• 13.01.2018
      02:55 Uhr
      Lösegeld Spielfilm Frankreich / Belgien 2009 (Rapt) | Das Erste
       

      Auf dem Weg zu einem Geschäftstermin wird der einflussreiche Industrielle Stanislas Graff von einer Gruppe maskierter Gangster gekidnappt. Für den Unternehmer beginnt ein mehrwöchiger Alptraum, er wird von den Entführern gedemütigt und an der linken Hand verstümmelt. Während Graff sein Martyrium in der Hoffnung auf baldige Freilassung erträgt, führt die Uneinigkeit zwischen seiner Familie und der Konzernspitze zu Verzögerungen der Lösegeldzahlung. Unterdessen zieht die Presse ihn systematisch in den Schmutz.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 13.01.18
      02:55 - 04:58 Uhr (123 Min.)
      123 Min.
      VPS 02:50

      Auf dem Weg zu einem Geschäftstermin wird der einflussreiche Industrielle Stanislas Graff von einer Gruppe maskierter Gangster gekidnappt. Für den Unternehmer beginnt ein mehrwöchiger Alptraum, er wird von den Entführern gedemütigt und an der linken Hand verstümmelt. Während Graff sein Martyrium in der Hoffnung auf baldige Freilassung erträgt, führt die Uneinigkeit zwischen seiner Familie und der Konzernspitze zu Verzögerungen der Lösegeldzahlung. Unterdessen zieht die Presse ihn systematisch in den Schmutz.

       

      Stab und Besetzung

      Stanislas Graff Yvan Attal
      Françoise Graff Anne Consigny
      André Peyrac André Marcon
      Maître Walser Alex Descas
      Le Commissaire Paoli Michel Voita
      Le Marseillais Gerard Meylan
      Bertaux Maxime Lefrançois
      Jean-Jacques Garnier Christophe Kourotchkine
      Véronique Sarah Messens
      Martine Julia Kaye
      Massart Patrick Descamps
      Le Capitaine Verne Bertrand Constant
      Le Commandant Chenut Marc Rioufol
      Françoise Fabian
      Regie Lucas Belvaux
      Musik Riccardo del Fra
      Kamera Pierre Milon
      Buch Lucas Belvaux

      Stanislas Graff zählt zu den reichsten Unternehmern Frankreichs. Trotz seiner jungen Jahre steht der Industrielle bereits an der Spitze eines Großkonzerns mit mehr als 180.000 Mitarbeitern. Er wird bewundert und von der Politik hofiert - bis eine Entführung die Erfolgsgeschichte jäh unterbricht. Seine Kidnapper verlangen für die Freilassung 50 Millionen Euro. Der hohen Forderung verleihen sie Nachdruck mit einem abgeschnittenen Finger ihres Opfers. Die Familie versucht, das Lösegeld aufzutreiben, muss dabei aber überraschend feststellen, dass Graff nicht so reich ist wie angenommen.

      Es mehren sich Spekulationen über den ausschweifenden Lebenswandel des bourgeoisen Genussmenschen, der einen Teil seines Vermögens verzockte. Doch damit nicht genug: Tagtäglich erfährt Graffs leidgeprüfte Ehefrau Françoise aus der Klatschpresse neue Namen von Geliebten ihres Gatten, der seit 15 Jahren eine Penthouse-Wohnung als "Liebesnest" unterhielt.

      Mit dem Imageverlust des Industriekapitäns kippt auch die Stimmung im Aufsichtsrat, sein Stellvertreter André Peyrac bereitet die Machtübernahme vor. Nach mehreren gescheiterten Geldübergaben kommt Graff überraschend frei und steht vor den Trümmern seiner Existenz: Frau, Familie und Konzern hat er verloren. Geblieben sind die Forderungen der Entführer, die ihn weiterhin überwachen.

      Der ungewöhnliche Thriller orientiert sich an einer realen Begebenheit: Baron Edouard-Jean Empain, ein in Frankreich aufgewachsener belgischer Aristokrat mit Hang zum Playboy-Leben und nächtelangen Poker-Partien, wurde 1978 in Paris entführt und verbrachte Monate in der Gewalt seiner Kidnapper. Die dramatischen Ereignisse inspirierten Lucas Belveaux zu einem komplexen Sittenbild, das mit konventionellen Krimis über Entführungen wenig gemein hat. Der Autorenfilmer lenkt die Aufmerksamkeit auf die Wechselwirkung zwischen machpolitischen Ränkespielen und den Mechanismen der Medien. Konsequenterweise endet sein Film nicht wie üblich mit der Freilassung, sondern zeigt, was sonst verschwiegen wird: wie das alltägliche Leben für alle Beteiligten nach einem solchen Trauma weitergeht.

      Yvan Attal, der für Claude Lelouch, Sydney Pollak und Steven Spielberg vor der Kamera stand, zeichnet das eindringliche Porträt eines Bilderbuchkapitalisten, der am Ende ein gebrochener Mann ist.

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      02:55 - 04:58 Uhr (123 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.07.2018