• 10.04.2010
      22:00 Uhr
      Jagdzeit - Den Walfängern auf der Spur Dokumentation Deutschland 2008 | BR Fernsehen
       

      Wie jedes Jahr bricht die japanische Fangflotte ins Schutzgebiet im Südpolarmeer auf, um hunderte Wale für "Forschungszwecke" zu töten. Verfolgt wird sie vom Greenpeace-Schiff "Esperanza". 37 Aktivisten wollen sich mit ihren Booten zwischen Wale und Harpunen wagen.

      Samstag, 10.04.10
      22:00 - 23:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Wie jedes Jahr bricht die japanische Fangflotte ins Schutzgebiet im Südpolarmeer auf, um hunderte Wale für "Forschungszwecke" zu töten. Verfolgt wird sie vom Greenpeace-Schiff "Esperanza". 37 Aktivisten wollen sich mit ihren Booten zwischen Wale und Harpunen wagen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Angela Graas
      Redaktion Sonja Scheider

      An Bord des Greenpeace-Schiffes Esperanza machen sich 37 "Idealisten" auf eine lange und gefährliche Reise ans südliche Ende der Welt. Sie wollen die japanische Walfangflotte in der Antarktis aufspüren. Japan plant, über 1000 der friedlichen Meeressäuger im Walschutzgebiet im Südpolarmeer zu töten - unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Die Mannschaft der Esperanza will das verhindern. Mit Schlauchbooten wollen sich die Aktivisten als Schutzschild zwischen Wal und Harpune stellen. Heath, der Sunnyboy aus Florida, der sonst auf einer Luxusjacht arbeitet; Mir, der charmant-chaotische Funker aus Panama; Irene, die schwedische Web-Editorin, die beschlossen hat, nur noch Sinnvolles zu tun; Sakyo aus Japan, der zu Hause als Landes-Verräter angefeindet wird - und ein mürrischer Kapitän, der mit besonderem Humor die riesige Verantwortung trägt, die auf ihm lastet. Frank muss die Esperanza nicht nur sicher über das stürmische Südpolarmeer bringen. Es liegt an ihm, die Walfangflotte im endlosen Südpolarmeer zu finden. Japan setzt alles daran, um einer Konfrontation mit der Esperanza auszuweichen. Im Wettlauf mit der Zeit kämpft die Mannschaft mit den Herausforderungen des Eismeeres, Heimweh und Versagensängsten. Und eine Frage wird im unerwarteten Verlauf der Ereignisse immer bohrender: Lohnt es sich, für seine Ideale zu kämpfen?

      Für Angela Graas ist das Filmemachen eine Leidenschaft, und das sieht man diesem großen, unter schwierigen Bedingungen gedrehten, Dokumentarfilm an. Sie hat es verstanden, den Ausnahmezustand, die ständige Hochspannung, die Zweifel am eigenen Tun und die Wut über das sinnlose Abschlachten auf den Zuschauer zu übertragen.

      Auf dem "Internationalen Natur- und Tierfilmfestival 'NaturVision' 2009" in Neuschönau/ Bayerischer Wald wurde "Jagdzeit - Den Walfängern auf der Spur" mit dem "Sonderpreis der Jury" ausgezeichnet. Schon seit einigen Jahren gibt es dieses gefahrvolle Unternehmen von Greenpeace, aber Angela Graas (Buch und Regie) und ihr Team (Kamera: Alberto Venzago und Marc Haenecke) waren die erste Film-Crew, die dieses Abenteuer hautnah vom ersten Moment filmisch begleitete, miterlebte und -erlitt.
      Begründung der Jury zum Sonderpreis des Festivals "NaturVision" 2009: "Die Jury des Festivals hat viele hochwertige Filme gesehen, in denen die Beobachtung der Natur und der Tierwelt im Mittelpunkt stehen: opulente Bilder, faszinierende Landschaften, Natur wie im Bilderbuch ... In dem Film, den wir heute mit dem Sonderpreis der Jury ehren wollen, geht es natürlich auch um die Natur, aber vor allem um die Menschen, die sich für sie stark machen, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Der preisgekrönte Dokumentarfilm ist eine Langzeitbeobachtung eines Greenpeace-Teams im Kampf gegen den illegalen Walfang eines japanischen Schiffs. Der Film gewährt einen einzigartigen, packenden, emotionalen Einblick ohne Larmoyanz in eine Welt, in der sich zwei Fronten gegenüberstehen, auf hoher See. Mit der Verleihung dieses besonderen Preises wollte die Jury Farbe bekennen und Flagge zeigen für den Tier- und Naturschutz."
      Die Autorin, Regisseurin und Kamerafrau Angela Graas arbeitet als Autorin und Regisseurin für verschiedene Rundfunkanstalten der ARD. Ihr erster Dokumentarfilm "Die Bernhardiner - Von Mönchen und Hunden", entstanden 2000, porträtierte die Augustiner-Chorherren auf dem Schweizer Alpenpass "Großer Sankt Bernhard". In der Folge entstanden u. a. "Unschuldig in der Zelle" (2002/2003), "Luchswege" (2004, NaturVision, "Filmpreis Bayern"), "Pfarrer auf der Wiesn - Seelsorge zwischen Achterbahn und Zirkuszelt" (2005, Deutscher Kamerapreis/ Dokumentarfilm für Kamera und Schnitt), die Tierdokumentation "Der Streuner" (2005, NaturVision Sonderpreis der Jury), "Von wegen ewiger Ruhe - Geschichten auf dem Münchner Ostfriedhof" (2006, Katholischer Medienpreis 2007).

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      Samstag, 10.04.10
      22:00 - 23:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

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