• 28.01.2020
      23:50 Uhr
      BR-KLASSIK: KlickKlack Mit Martin Grubinger unterwegs in Hongkong | BR Fernsehen
       

      Martin Grubinger begrüßt die Zuschauer zur ersten KlickKlack-Sendung im neuen Jahr mit einer Spezial-Ausgabe aus Hongkong. Hier treffen wir auf Musikerinnen wie die Dirigentin Elim Chan, die aus Hongkong stammt, oder die Cantopop-Sängerin Denise Ho, die zur Ikone der Hongkonger Widerstandsbewegung geworden ist.

      Dienstag, 28.01.20
      23:50 - 00:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 23:45
      Stereo HD-TV

      Martin Grubinger begrüßt die Zuschauer zur ersten KlickKlack-Sendung im neuen Jahr mit einer Spezial-Ausgabe aus Hongkong. Hier treffen wir auf Musikerinnen wie die Dirigentin Elim Chan, die aus Hongkong stammt, oder die Cantopop-Sängerin Denise Ho, die zur Ikone der Hongkonger Widerstandsbewegung geworden ist.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Martin Grubinger

      Imposante Wolkenkratzer-Skyline, buntes Lichtermeer, internationale Bevölkerung – Hongkong genießt den Ruf einer fortschrittlichen, dynamischen, weltoffenen Stadt. Doch in jüngster Zeit zieht ein Schatten über die Weltmetropole:

      Seit einem halben Jahr wird Hongkong immer wieder durch Massenproteste der Demokratiebewegung lahmgelegt. Hunderttausende Hongkonger gehen auf die Straße, um für ihre Freiheit zu demonstrieren. Martin Grubinger reist nach Hongkong, um hier zusammen mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra Kalevi Ahos Schlagzeugkonzert aufzuführen. Natürlich lassen uns die jüngsten Entwicklungen in Hongkong nicht kalt: KlickKlack schaut sich in der Stadt um, unterhält sich mit Musikern - und trifft sich mit Demonstranten, um mehr über die Situation in Hongkong zu erfahren.

      • Hintergrund zur Protestbewegung in Hongkong

      Begonnen haben die Proteste in Hongkong ursprünglich aus Ärger über ein geplantes Gesetz für Auslieferungen an China. Danach entwickelte sich der Protest zu einer Demokratiebewegung, die sich gegen die Hongkonger Regierung und den zunehmenden Einfluss Pekings richtet. Im Laufe der monatelangen Proteste kam es immer wieder zu heftigen Ausschreitungen und auch schweren Fällen von Polizeigewalt.

      Nach der 100-jährigen Verwaltung durch Großbritannien wurde Hongkong 1997 offiziell an China zurückgegeben. Seither ist Hongkong eine chinesische Sonderverwaltungszone mit weitgehenden Autonomierechten. Die ehemalige britische Kolonie Hongkong wird nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert; die sieben Millionen Einwohner genießen mehr Bürgerrechte als die Bewohner Festlandchinas, um die sie jetzt zunehmend fürchten.

      • Denise Ho - Ikone der Widerstandsbewegung

      Sie ist ein Superstar in Hongkong: Denise Hos Alben verkauften sich millionenfach und ihr Cantopop, benannt nach dem kantonesischen Dialekt, der in Hongkong gesprochen wird, setzte Trends für ganz Asien. Diese glanzvolle Karriere setzt Denise Ho mutig aufs Spiel, als sie sich 2014 der Regenschirm-Bewegung anschließt – und schließlich bei einer friedlichen Demonstration verhaftet wird. Und das hat Folgen: In China wird ihre Musik auf eine schwarze Liste gesetzt, ihre Lieder verschwinden von sämtlichen Streamingdiensten, ihre Videos werden zensiert. Sie habe gewusst, dass das das Ende ihrer Karriere auf dem chinesischen Festland bedeutete, sagt Denise Ho. "Aber wenn das Volk eine solche Krise durchmacht, dann muss man sich entscheiden."

      Die Musikerin wird quasi gezwungen, andere Wege einzuschlagen, um im Entertainment-Business überleben zu können. „Denn jeder hatte gedacht, dass meine Karriere zu Ende sei,“ erzählt Denise Ho uns. Heute arbeitet sie als unabhängige Künstlerin weiter. Für die Hongkonger Demonstranten ist sie ein Superstar und eine Identifikationsfigur. Im Sommer 2019 sprach Ho vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen und forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Menschen in Hongkong vor Verletzungen ihrer Freiheiten zu schützen.

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      Dienstag, 28.01.20
      23:50 - 00:20 Uhr (30 Min.)
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