• 05.12.2018
      22:45 Uhr
      Der Mann, der Udo Jürgens ist Dokumentarfilm Deutschland 2014 | BR Fernsehen
       

      Es war ein Gedanke, der ihn quälte, aber Udo Jürgens versuchte nicht, ihm aus dem Weg zu gehen. Nach über 60 Jahren auf der Bühne sagte er über seine Zukunftspläne: "Wenn du ein Abschiedslied, ein richtig gutes machst, dann muss man den Tod durchhören durch das Lied. Und darüber kann ich jetzt nicht singen in diesem Moment." Nein, loslassen wollte er nicht. Udo Jürgens, der größte deutschsprachige Chansonnier der Gegenwart, wurde am 30. September 2014 achtzig Jahre alt und starb völlig unerwartet am 21. Dezember 2014.

      Mittwoch, 05.12.18
      22:45 - 00:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Es war ein Gedanke, der ihn quälte, aber Udo Jürgens versuchte nicht, ihm aus dem Weg zu gehen. Nach über 60 Jahren auf der Bühne sagte er über seine Zukunftspläne: "Wenn du ein Abschiedslied, ein richtig gutes machst, dann muss man den Tod durchhören durch das Lied. Und darüber kann ich jetzt nicht singen in diesem Moment." Nein, loslassen wollte er nicht. Udo Jürgens, der größte deutschsprachige Chansonnier der Gegenwart, wurde am 30. September 2014 achtzig Jahre alt und starb völlig unerwartet am 21. Dezember 2014.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Hanns-Bruno Kammertöns

      Es war ein Gedanke, der ihn quälte, aber Udo Jürgens versuchte nicht, ihm aus dem Weg zu gehen. Nach über 60 Jahren auf der Bühne sagte er über seine Zukunftspläne: "Wenn du ein Abschiedslied, ein richtig gutes machst, dann muss man den Tod durchhören durch das Lied. Und darüber kann ich jetzt nicht singen in diesem Moment." Nein, loslassen wollte er nicht. Udo Jürgens, der größte deutschsprachige Chansonnier der Gegenwart, wurde am 30. September 2014 achtzig Jahre alt und starb völlig unerwartet am 21. Dezember 2014.

      Wie blickte Udo Jürgens auf ein Leben zurück, das ihn zum reichen Mann gemacht hat, das ihm unvergessliche Momente auf der Konzertbühne geschenkt hat? Was waren die Tiefpunkte, in denen auch einer wie er nicht mehr weiterwusste? Von welchen Ängsten und von welchen Sehnsüchten war er getrieben? Udo Jürgens hat im Laufe seines Lebens so manches Interview gegeben. Er hatte immer etwas zu sagen. An seinem 80. Geburtstag traf er die Autoren Hanns-Bruno Kammertöns und Michael Wech zu intensiven Gesprächen. Dabei gestand Udo Jürgens "Ich kann ohne Applaus leben, aber nicht, wenn ich auf der Bühne stehe." Und auch über den hohen Preis des Erfolges sprach er: "In den Stunden nach einem Konzert öffnet sich die Tür zur Einsamkeit."

      Ohne Scheu erinnerte sich Udo Jürgens in den Gesprächen an die quälenden Zweifel seiner Anfangsjahre. Auch seine Amouren waren Thema: "Treue ist keine Frage des Charakters, sondern der Gelegenheiten." Er sei zweimal verheiratet gewesen: "Ich wollte eine gute Ehe führen, habe es aber nicht geschafft." Was macht ein glückliches Leben aus? Habe ich die Zeit genutzt? Diese Fragen stellte sich Udo Jürgens bis heute. Keiner hat über die Liebe und die Einsamkeit eindringlicher gesungen als er. Was bleibt? Mit seinem Bruder, dem Maler Manfred Bockelmann, hatte er die Frage nächtelang diskutiert. Auch ihn besuchten die Autoren in seinem Atelier. Er stand dem Menschen Udo Jürgens so nahe wie wohl kein anderer sonst: "Mit seiner Musik hat er alle Schwächen ausgeglichen", so sein Bruder.

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