• 18.02.2010
      23:00 Uhr
      puzzle Viele Kulturen - ein Land - Moderation: Özlem Sarikaya | BR Fernsehen
       

      Themen:

      • Eleni Torossi: In "Warum Tante Iphigenia mir einen Koch schenkte"
      • Oliver Polak: "Ich darf das, ich bin Jude"
      • Improvisation: Impro à la turka
      • Neujahrsfest: Jahr des Tigers
      • Kulinarisch Libanesisch in München

      Donnerstag, 18.02.10
      23:00 - 23:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Eleni Torossi: In "Warum Tante Iphigenia mir einen Koch schenkte"
      • Oliver Polak: "Ich darf das, ich bin Jude"
      • Improvisation: Impro à la turka
      • Neujahrsfest: Jahr des Tigers
      • Kulinarisch Libanesisch in München

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Özlem Sarikaya
      Redaktion Andreas Bönte

      Themen:

      • Eleni Torossi: In "Warum Tante Iphigenia mir einen Koch schenkte"

      Kochen ist Magie. Nicht umsonst leitet sich das griechische Wort für "kochen" von diesem Begriff ab: Wenn Griechen kochen, dann zaubern sie. Das gilt auch für die Protagonistinnen des aktuellen Buches von Eleni Torossi: In "Warum Tante Iphigenia mir einen Koch schenkte" erzählt die in Athen geborene Münchner Journalistin und Autorin von der Single-Frau Eleana und deren über ganz Südeuropa verstreuten Tanten, die nicht nur gerne kochen, sondern "nebenbei" auch noch auf der Suche nach einem Mann für ihre Nichte sind. Mit kreativer Individualität kombinieren sie in ihren Gerichten Kulturen und Rezepte aus dem Mittelmeerraum, aus Bayern und China und verwandeln die Küche in einen Schmelztiegel der Genüsse.
      Wie ihre Protagonistin Eleana stammt auch Eleni Torossi aus einer Familie, deren Geschichte von ständiger Wanderung und Auswanderung geprägt ist - wie die vieler Griechen in Deutschland, die 2010 auf 50 Jahre Einwanderung im Rahmen des Deutsch- Griechischen Anwerbeabkommens zurückblicken. Seit fast 40 Jahren ist Eleni Torossi als Journalistin für den Bayerischen Rundfunk tätig. "puzzle" stellt die begeisterte Europäerin vor und zeigt, warum Kochen eine wunderbare Metapher für das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft im Alltag sein kann.

      • Oliver Polak: "Ich darf das, ich bin Jude"

      Bücher sind eigentlich nicht sein Ding. Dennoch hat der Standup-Comedian Oliver Polak eines geschrieben: "Ich darf das, ich bin Jude". Politisch korrekt ist es nicht, will es auch gar nicht sein - ebenso wenig wie Polaks Bühnenshow "Jud süß-sauer". Höchst absichtsvoll und entwaffnend respektlos bricht der 33-Jährige hier wie dort ein Tabu: Er macht Witze über Juden - und über die Hemmungen nichtjüdischer Deutscher im Umgang mit Geschichte und Gegenwart. Oliver Polak darf das, wie er sagt, denn er ist Jude. Aufgewachsen ist der Wahlberliner in Papenburg im Emsland: als Sohn der einzigen jüdischen Familie, die sich dort nach dem Zweiten Weltkrieg niedergelassen hat. Und es ist seine eigene Geschichte, auf die er zurückgreift: eine Geschichte voller Komik und Melancholie. Zuweilen wird der Comedian als Vertreter einer neuen Generation von Juden in Deutschland gehandelt. Er selbst sieht sich allerdings weder als Sprecher der Juden noch als "Maßstab des Zulässigen". In erster Linie versteht sich Polak als Unterhaltungskünstler. Und als solcher will er die Menschen amüsieren, zum Lachen bringen und berühren. Seine Botschaft klingt einfach: Normalität im Miteinander von Juden und Nichtjuden.
      Im Café gap in München spricht Özlem Sarikaya mit Oliver Polak über sein Selbstverständnis und den schmalen Grat zwischen Humor und Ernst. Außerdem verrät der Comedian, was er mit Alf gemeinsam hat.

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      Donnerstag, 18.02.10
      23:00 - 23:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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