• 26.08.2010
      10:25 Uhr
      Das schwarz-weiß-rote Himmelbett Spielfilm Deutschland 1962 | Das Erste
       

      Der preisgekrönte Film von Rolf Thiele ist eine anspielungsreiche, auf höchstem Niveau inszenierte Gesellschaftssatire mit Martin Held, Thomas Fritsch, Elisabeth Flickenschildt, Margot Hielscher, Daliah Lavi und Marie Versini.

      Donnerstag, 26.08.10
      10:25 - 12:00 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo

      Der preisgekrönte Film von Rolf Thiele ist eine anspielungsreiche, auf höchstem Niveau inszenierte Gesellschaftssatire mit Martin Held, Thomas Fritsch, Elisabeth Flickenschildt, Margot Hielscher, Daliah Lavi und Marie Versini.

       

      Stab und Besetzung

      Germaine Daliah Lavi
      Friedrich de Wehrt Martin Held
      Jean de Wehrt Thomas Fritsch
      Hortense de Wehrt Margot Hielscher
      Jules Rochberg Karl Schönböck
      Arabelle Weickendorff Elisabeth Flickenschildt
      Gertrud Marie Versini
      Cornelia Monika Dahlberg
      Frau Schmidjes Monika John
      Frau Mertens Elfriede Kuzmany
      Gymnasialdirektor Fritz Tillmann
      Regie Rolf Thiele
      Drehbuch Ilse Lotz-Dupont
      Franz Seitz
      Kamera Heinz Schnackertz
      Friedl Behn-Grund
      Musik Rolf Wilhelm

      Der aufgeweckte Unterprimaner Jean (Thomas Fritsch) ist der leibliche Sohn des wohlhabenden Gerichtspräsidenten Friedrich de Wehrt (Martin Held). Seine Stiefmutter (Margot Hielscher) kümmert sich nur um die Halbbrüder, und so wächst Jean in erster Linie unter der Obhut des aparten Kindermädchens Cornelia (Monika Dahlberg) auf, dessen weibliche Vorzüge ihm schon bald bewusstwerden - und denen sich auch der Vater nicht entziehen kann. Dank seiner guten schulischen Leistungen spendiert der alte Herr dem vorbildlichen Abiturienten einen Theaterbesuch, bei dem Jean zielstrebig die umschwärmte Schauspielerin Germaine (Daliah Lavi) kennen- und lieben lernt. Um die kostspielige Affäre mit der Lebedame zu finanzieren, plündert Jean zunächst die häusliche Kohlenkasse - bis seine Tante, die extravagante Baronin Arabelle Weickendorff (Elisabeth Flickenschildt), ihm mit einigen Goldstücken großzügig aushilft. Im Gegenzug soll er ihr, als Medizin gegen ihre stilvoll gepflegte Langeweile, ausführlich von den Details seines "Erwachsenwerdens" berichten. Es dauert nicht lange, bis der unwiderstehliche Liebhaber dem Geheimen Rat Jules Rochberg (Karl Schönböck) in die Quere kommt, der sich als Germaines Gönner betätigt. Als Vater de Wehrt durch seinen guten Freund Rochberg von den unerwünschten Abenteuern seines Sohnes unterrichtet wird, schickt er ihn in eine provinzielle Kleinstadt, wo sich der Gymnasialdirektor (Fritz Tillmann), ein strenger Verfechter der Moral, um den frühreifen Knaben kümmern soll. Mit List und Tücke entzieht Jean sich der rigiden Überwachung des strengen Paukers und trifft sich heimlich mit der schönen Gertrud (Marie Versini), der Tochter eines französischen Parkwächters. Als Jean am Vorabend des Ersten Weltkriegs gegen die Franzosen ins Feld ziehen soll, hat seine "feindliche" Geliebte eine ziemlich eigenwillige Idee, um den jungen Soldaten vor dem Kriegsdienst zu bewahren.

      "Das schwarz-weiß-rote Himmelbett", mit hintersinnigem Humor inszeniert, wurde 1962 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis für das Beste Filmlustspiel ausgezeichnet. Mit einem wahren Feuerwerk witziger Regieeinfälle beschreibt Rolf Thiele ("Das Mädchen Rosemarie") in seiner auf dem gleichnamigen Roman von Hans Rudolf Berndorff basierenden Gesellschaftssatire eine bürgerliche Opposition gegen die militaristisch-lustfeindlichen Ideale des aufstrebenden Kaiserreichs: Bereits der Filmtitel ist eine frivole Anspielung auf die Farben der früheren deutschen Reichsflagge. In einem bis in die Nebenrollen hinein hervorragend besetzten Film brilliert Thomas Fritsch, Sohn des großen Charmeurs Willy Fritsch. Der früher um einige wundervolle Szenen gekürzt ausgestrahlte Film ist in seiner originalen Länge zu sehen.

      Wird geladen...
      Donnerstag, 26.08.10
      10:25 - 12:00 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 11.05.2021