• 10.04.2010
      23:30 Uhr
      Deep Blue Dokumentation Großbritannien 2003 | BR Fernsehen
       

      "Deep Blue"ist ein brillant fotografierter, bewusst spärlich und doch informativ kommentierter und mit grandioser Orchestermusik unterlegter Dokumentarfilm über bekannte und unbekannte Meeresbewohner und ihren Kampf ums Überleben.

      Samstag, 10.04.10
      23:30 - 00:55 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo

      "Deep Blue"ist ein brillant fotografierter, bewusst spärlich und doch informativ kommentierter und mit grandioser Orchestermusik unterlegter Dokumentarfilm über bekannte und unbekannte Meeresbewohner und ihren Kampf ums Überleben.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Alastair Fothergill
      Andy Byatt
      Redaktion Sonja Scheider

      Einzigartige Einblicke in die Welt unserer Ozeane präsentiert "Deep Blue", ein visuell und akustisch beeindruckendes Leinwanderlebnis, das während jahrelanger Dreharbeiten rund um den Globus entstanden ist. Als eines der außergewöhnlichsten und aufwendigsten Projekte, die je im Bereich des Dokumentarfilms realisiert wurden, zieht "Deep Blue" den Zuschauer magisch hinein in das faszinierende Leben unter dem Meeresspiegel. Die Reise führt von flachen Korallenriffen über die unwirtlichen Küsten der Antarktis in die Weiten der offenen Meere bis hin zu den tiefsten Tiefen der Ozeane in die ewige Dunkelheit - eine atemberaubende Reise mit Bildern von abstrakter Schönheit und emotionaler Tiefe.
      Die vom fünfmaligen Oscar-Nominierten George Fenton ("Gandhi", "König der Fischer") komponierte Filmmusik für ein großes Orchester intensiviert das visuelle Erlebnis von "Deep Blue". Aufgenommen wurde die Musik mit den Berliner Philharmonikern, die zum ersten Mal eine Komposition für einen Kinofilm einspielten.
      Die Ozeane sind das letzte unerforschte Gebiet auf unserem Planeten und "Deep Blue" (basierend auf der BBC-Fernsehserie "Unser blauer Planet") ist die erste umfassende filmische Expedition in diese fremde Welt.

      Für das Langzeitprojekt filmten 20 spezialisierte Kamerateams an über 200 Drehorten auf der ganzen Welt. Gepanzerte Mini-U-Boote machten es möglich, bis zu 5.000 Meter tief zu tauchen, um dort zu filmen: Mehr als 7.000 Stunden Filmmaterial kamen im Laufe von fünf Jahren zusammen. Regisseur Alastair Fothergill: "60 Prozent unserer Ozeane sind mehr als eine Seemeile tief, aber weniger als zehn U-Boote sind in der Lage, tiefer als 1.000 Meter zu tauchen. Es sind mehr Menschen in den Weltraum geflogen als in die Tiefen unserer Ozeane getaucht. In den vielen Jahren unserer Dreharbeiten entdeckten wir bei fast jedem Tauchgang unbekannte Lebewesen ... Wir haben tatsächlich zwei völlig unbekannte Spezies entdeckt. Und ich meine keine winzig kleinen Lebewesen, sondern eine riesige Quallenart und einen unbekannten Octopus. Das war sehr aufregend! Die außergewöhnliche Sequenz, in der eine Gruppe von Killerwalen hinabtaucht, eine Grauwalmutter und ihr Kalb jagt und das Junge schließlich tötet, ist innerhalb von 14 Jahren Forschung nur ein einziges Mal bekannt geworden - und wurde niemals zuvor filmisch festgehalten. Es gibt eine weitere bemerkenswerte Sequenz, in der eine große Gruppe von Delfinen einen riesigen Sardinenschwarm jagt. Niemandem war vorher klar, dass Delfine im Rudel jagen und diese großen Netze von Blasen bilden. Sie lassen in einer koordinierten Zusammenarbeit Blasen aufsteigen, das treibt die Sardinen eng zusammen, und die Delfine können sie so leichter fressen. Solche Erlebnisse waren einzigartig."
      Den Originalton, vor allem in der Tiefe, zu erhalten (oder zu simulieren), stellte die Filmemacher vor große Probleme: "Geräusche unter Wasser aufzunehmen, ist sehr schwierig. Wir benutzten spezielle Hydrofone, Mikrofone in Unterwassergehäusen." (A. Fothergill).

      "Immer wieder dokumentiert der Film die Unbarmherzigkeit in der Nahrungskette. Wird zum Thriller, wenn nachts am Korallenriff unheimliche Hai-Rudel panische Fische durch das Labyrinth jagen, und zum Horrorfilm, wenn Killerwale mit ihrem putzigen 'Free Willy'-Image aufräumen. Die Orcas mit ihren sadistisch anmutenden Raubzügen unter Seelöwen, mit ihrer gnadenlosen Treibjagd auf ein Grauwalkalb, sind die bad guys des Films, liefern Bilder, die man so noch nicht gesehen hat. Für heitere Zäsuren sorgt dagegen eine Armee von Soldatenkrabben, die zu südamerikanischen Rhythmen aufmarschiert oder Pinguine, die wie antarktische 'Thunderbirds' aus dem Eiswasser auf das Festland gespuckt werden. Bizarr und unwirklich stellt sich schließlich das Leben in der Tiefsee vor, taucht man spektakulär in den Abgrund des Mariannengrabens, bevor am Ende das Licht und, nach einer Attacke auf einen weiteren Sardinenschwarm, auch die Ruhe inmitten des Ozeans zurückkehrt" (Blickpunkt:Film).

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      Samstag, 10.04.10
      23:30 - 00:55 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo

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