• 14.09.2016
      22:00 Uhr
      Arm bleibt arm - Mythos Chancengleichheit DokThema | BR Fernsehen
       

      Die Dokumentation begleitet Kinder, die vor der Herausforderung stehen, nicht abgehängt zu werden, weil die elterliche Unterstützung fehlt oder Vorurteile der Lehrer bestehen. Sie stellt Pädagogen und Ehrenamtliche vor, die mit Engagement gegen diese Ungerechtigkeit kämpfen. Sie zeigt, wie die Politik sozialen Aufstieg durch ein durchlässigeres Bildungssystem und durch individuellere Förderung möglich machen kann und taucht ein in die Lernwelt der Gesamtschule Barmen in Wuppertal, die 2015 von Kanzlerin Merkel als beste Schule Deutschlands ausgezeichnet wurde.

      Mittwoch, 14.09.16
      22:00 - 22:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Dokumentation begleitet Kinder, die vor der Herausforderung stehen, nicht abgehängt zu werden, weil die elterliche Unterstützung fehlt oder Vorurteile der Lehrer bestehen. Sie stellt Pädagogen und Ehrenamtliche vor, die mit Engagement gegen diese Ungerechtigkeit kämpfen. Sie zeigt, wie die Politik sozialen Aufstieg durch ein durchlässigeres Bildungssystem und durch individuellere Förderung möglich machen kann und taucht ein in die Lernwelt der Gesamtschule Barmen in Wuppertal, die 2015 von Kanzlerin Merkel als beste Schule Deutschlands ausgezeichnet wurde.

       

      Der sozialer Aufstieg bleibt für das untere Drittel unserer Gesellschaft meist ein leeres Versprechen. Denn, wer hierzulande in eine Geringverdiener-Familie hineingeboren wird, wird mit 75 prozentiger Wahrscheinlichkeit selbst ein Geringverdiener, so eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Bei der Frage wie viel Prozent der Kinder einen besseren Bildungsabschluss erreichen als ihre Eltern, lag Deutschland 2012 unter den hochentwickelten Ländern an 22. Stelle.

      Diese Bildungsbarriere verfestigt Armut. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch gegen die wirtschaftliche Vernunft. Ökonomen warnen zunehmend: Schafft es eine Gesellschaft nicht, das Bildungsniveau weiter zu steigern, kann auch die wirtschaftliche Produktivität nicht steigen. So mahnen auch sie inzwischen die fehlende Chancengleichheit an und fordern, wovon linke Politiker und Bildungsforscher schon seit Jahren sprechen: mehr Investitionen in Bildung und eine tiefgreifende Reform des deutschen Bildungssystems. Denn jedes Kind, das den sozialen Aufstieg schafft, wird später mehr Steuern und mehr Beiträge in die Sozialkassen zahlen und so den Wohlstand für alle sichern.

      Die frühe Aufteilung nach der 4. Klasse ist gerade für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern ein Nachteil und verhindert Aufstiegschancen. Auch das Fehlen von Ganztagsangeboten geht vor allem auf ihre Kosten. Gerade in Bayern kommt der Ausbau von gebundenen Ganztagsklassen aber nur schleppend voran. Zwar steigt die Zahl der Schulen, die Betreuung am Nachmittag anbieten, aber von einem pädagogisch sinnvollen Ganztagskonzept sind viele noch weit entfernt, wie eine aktuelle Studie belegt. Der Zuzug von schutz- und asylsuchenden Familien mit Schulkindern wird das Problem noch verschärfen.

      Was muss sich tun, damit Schulen die Nachteile von Kindern aus bildungsfernen Schichten ausgleichen anstatt sie zu zementieren?

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      Mittwoch, 14.09.16
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