• 16.12.2014
      22:45 Uhr
      Niemals weit genug - Die Geschichte des Tomi Ungerer Far out isn't far enough - The Tomi Ungerer Story | BR Fernsehen
       

      Ungerer hat mehr als 80 Kinderbücher einfühlsam illustriert und dabei stets Partei für Kinder und deren Rechte ergriffen. Seine zahlreichen Erwachsenenbücher und Bildbände dagegen sind geprägt von Provokationen, einer derben Erotik und abgründigen Phantasien, von schneidendem Sarkasmus und beißendend satirischem Humor. Der Dokumentarfilm zeigt diesen Meister des Zeichenstifts ganz unmittelbar und unverstellt: wild und subversiv, widersprüchlich und komplex - und als einen Menschen, der lebenslang Grenzen ausgelotet hat.

      Dienstag, 16.12.14
      22:45 - 00:20 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo

      Ungerer hat mehr als 80 Kinderbücher einfühlsam illustriert und dabei stets Partei für Kinder und deren Rechte ergriffen. Seine zahlreichen Erwachsenenbücher und Bildbände dagegen sind geprägt von Provokationen, einer derben Erotik und abgründigen Phantasien, von schneidendem Sarkasmus und beißendend satirischem Humor. Der Dokumentarfilm zeigt diesen Meister des Zeichenstifts ganz unmittelbar und unverstellt: wild und subversiv, widersprüchlich und komplex - und als einen Menschen, der lebenslang Grenzen ausgelotet hat.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Brad Bernstein

      Tomi Ungerer wurde berühmt durch einfühlsam-kunstvolle Kinderbuchillustrationen, aber auch beißend satirische Karikaturen und erotische Erwachsenenbildbände. Brad Bernstein porträtiert den Grafiker, Schriftsteller und Illustrator, der 1931 in Straßburg geboren wurde, in der Nachkriegszeit das Elsass verließ, um zunächst in New York und später in Irland eine neue Heimat zu finden. Sein Dokumentarfilm zeigt diesen Meister des Zeichenstifts ganz unmittelbar und unverstellt: wild und subversiv, widersprüchlich und komplex - und als einen Menschen, der lebenslang Grenzen ausgelotet hat. Tomi Ungerer ist ein Künstler des Zeichenstifts, weltweit gefeiert als ungemein kreativer und höchst produktiver Grafiker, Schriftsteller und Illustrator. "Er ersoff in Talent", sagen seine Bewunderer. Tatsächlich hat der Künstler über den Zeitraum der letzten 40 Jahre rund 40.000 Zeichnungen zu Papier gebracht und über 140 Bücher veröffentlicht. Er hat mehr als 80 Kinderbücher einfühlsam illustriert und dabei stets Partei für Kinder und deren Rechte ergriffen. Seine zahlreichen Erwachsenenbücher und Bildbände dagegen sind geprägt von Provokationen, einem derben, durchaus pornografischen Erotizismus und abgründigen Fantasien, von schneidendem Sarkasmus und beißend satirischem Humor.

      Brad Bernstein porträtiert den Grafiker, Schriftsteller und Illustrator, der stets Subversion und Provokation mit Einfühlungsvermögen und Engagement vereinte. "Niemals weit genug - Die Geschichte des Tomi Ungerer" ist die Retrospektive eines großen Künstlers und zeigt Ungerer unverstellt und unmittelbar: als einen Mensch voller Widersprüche, der lebenslang Grenzen ausgelotet hat. Neben dem Künstler selbst kommen in dem Dokumentarfilm Freunde und Bekannte, Kritiker, Kuratoren sowie Kinderbuchautoren und Illustratoren zu Wort, deren Werk von Ungerer beeinflusst ist. Die Interviews werden ergänzt von Archivfilmmaterial, privaten Fotografien sowie Originalzeichnungen, Skizzen und Grafiken Ungerers, die für den Film teilweise animiert wurden.

      1931 in Straßburg geboren, erlebte der junge Tomi Ungerer den Zweiten Weltkrieg und die deutsche Besatzung des Elsass', verließ in der Nachkriegszeit seine Heimat, um sich nach Wanderjahren in Europa Mitte der 1950er-Jahre in New York niederzulassen. In den USA erlebte er einen kometenhaften Aufstieg als Illustrator von Kinderbüchern. Er entwarf Filmplakate für Meisterregisseure wie Stanley Kubrick und Otto Preminger. Und er wurde mit satirischen und politisch engagierten Karikaturen zur Ikone der Gegenkultur. Mit seinen erotomanischen und provokanten Erwachsenenbüchern eckte der Zeichner jedoch zunehmend an. Im Rückblick sagt er: "Meine Satiren waren härter geworden, das konnten die Amerikaner nicht akzeptieren." Bald wurde Ungerer vom FBI beobachtet und seine Bücher verboten. 1971 verließ er die USA, um zunächst in Kanada, dann in Irland und Straßburg eine neue Heimat zu finden.

      "Niemals weit genug - Die Geschichte des Tomi Ungerer" wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit Publikumspreisen auf dem Internationalen Filmfestival Warschau 2012 und dem Filmfestival Florida 2013, als bester Dokumentarfilm auf dem Internationalen Filmfestival Durban 2013 und dem Filmfestival Nashville 2013 sowie mit dem "John Schlesinger Award" auf dem Internationalen Filmfestival Palm Springs 2013. "Niemals weit genug" ist an diesem Abend als deutsche Erstausstrahlung zu sehen.

      Dokumentation USA 2012

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