• 30.12.2012
      12:05 Uhr
      Kinder der Tundra Überleben im Eis | Das Erste
       

      Das Meer ist vereist, die Luft ist durchsichtig und klar. Keine Menschenseele weit und breit. Nur der Polarwind zwischen den Eisblöcken, den einsamen Wächtern der Nacht. Um vier Uhr morgens muss Eduard los, zur Seerobbenjagd. Der 50-jährige Inuit ist in der "Schlucht am Walfischrachen" im Tschuktschenland geboren, dem äußersten Nordostsibirien, das zu Russland gehört. Eduard ist ein "Mensch des Wassers" - wie alle Robbenjäger hier. Rentierzüchter dagegen sind "Menschen der Erde". Sie leben tief in der Tundra, in verschneiten Bergen der Tschuktschen-Halbinsel, zwischen dem Eismeer und dem Pazifik.

      Sonntag, 30.12.12
      12:05 - 12:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Das Meer ist vereist, die Luft ist durchsichtig und klar. Keine Menschenseele weit und breit. Nur der Polarwind zwischen den Eisblöcken, den einsamen Wächtern der Nacht. Um vier Uhr morgens muss Eduard los, zur Seerobbenjagd. Der 50-jährige Inuit ist in der "Schlucht am Walfischrachen" im Tschuktschenland geboren, dem äußersten Nordostsibirien, das zu Russland gehört. Eduard ist ein "Mensch des Wassers" - wie alle Robbenjäger hier. Rentierzüchter dagegen sind "Menschen der Erde". Sie leben tief in der Tundra, in verschneiten Bergen der Tschuktschen-Halbinsel, zwischen dem Eismeer und dem Pazifik.

       

      Keine Eisenbahn führt dorthin und keine Straße. Nur die Schlittenhunde kennen den Weg. Am "Berg des alten Hirsches" besucht der Jäger seinen Freund Kawas mit Familie, um mit ihm seine Beute zu teilen. Wo man hinsieht - nichts als Rentiere. Mittendrin das einsame Nomadenzelt. Drinnen beginnen die Vorbereitungen zum Neujahrsfest. Der Tran bringt den Tee zum Kochen, die verrostete Dynamomaschine den Strom zum Funken. Die Kinder in bunten Pelzkleidern üben das Lasso-Werfen. Alles hier wirkt mit der Natur im Einklang. Ein Rentier wird geopfert zu Ehren des Gastes und zur Feier des Tages. Eduard und Kawas, ein Seerobbenjäger und ein Rentiernomade mit ihren Familien, sind Kinder der Tundra. Ihre Region liegt 10.000 km von Deutschland entfernt. Und sie leben heute noch mit ihren eigenen Traditionen wie vor 100 Jahren. Weder die Sowjetmacht noch ihr Sturz vermochten bisher die archaischen Sitten ihres kleinen Tschuktschen-Volks zu zerstören. Dennoch - heute ist dieses kleine Volk mit seinen rund 50.000 Angehörigen zunehmend bedroht. Von Wodka und Armut, durch die Einflüsse der sogenannten Zivilisation, durch russische Zuwanderung. Die Tschuktschen führen einen harten Überlebenskampf. Wie können sie auch in Zukunft ihre eigenen Traditionen bewahren?

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      Sonntag, 30.12.12
      12:05 - 12:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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