenheit suchen und sie in ihrer Freundschaft finden.

      • Ulrich Holbein: Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor

      Er lebt zurückgezogen im nordhessischen Knüllgebirge und schreibt von dort aus voller Neugier über die ganze Welt und die Weltgeschichte. Er schreibt über andere Einzelgänger, verrückte Philosophen, Eigenbrötler, Sonderlinge ... Holbein, ein sprachvirtuoses Assoziationsgenie, verzeichnet Literatur, Kunst und Philosophie neu, schafft Bezüge, die vor ihm niemand aufgefallen sind, und entwickelt dabei mit feinem eigensinnigen Humor immer eine große Lust, die Dinge neu zu sehen. Die Bücher seiner eigenen Bibliothek ordnet er nach Farben, und in seinem Haus sind die Zimmer nicht nur durch Türen miteinander verbunden, sondern er steigt auch durchs Fenster vom einen in den anderen Raum ...
      Soeben ist der Autor mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2012 ausgezeichnet worden. Und im Buchhandel wird unter dem Titel "Endlich ganz weit oben - Immerwährende Dankrede" bereits seine Stockholmer Dankesrede für die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Ulrich Holbein angekündigt. Ob er ihn dereinst bekommen wird, wird die Zukunft zeigen - seine Fantasie hat ihn schon!

      • Tim Weiner: FBI

      Über den CIA hat er schon geschrieben, und jetzt ist das FBI an der Reihe, das "Federal Bureau of Investigation". Tim Weiner hat die Geschichte dieses mächtigen amerikanischen Nachrichtendienstes recherchiert.
      Fast ein halbes Jahrhundert, 48 Jahre lang, hat ein Mann das FBI geprägt:
      J. Edgar Hoover. Tim Weiner widmet ihm rund die Hälfte seines Buches. Er schildert, wie Hoover J. F. Kennedy überwachen lies, ganze 20 Jahre lang, bevor er zum Präsidenten der USA wurde. Auch Martin Luther King war unter Hoovers Beobachtung - er verdächtigte ihn ein Werkzeug der Kommunisten zu sein.
      Hoover formte das FBI, machte es zur gefürchteten Organistation und war selbst einer der mächtigsten Männer im Staat. Neben dem Kommunismus auf den Hoover Hatz machte, galt sein besonderer Hass den Homosexuellen.
      Nach Hoovers Tod folgten turbulente Zeiten: Nixon und die Watergate-Affäre ... Und in den 90ern Präsident Clintons Sexaffäre mit einer Praktikantin. Während seiner Präsidentschaft hat Clinton das FBI mehr beschäftigt als die Terrorgefahr, sagt Weiner. Und weiterhin war ein Problem die mangelhafte Zusammenarbeit zwischen CIA und FBI. Weiners Recherchen liegen auch neu freigegebene Dokumente zu Grunde. Die Geschichte des FBI: ein Sachbuch als spannender Thriller voller dunkler Abgründe.

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      Montag, 05.03.12
      23:40 - 00:10 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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