• 23.11.2011
      04:30 Uhr
      Münchner Runde Rechter Terror: Wie wehrhaft ist unsere Demokratie? - Moderation: Ursula Heller | BR Fernsehen
       

      Gäste:

      • Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages
      • Heribert Prantl, Mitglied der SZ-Chefredaktion, Ressortleiter Innenpolitik
      • Arnulf Baring, Historiker

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 23.11.11
      04:30 - 05:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Gäste:

      • Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages
      • Heribert Prantl, Mitglied der SZ-Chefredaktion, Ressortleiter Innenpolitik
      • Arnulf Baring, Historiker

       

      Immer wieder schockieren uns neue Erkenntnisse um das Zwickauer Terror-Trio. Rund 450 Ermittler arbeiten an der Aufklärung. Immer deutlicher werden die Hinweise auf ein rechtes Terror-Netzwerk, immer klarer leider auch die Hinweise auf das Versagen der zuständigen Behörden. Wie konnte das passieren? Wie schützen wir uns gegen rechte Gewalt? Und: Wie wehrhaft ist unsere Demokratie?

      Gäste:

      • Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages

      "Der Kampf gegen den Rechtsradikalismus, gegen politischen Extremismus, in welchem Gewand er auch immer daherkommt, ist nicht alleine eine staatliche Aufgabe, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe." Und: "Es gibt, was die Arbeit der Sicherheitsbehörden angeht, eine erhebliche Vertrauenskrise. Wenn die nicht zur Staatskrise werden soll, muss die ganze Wahrheit auf den Tisch." (Deutschlandradio, 21.11.11; SZ, 21.11.11)

      • Heribert Prantl, Mitglied der SZ-Chefredaktion, Ressortleiter Innenpolitik

      "Ausländerfeindliche Verbrechen sind zu oft und zu lange mit bagatellisierenden Vokabeln belegt worden - das waren 'Vorkommnisse', das war 'Randale'. Vielleicht muss man das als trauriges Vorspiel sehen, wenn man fragt, wie es sein konnte, dass brauner Terror unentdeckt blieb - und auch noch weiter unentdeckt geblieben wäre, wenn zwei Täter sich nicht selbst umgebracht hätten." Und: "Die Demokratie kann gewalttätige Neonazis aushalten, ein Einwanderer nicht. Ein Verbot der NPD kann also vorbeugender Opferschutz sein." (SZ, 14.11.11)

      • Arnulf Baring, Historiker

      "Ich finde, das ist ein ungeheuer aufgebrachtes Geschrei. Bei einer Sache, die mir im Kern nicht politisch scheint. Wir haben es mit einem Versagen der Behörden, vor allen der Verfassungsschutz-Behörden zu tun, vielleicht auch der Strafgerichte, aber dass das sozusagen eine nationalsozialistische, ernsthafte Bedrohung sein soll, das ist Quatsch. Es ist vielleicht ein Teil des Konsenses dieser Republik, dass der Staat von Rechts bedroht ist." (Interview Münchner Runde, 18.11.11)

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 23.11.11
      04:30 - 05:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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