• 27.08.2012
      02:15 Uhr
      Girls Spielfilm USA 1957 (Les Girls) - Gene Kelly zum 100. Geburtstag | Das Erste
       

      Nach der Veröffentlichung ihrer Memoiren steht die Tänzerin Sybil Wren wegen Verleumdung ihrer früheren Kollegin Angele Ducros vor Gericht. Als die beiden Kontrahentinnen sich mit ihren Aussagen gegenseitig belasten, wird Barry Nichols, der einstige Chef der beiden Tänzerinnen, vorgeladen. Doch statt eine der beiden als Lügnerin zu entlarven, präsentiert er eine dritte Version der strittigen Geschichte.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 27.08.12
      02:15 - 04:08 Uhr (113 Min.)
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      Nach der Veröffentlichung ihrer Memoiren steht die Tänzerin Sybil Wren wegen Verleumdung ihrer früheren Kollegin Angele Ducros vor Gericht. Als die beiden Kontrahentinnen sich mit ihren Aussagen gegenseitig belasten, wird Barry Nichols, der einstige Chef der beiden Tänzerinnen, vorgeladen. Doch statt eine der beiden als Lügnerin zu entlarven, präsentiert er eine dritte Version der strittigen Geschichte.

       

      Stab und Besetzung

      Barry Nichols Gene Kelly
      Joy Henderson Mitzi Gaynor
      Sybil Wren Kay Kendall
      Angele Ducros Taina Elg
      Pierre Ducros Jacques Bergerac
      Sir Gerald Wren Leslie Philips
      Richter Henry Daniell
      Sir Percy Patrick MacNee
      Outward Stephen Vercoe
      Regie George Cukor
      Kamera Robert Surtees
      Drehbuch John Patrick
      Musik Cole Porter

      Die ehemalige Tänzerin Sybil Wren (Kay Kendall) muss sich wegen eines Verleumdungsvorwurfs vor Gericht verantworten. In ihren Memoiren behauptet sie, dass ihre frühere Kollegin Angele Ducros (Taina Elg) aus Liebe zu Barry Nichols (Gene Kelly), dem Chef ihrer Pariser Revuetruppe, einen Selbstmordversuch verübt habe. Durch diese Behauptung gerät Angeles Ehe in eine Krise.

      Um den Vorwurf zu entkräften, schildert Angele unter Eid ihre Version der fraglichen Ereignisse. Demzufolge habe nicht sie, sondern Sybil eine stürmische Affäre mit Barry gehabt. Mit der Zeit hätten die beiden sich jedoch zerstritten, was Sybil in den Alkohol getrieben habe. Dadurch sei sie auf der Bühne als Tänzerin untragbar geworden, so dass Barry sie schließlich aus der Truppe entlassen musste. Nach ihrem Rausschmiss habe Sybil einen Selbstmordversuch unternommen. Angel habe ihre Kollegin besinnungslos vorgefunden und sei bei ihrem Rettungsversuch selbst ohnmächtig geworden und erst im Krankenhaus wieder aufgewacht.

      So steht nun Aussage gegen Aussage, und das Gericht bittet Barry Nichols um Klärung. Doch statt eine seiner beiden früheren Kolleginnen des Meineides zu überführen, berichtet Barry eine dritte Version, wonach er ausschließlich in eine weitere Tänzerin der Truppe, Joy Henderson (Mitzi Gaynor), verliebt war. Bei den vermeintlichen Selbstmordversuchen handelte es sich demnach lediglich um einen Unfall durch eine defekte Gasleitung.

      George Cukors üppig ausgestatteter Revue-Film überzeugt durch seine Farbdramaturgie, seine ausgeklügelte Handlung und einen gut aufgelegten Gene Kelly, dem Das Erste am 29. August mit "Der Pirat" einen weiteren Film zum 100. Geburtstag widmet.

      "Wenn Fred Astaire der Cary Grant des Tanzens ist, dann bin ich Marlon Brando." So soll Gene Kelly seinen Tanzstil im Vergleich zu seinem Freund und Kollegen Fred Astaire charakterisiert haben. Mit Astaire verbindet man Eleganz, mit Kelly eher Athletik. Als Schauspieler, Tänzer und Choreografen prägten beide die goldene Ära des Musicals in den 40er und 50er Jahren.

      Kelly, der am 23. August 1912 geboren wurde, war bereits am Broadway ein Star, als Hollywood in Person des legendären Produzenten David O. Selznick bei ihm anklopfte. Er konnte es sich leisten, selbstbewusst Vertragsbedingungen zu diktieren, die eine Rückkehr auf die Bühne ermöglicht hätten.

      Doch der Perfektionist begeisterte sich schnell für die künstlerischen Möglichkeiten der Traumfabrik. Angesichts der Erfolge gaben die MGM-Studios ihrem Multitalent, das auch als Schauspieler in Spielfilmen wie "Die drei Musketiere" das Publikum begeisterte, schon bald freie Hand, um seine Vision des Tanzfilms auf die Leinwand zu bringen. Für "Heut' gehn wir bummeln" mit Frank Sinatra als Filmpartner wurden sogar aufwendige Musikszenen außerhalb des Studios an realen Schauplätzen inszeniert.

      Sein Solo zu "Singin'in the Rain" aus "Du sollst mein Glücksstern sein" machte Gene Kelly unsterblich und das Lied zum Evergreen. Kelly arbeitete mit Co-Regisseuren wie Stanley Donen und Vincente Minnelli zusammen, die legendären Tanz- und Ballettszenen choreografierte er selbst. Schon früh, gerade einmal 40 Jahre alt, erhielt der Allrounder 1952 einen Ehren-Oscar. Als der Musical-Trend in den späten Fünfzigern nachließ, wurde es auch um Kelly ruhiger, der sich auf das Produzieren und Regieführen konzentrierte. Bis zu seinem Tod am 2. Februar 1996 erhielt er unzählige Auszeichnungen für sein Lebenswerk. Heute nennen ihn so unterschiedliche Künstler wie Jackie Chan oder Madonna als ihre wichtige Inspirationsquelle.

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