• 12.05.2013
      04:45 Uhr
      Europamagazin Moderation: Hendrike Brenninkmeyer | Das Erste
       

      Themen:

      • Bulgarien: Abhörskandal vor den Wahlen
      • Rumänien: Waisenhauskinder-Schicksale
      • Schweiz: Banken forcieren Weißgeldstrategie
      • Großbritannien: Neues Leben für Ex-Banker
      • Mazedonien: Romaheldin singt für Malmö

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 12.05.13
      04:45 - 05:18 Uhr (33 Min.)
      33 Min.

      Themen:

      • Bulgarien: Abhörskandal vor den Wahlen
      • Rumänien: Waisenhauskinder-Schicksale
      • Schweiz: Banken forcieren Weißgeldstrategie
      • Großbritannien: Neues Leben für Ex-Banker
      • Mazedonien: Romaheldin singt für Malmö

       
      • Bulgarien: Abhörskandal vor den Wahlen

      Am 12. Mai stehen in Bulgarien vorgezogene Neuwahlen an. Der Wahlkampf wird von einem spektakulären Abhörskandal überschattet. Im Mittelpunkt steht der frühere konservative Innenminister und Vertraute des kürzlich zurückgetretenen Premiers Borissow. Er soll in den vergangenen Jahren Lauschangriffe gegen politische Gegner und Journalisten veranlasst haben. Fraglich ist, welchen Einfluß dieses bulgarische Watergate auf den Wahlausgang haben wird. Dieser ist noch völlig offen und so bemühen sich die Parteien auch mit Hilfe von Stimmenkauf eine Mehrheit zu gewinnen. Vor allem in ländlichen Regionen hat das Tradition - für 50 Euro soll eine Wählerstimme bereits zu haben sein.

      • Rumänien: Waisenhauskinder-Schicksale

      Anfang der 90er Jahre gingen erschütternde Berichte über die Zustände in rumänischen Kinderheimen um die Welt. Verwahrloste und ausgehungerte Kinder vegetierten in engen Zellen vor sich hin. Inzwischen hat sich mit Hilfe aus dem Ausland vieles verbessert. Ein besonderer Fall: das Engagement amerikanischer Wissenschaftler von der University of Maryland. Sie konnten ein Betreuungssystem mit Pflegeeltern aufbauen und dabei eine vergleichende Studie erstellen mit den Kindern, die im Heim geblieben waren und den anderen von Familien betreuten. Demnach zeigen Kinder, die ihre ersten Lebensjahre im Heim verbringen, verringerte Hirnaktivitäten im Vergleich zu Kindern aus Pflegefamilien. Die Studie wurde vom rumänischen Staatssekretariat für Kinderschutz unterstützt, die gewonnen Daten sollen auch zur Verbesserung der Kinderpolitik genutzt werden.

      • Schweiz: Banken forcieren Weißgeldstrategie

      Der internationale Druck hat gewirkt. Die Schweizer Banken wollen in Zukunft nur noch steuerlich sauber deklarierte Gelder verwalten. Die bereits 2010 verkündete Weißgeld-Strategie wird immer konsequenter umgesetzt. Die Banken fordern jetzt einen schriftlichen Nachweis von den Anlegern, daß das angelegte Geld im jeweiligen Heimatland ordnungsgemäß versteuert wurde oder jetzt erklärt wird. Von Kunden, die diesen Nachweis nicht erbringen können, wollen sich die Banken trennen. Die deutschen Kunden werden zurzeit kontaktiert, bis Ende des Jahres wollen viele Schweizer Banken das Verfahren abgeschlossen haben.

      • Großbritannien: Neues Leben für Ex-Banker

      In der Londoner City wurde früher das ganz große Geld verdient. Das ist seit der Finanzkrise 2008 so ersteinmal vorbei. Die Konjunktur schwächelt und Bankgeschäfte werden schärfer reguliert. Etwa 100.000 Banker wurden entlassen, fast ein Drittel aller Stellen sind weg. Für die Betroffenen eine große Umstellung, ein Leben ohne Adrenalin, ohne Streß und stundenlange Meetings. Dafür Frust bei der Jobsuche. Jedoch haben manche auch mit Hilfe ihres Geldes - den Absprung ganz geschafft, sie sind jetzt Unternehmer, z.B. als Winzer oder Elite-Schneider. Das Europamagazin hat einige der Aussteiger besucht.

      • Mazedonien: Romaheldin singt für Malmö

      Die mazedonische Sängerin Esma Red epova ist weltweit berühmt als eine der wichtigsten Roma-Musikerinnen. Jetzt soll sie am 18. Mai das kleine Land beim Eurovision Song Contest in Malmö groß rausbringen. In ihrer Heimat ist Esma bekannt nicht nur wegen der 47 bedürftigen Kinder, die sie betreut. Neuerdings sitzt sie auch für die konservative Partei VRMO im Stadtrat der Hauptstadt Skopje. Fragt sich, ob die bald 70jährige in Zukunft noch Zeit findet, ihr musikalisches Werk von 108 Singles und sechs Filmmusiken zu erweitern.

      Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. "Wer bin ich, und wenn ja wie viele?" - dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 12.05.13
      04:45 - 05:18 Uhr (33 Min.)
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