• 28.10.2013
      14:00 Uhr
      Traumhäuser Eine Fabrik für die Künste | BR Fernsehen
       

      Nach dem Motto "Gemeinsam geht es besser" gründete eine Gruppe von Kreativen eine Genossenschaft und kaufte eine "Traumfabrik" zum Wohnen und Arbeiten im Münchner Stadtteil Berg am Laim. Der große Stahlbetonkomplex mit Vorder- und Rückgebäude stammt aus den 1960er-Jahren und war früher eine Kleiderfabrik. Wo einst für die Stange genäht wurde, haben sich jetzt 40 Künstlerinnen und Künstler mit ihren ganz individuellen Bedürfnissen eingenistet.

      Montag, 28.10.13
      14:00 - 14:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Nach dem Motto "Gemeinsam geht es besser" gründete eine Gruppe von Kreativen eine Genossenschaft und kaufte eine "Traumfabrik" zum Wohnen und Arbeiten im Münchner Stadtteil Berg am Laim. Der große Stahlbetonkomplex mit Vorder- und Rückgebäude stammt aus den 1960er-Jahren und war früher eine Kleiderfabrik. Wo einst für die Stange genäht wurde, haben sich jetzt 40 Künstlerinnen und Künstler mit ihren ganz individuellen Bedürfnissen eingenistet.

       

      Da das Gelände direkt an ein Wohngebiet angrenzt, machte die Lokalbaukommission eine Ausnahme und genehmigte eine gemischte Nutzung - allerdings mit der strengen Auflage, dass in der Kunstfabrik nur wohnen darf, wer hier auch arbeitet. Zudem wurde die Zahl der genehmigten Wohnungen auf acht begrenzt. Der Münchner Architekt Stefan Holzfurtner, der die Sanierung des Areals übernahm, entwarf daraufhin für das fünfgeschossige Vorderhaus verschiedene maßgeschneiderte Wohneinheiten. Im viergeschossigen Rückgebäude entstanden Atelierräume, Werkstätten, Studios und Büros. Keine Luxus-Lofts, sondern Nüchternheit und höchste Raumökonomie - das war das Grundprinzip für die Baugenossenschaft und damit auch für den Architekten. Der raue Charme des Industriebaus, der die besondere Atmosphäre ausmacht, blieb erhalten. Viele Überbleibsel der gewerblichen Nutzung sind heute Gold wert wie z.B. der Lastenaufzug, hohe Räume, geräumige Kellerabteile. Bildhauerin Sabine Straub schwärmt von ihrem neuen geräumigen Arbeitsplatz. Die "Fabrik für die Künste" ist ein Musterbeispiel für urbanes Bauen. Das Quartier wird durch die Kreativen aufgewertet, die Räume sind bezahlbar und das Gebäude, ein Klassiker der industriellen Moderne, blieb erhalten und entspricht nun den aktuellen Energie-Standards.

      Wer träumt ihn nicht - den Traum vom eigenen Haus? Einmal alles genauso gestalten können, wie man sich das selbst vorstellt. Die "Traumhäuser"-Bauherren haben sich diesen Traum erfüllt. Jede und jeder auf seine ganz persönliche Weise. Herausgekommen sind völlig unterschiedliche Wohnhäuser, die jedoch eines verbindet: die hohe gestalterische Qualität.

      Film von Carina Bauer

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