• 05.04.2020
      12:03 Uhr
      Presseclub Vollbremsung für Corona - ist der Preis zu hoch? | Das Erste
       

      Seit drei Wochen sind die Schulen geschlossen, Firmen haben ihre Produktion gedrosselt, Geschäfte und Restaurants sind geschlossen, es gibt Entlassungen und Kurzarbeit. Seit zwei Wochen dürfen wir nur noch eingeschränkt aus dem Haus, alles, um möglichst viele Menschen vor dem Corona-Tod zu bewahren. Doch wie lange können wir das als Wirtschaftsstandort noch verkraften?
      Es diskutieren:

      • Sven Afhüppe (Handelsblatt)
      • Anette Dowideit (WELT)
      • Miriam Meckel (Gründungsverlegerin von ada)
      • Christian Stichler (ARD-Korrespondent in Stockholm)

      Moderation: Jörg Schönenborn

      Sonntag, 05.04.20
      12:03 - 12:45 Uhr (42 Min.)
      42 Min.

      Seit drei Wochen sind die Schulen geschlossen, Firmen haben ihre Produktion gedrosselt, Geschäfte und Restaurants sind geschlossen, es gibt Entlassungen und Kurzarbeit. Seit zwei Wochen dürfen wir nur noch eingeschränkt aus dem Haus, alles, um möglichst viele Menschen vor dem Corona-Tod zu bewahren. Doch wie lange können wir das als Wirtschaftsstandort noch verkraften?
      Es diskutieren:

      • Sven Afhüppe (Handelsblatt)
      • Anette Dowideit (WELT)
      • Miriam Meckel (Gründungsverlegerin von ada)
      • Christian Stichler (ARD-Korrespondent in Stockholm)

      Moderation: Jörg Schönenborn

       

      Seit drei Wochen sind die Schulen geschlossen, seit zwei Wochen dürfen wir nur noch eingeschränkt aus dem Haus. Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen hält diese Maßnahmen im Kampf gegen Corona für richtig. Mindestens bis zum 19. April soll das so bleiben. Doch was passiert danach?

      Ökonomen warnen: Deutschland steht vor einer tiefen Rezession. Firmen haben ihre Produktion gedrosselt, Geschäfte und Restaurants sind geschlossen, es gibt Entlassungen und Kurzarbeit. Jede Woche länger kostet den Staat nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts zwischen 25 und 57 Milliarden Euro. Die Kosten würden alles übersteigen, was bisher aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen bekannt sei.

      Inzwischen werden die Stimmen lauter, den Fuß vorsichtig vom Bremspedal zu nehmen. So macht sich jetzt eine Forschergruppe aus 14 Wirtschaftswissenschaftlern und Ärzten dafür stark, die Verbote unter kontinuierlicher Abwägung der Risiken schrittweise zu lockern. Bereiche mit geringer Ansteckungsgefahr wie hochautomatisierte Fabriken, Schulen und Hochschulen sollten den Anfang machen. Regionen mit niedrigen Infektionsraten und freien Kapazitäten im Gesundheitssystem könnten vorangehen.

      Sind diese Forderungen berechtigt oder kommen sie zu früh? Die Bundeskanzlerin will davon (noch) nichts wissen, um möglichst viele Menschen vor dem Corona-Tod zu bewahren. Aber wie lange können wir das als Gesellschaft und Wirtschaftsstandort verkraften? Welche medizinischen Maßnahmen müssten im Falle einer Lockerung aber unbedingt garantiert sein, um die Bevölkerung zu schützen?

      Einen anderen Weg als Deutschland geht Schweden: Dort sind Kitas und Schulen geöffnet, ebenso Fitnessstudios und Restaurants. Ist das grob fahrlässig oder können wir vielleicht etwas von den Schweden lernen?

      Der Presseclub ist eine aktuelle Diskussionssendung, in der das jeweils wichtigste politische Thema der Woche aufgearbeitet wird. Journalistinnen und Journalisten mit unterschiedlichen Standpunkten analysieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln politische Ereignisse und Entwicklungen. Dabei wird der Hintergrund von Schlagzeilen aufgehellt, und es entsteht im Dialog ein Wettstreit um die Interpretation von politischen Vorgängen. Für das Publikum ergibt sich damit ein Angebot von Meinungen, die sich in der Diskussion überprüfen lassen müssen und auf diese Weise ihre Glaubwürdigkeit und Plausibilität unter Beweis stellen müssen.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 31.05.2020