• 21.02.2011
      13:45 Uhr
      Grenzgänge im Bayerischen Wald BR Fernsehen
       

      Die Nähe zur Grenze hatte als Kind für mich immer etwas Bedrohliches. Um dieser Enge zu entkommen, bin ich viel gereist. Erst in der Ferne habe ich meine Heimat lieben gelernt - so beschreibt Michael Held sein Verhältnis zum Bayerischen Wald

      Montag, 21.02.11
      13:45 - 14:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Die Nähe zur Grenze hatte als Kind für mich immer etwas Bedrohliches. Um dieser Enge zu entkommen, bin ich viel gereist. Erst in der Ferne habe ich meine Heimat lieben gelernt - so beschreibt Michael Held sein Verhältnis zum Bayerischen Wald

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Lisa Eder
      Redaktion Bettina Hausler

      Er hat ihn in mehr als dreißig Berufsjahren geprägt . Entlang der bayerisch-tschechischen Grenze, zwischen Nationalpark und Österreich, liegt das Gebiet, für das er verantwortlich ist. Michael Held leitet den Betrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten am Fuße des Dreisessel.

      Rund um den sagenumwobenen Berg liegen, als hätte es Granit gehagelt, Felsbrocken im Wald, von Moos und Flechten bedeckt. An den Steilhängen wächst noch Urwald, in den seit Generationen nicht mehr eingegriffen wurde.

      Es ist das herbe Naturell dieses archaischen Gebirges und seiner Bewohner, zu dem sich Michael Held hingezogen fühlt. Die unermesslichen Wälder, die spektakulären Felsformationen und das raue Klima geben der Grenzregion ihren Charakter.

      Von den Gipfeln aus blickt man über ein blaugrün schimmerndes Waldmeer, in das Bergseen, Hochmoore und ehemalige Waldweiden, die Schachten, eingebettet sind. Alte Handelswege wie die Goldenen Steige verliefen hier zwischen Bayern und Böhmen. Der Wald ist Mythos, der Inbegriff von Natur und Lebensgrundlage für viele Menschen. Wie kann man ihn für künftige Generationen erhalten und aus der Waldbewirtschaftung gleichzeitig Gewinn erzielen? Mit dieser Frage setzt sich Michael Held täglich auseinander. Die Autorin Lisa Eder begleitet ihn bei seiner Arbeit und bei der Begegnung mit Menschen, die nahe am Grünen Dach Europas leben. Der Film geht auch der Frage nach, was Wald für diese Grenzbewohner bedeutet. Portraitiert werden ein Holzkünstler und die Ordensbrüder des österreichischen Stifts Schlägl, deren Waldbesitz direkt an Bayern und Tschechien angrenzt. Diese Menschen leben in drei Ländern und haben doch eines gemeinsam: die Liebe zum Wald.

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      Montag, 21.02.11
      13:45 - 14:30 Uhr (45 Min.)
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