• 07.11.2011
      00:30 Uhr
      Belle de Jour - Schöne des Tages Spielfilm Frankreich/Italien 1966 (Belle de jour) - Luis Bunuel | BR Fernsehen
       

      Séverine, die Frau eines erfolgreichen Chirurgen, ist sexuell unerfüllt und gibt sich erotischen Tagträumen hin. Als sie von einem Luxusbordell erfährt, in dem sich bürgerliche Frauen prostituieren, beschließt sie, ebenfalls dort zu arbeiten.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 07.11.11
      00:30 - 02:05 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      VPS 23:45
      Stereo

      Séverine, die Frau eines erfolgreichen Chirurgen, ist sexuell unerfüllt und gibt sich erotischen Tagträumen hin. Als sie von einem Luxusbordell erfährt, in dem sich bürgerliche Frauen prostituieren, beschließt sie, ebenfalls dort zu arbeiten.

       

      Stab und Besetzung

      Séverine Serizy, genannt Belle de Jour Catherine Deneuve
      Pierre Serizy Jean Sorel
      Henri Husson Michel Piccoli
      Marcel Pierre Clémenti
      Madame Anais Genevieve Page
      Hyppolite Francisco Rabal
      Duke Georges Marchal
      Regie Luis Buñuel

      Séverine scheint mit ihrem Mann Pierre, einem erfolgreichen jungen Chirurgen, glücklich zu sein. Ihre erotisch-masochistischen Tagträume verraten jedoch, wie unerfüllt ihre Ehe ist. Eines Tages erfährt sie von einer Freundin, dass sich eine gemeinsame Bekannte in einem Edelbordell heimlich prostituiert. Bald verkauft auch Séverine bei Madame Anais ihren Körper und wird als "Belle de Jour" zur Attraktion des Hauses.

      Der junge Gangster Marcel, der dort eines Tages mit dem alternden Kriminellen Hyppolite auftaucht, verfällt ihr. Ihr Mann ahnt nicht, wo Séverine ihre Nachmittage verbringt. Als das Geheimnis ihrer bürgerlichen Existenz aufgedeckt wird, kündigt Séverine bei Madame Anais. Doch der ihr hörige Marcel folgt ihr und schießt aus Eifersucht ihren Mann nieder. Pierre, durch die Schüsse blind und gelähmt, findet in Séverine eine aufopfernde Pflegerin.

      Catherine Deneuves Darstellung der Titelheldin gehört zu den aufregendsten schauspielerischen Leistungen von Frankreichs Kino-Ikone.

      Luis Buñuels surrealistisches, von Sigmund Freuds psychoanalytischen Studien beeinflusstes Meisterwerk entstand nach dem 1929 veröffentlichten Roman "Belle de Jour" von Joseph Kessel (1898-1979), der erst im Anschluss an den Kinoerfolg 1968 auch in deutscher Übersetzung erschien ("Die Schöne des Tages").

      "Belle de Jour" zählt zu Buñuels Spätwerk, das u. a. sechs Meisterwerke nach Drehbüchern des französischen Autors Jean-Claude Carrière (in Zusammenarbeit mit Buñuel verfasst) vereint - neben "Belle de Jour" auch "Tagebuch einer Kammerzofe" (1964), "Die Milchstraße" (1969), "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" (1972), "Das Gespenst der Freiheit" (1975) und vor allem "Dieses obskure Objekt der Begierde" (1977).

      So ausgezeichnet ihm der Film gelungen ist, der Spötter Buñuel führte den Erfolg ganz nüchtern auf die Thematik zurück: "(der) wahrscheinlich größte kommerzielle Erfolg meines Lebens, was ich aber mehr den Nutten in dem Film zuschreibe als meiner Arbeit" (Buñuel).

      Luis Buñuel wurde 1967 bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem "Goldenen Löwen", der Film selbst mit dem "Preis der italienischen Filmkritik" ausgezeichnet. Im Anschluss folgt der Dokumentarfilm "Das letzte Drehbuch - Erinnerungen an Luis Buñuel".

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 07.11.11
      00:30 - 02:05 Uhr (95 Min.)
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