• 20.02.2010
      22:25 Uhr
      Mulholland Drive - Ein Hollywood Mythos Dokumentarfilm - Hollywood-Mythen | BR Fernsehen
       

      Eckhart Schmidt zeichnet in seinem Film den Mythos und die Geschichte des Mulholland Drive nach - mit Regisseuren, Schauspielern, Autoren und Persönlichkeiten, für die der Mulholland Drive Teil ihrer eigenen Geschichte wurde.

      Samstag, 20.02.10
      22:25 - 23:25 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Eckhart Schmidt zeichnet in seinem Film den Mythos und die Geschichte des Mulholland Drive nach - mit Regisseuren, Schauspielern, Autoren und Persönlichkeiten, für die der Mulholland Drive Teil ihrer eigenen Geschichte wurde.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Eckhart Schmidt
      Redaktion Hubert von Spreti

      Der Mulholland Drive ist Kult, nicht erst seit David Lynch "Mulholland Drive" und Paul Haggis "L.A Crash" dort gedreht haben. Es ist neben dem Sunset Boulevard die zweite legendäre Straße von Los Angeles und Hollywood. Es ist die Straße, in der Stars wie Jack Nicholson und Marlon Brando lebten und leben, und es ist die Straße der Milliardäre, die auf diesem einsamen Höhenzug ihre gigantischen Villen gebaut haben und dort ein fast unerkanntes Leben führen. Es ist eine Straße, deren nächtlicher Blick für immer das Bild von Los Angeles geprägt hat - es ist der Blick auf die wie Diamanten auf schwarzem Samt strahlenden Lichter von Hollywood und des San Fernando Tals. Die Straße ist Kult, nicht nur im Film, sondern auch in der Musik: Michael Stipe von REM nimmt in seinem "Electrolite"-Song den Mulholland Drive als Schauplatz, von dem aus er sich vom 20. Jahrhundert verabschiedet. Bob Seger erzählt in "Hollywood Nights" auf dem Mulholland Drive eine traurige Love-Story. "The Doors" besingen ihn in "LA Woman". Das Gesangs-Duo Jan und Dean beschreibt in "Dead Man's Curve" die mörderischen Kurven der 55 Meilen langen Straße. Und David Hockney zeigte sich vom Mulholland Drive inspiriert zu einem seiner berühmtesten, sieben Meter langen Gemälde: "Mulholland Drive - Mein Weg zum Studio".
      Der Mulholland Drive wurde 1924 gebaut. Der Namensgeber William Mulholland ist der Erbauer des großen Aquädukts, das das Wasser nach LA gebracht hat: Erst dadurch konnte sich LA zu einer der größten Städte der Welt entwickeln. Ein paar Jahre später wurde der verehrte Mulholland ein gehasster Mann, nachdem ein von ihm gebauter Damm brach und 400 Menschen das Leben kostete. Der von John Huston verkörperte Hollis Mulray in dem Jack-Nicholson-Film "Chinatown" (BFS 20.15 Uhr) hat ihn zum Vorbild.
      Der Mulholland Drive ist eine Straße der Macht und des Glamours, aber auch eine Straße des Verbrechens - denn immer wieder entdeckt man in seinen kaum zugänglichen Abgründen die Leichen ermordeter Mädchen - thematisiert u. a. in Lee Tamahoris Polizeithriller "Nach eigenen Regeln" (Originaltitel "Mulholland Falls", BFS 23.25 Uhr). Es ist eine Straße, in der lange Zeit tödliche Rennen gefahren wurden, an denen auch Stars wie James Dean teilnahmen. Es ist eine Straße des Mythos, die sich 55 Meilen lang auf dem Höhenzug von Hollywood bis zum Pazifik windet - auch durch Gebiete, die noch völlig unberührt sind.
      Eckhart Schmidt zeichnet in seinem Film den Mythos und die Geschichte, die Schönheit und den Glamour, den Abgrund und den Albtraum des Mulholland Drive nach - mit Regisseuren wie Paul Haggis (LA Crash), Schauspielern wie Laura Elena Harring (Mulholland Drive), Autoren wie David Thomson (Beneath Mulholland) und Persönlichkeiten, für die der Mulholland Drive Teil ihrer eigenen Geschichte wurde. Vor allem aber entstand hier ein Film, der den Mythos Mulholland Drive in aufregenden Bildern erfahrbar macht.

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      Samstag, 20.02.10
      22:25 - 23:25 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

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