• 08.09.2019
      19:20 Uhr
      Weltspiegel Auslandskorrespondenten berichten | Das Erste
       

      Themen der Sendung:

      • Indonesien: Eine Koranschule für Transgender
      • USA/Nordkorea: Der Spion, der nicht schweigt
      • Spanien: Strom für E-Scooter – was ist ein „Juicer“?
      • Syrien/Irak: Der Sklavenhandel des IS
      • Bosnien: Kampf um die Wasserkraft
      • Ghana: Nachfahren der Sklaven - Rückkehr nach 400 Jahren

      Moderation: Andreas Cichowicz

      Sonntag, 08.09.19
      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.

      Themen der Sendung:

      • Indonesien: Eine Koranschule für Transgender
      • USA/Nordkorea: Der Spion, der nicht schweigt
      • Spanien: Strom für E-Scooter – was ist ein „Juicer“?
      • Syrien/Irak: Der Sklavenhandel des IS
      • Bosnien: Kampf um die Wasserkraft
      • Ghana: Nachfahren der Sklaven - Rückkehr nach 400 Jahren

      Moderation: Andreas Cichowicz

       
      • Indonesien: Eine Koranschule für Transgender

      Vor mehr als zehn Jahren hat Shinta Ratri Indonesiens erste Koranschule für Transgender gegründet. Shinta Ratri hieß früher Santo, dann entdeckte sie, dass sie sich als Frau fühlt, obwohl sie in einem Männerkörper geboren wurde. Im muslimischen Indonesien haben es Transgender-Menschen schwer. Immer wieder werden sie verfolgt, auch die Koranschule musste nach massiven Drohungen vor drei Jahren vorübergehend schließen. „Viele Indonesier sind noch sehr leicht zu beeinflussen. Und wir als Transgender sind leichte Ziele“, sagt Shinta Ratri. Ihren Glauben und ihre Religion wollen sich Shinta und ihre Mitstreiterinnen nicht nehmen lassen, obwohl sie wissen, dass vor allem konservative Muslim-Verbände sie ablehnen.

      • USA/Nordkorea: Der Spion, der nicht schweigt

      Seit 2001 lebte Kim Dong Chul in der nordkoreanischen Sonderwirtschaftszone Rason nahe der russischen Grenze. Der Geschäftsmann durfte im Auftrag des Regimes in Pjöngjang auch ins Ausland reisen. „Nach Kim Jong Ils Tod gab es viele Gerüchte über mögliche Nachfolger und den künftigen Kurs des Landes“, erinnert er sich im Interview mit dem „Weltspiegel“. Zu dieser Zeit habe ihn ein CIA-Agent in Südkorea angeworben. Bis 2015 hat der heute 67-Jährige militärische Projekte für den US-Geheimdienst ausspioniert. Dann wurde er verhaftet, sechs Monate lang verhört und schließlich zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Vor dem ersten Treffen zwischen US-Präsident Trump und Machthaber Kim Jong Un wurde er mit zwei weiteren inhaftierten US-Bürgern freigelassen. Inzwischen lebt er in den USA.

      • Spanien: Strom für E-Scooter – was ist ein „Juicer“?

      Nicht nur in Madrid gehören die E-Scooter inzwischen zum Stadtbild, die Elektro-Roller werden in vielen großen Städten flächendeckend zum Verleih angeboten. Aber wer sorgt dafür, dass die Batterien immer geladen sind? In Madrid sind es die sogenannten „Juicer“, die jeden Abend in die City fahren, die Roller einsammeln, Batterien laden und frühmorgens wieder aufstellen. Kein einfacher Job, der zudem nur dürftig bezahlt wird.

      • Syrien/Irak: Der Sklavenhandel des IS

      Vor fünf Jahren überrennen Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates den Nordirak. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden werden getötet, vor allem Männer. Viele jesidische Frauen werden vom IS als Sklavinnen verkauft. Lamiya ist eine von ihnen. Im nordsyrischen Rakka „kaufte“ sie ein deutsches IS-Mitglied, Martin Lemke. Er nennt sich Abu Yasir und ist mit drei Frauen verheiratet, darunter einer Deutschen. Sie schickt irgendwann eine Audionachricht an ihre Angehörigen in Deutschland. Ihr Mann habe gesagt, „ich habe jetzt eine Sklavin gekauft. Für 800 Dollar. Sie ist Jesidin. Sie ist 30. Sie hat zwei Kinder.“ Nach mehreren Wochen verkauft Martin Lemke Lamiya weiter. Später bezahlen Angehörige 24.000 Dollar, um sie zu befreien. Menschenhandel, mit dem sich IS-Mitglieder finanzieren. Der „Weltspiegel“ hat die schwer traumatisierte Lamiya getroffen.

      • Bosnien: Kampf um die Wasserkraft

      Dzenan Sasic liebt seine Heimat in Zentralbosnien, vor allen das Flüsschen Doljanka beim Dorf Zlate. Denn in der Doljanka hat Dzenan Sasic Schwimmen gelernt. Aber jetzt fürchtet er um den
      Fluss und die Natur drumherum. Ein Wasserkraftwerk entsteht, und die Umweltschützer in Region haben Sorge, dass mit dem Wasserkraftwerk eine der letzten wilden Flusslandschaften Europas Schaden nehmen wird. Rund 3.000 Wasserkraftwerke werden derzeit auf dem Balkan geplant – gewaltige Staudämme genauso wie kleine Flusskraftwerke. Auf Öko-Strom durch Wasserkraft setzen viele Investoren, auch der ehemalige Basketball-Star Mirza Teletovic. Er finanziert das neue Kraftwerk in der Doljanka: „Wir haben 52 Prozent Arbeitslosigkeit, einhunderttausend junge Leute verlassen jedes Jahr Bosnien“, sagt Teletovic. Er will die Wirtschaft fördern. Stößt aber nicht nur auf Unterstützung. „Wir haben keinen Fluss mehr, keinen Badeort, keinen Ausflugsort mehr“, entgegnet eine Aktivistin der Bürgerinitiative gegen das Miniwasserkraftwerk. Inzwischen ist um die Wasserkraft in Bosnien ein Streit in der Bevölkerung entstanden. Gibt es zu viele Wasserkraftwerke? Wie viel Ökostrom aus den Flüssen ist gesund für die Natur? Darüber streiten die Menschen in Zentralbosnien erbittert.

      • Ghana: Nachfahren der Sklaven – Rückkehr nach 400 Jahren

      Vor 400 Jahren begann der Sklavenhandel zwischen Afrika und Amerika. Ausgangspunkt für viele der verschleppten Menschen war das westafrikanische Ghana. Dort legten viele der Sklavenschiffe ab in Richtung Westen. Im Gedenkjahr hat Ghana nun zur „Heimkehr“ aufgerufen. Und tatsächlich, mehr als 1.000 Menschen sollen in diesem Jahr aus den USA nach Ghana umgezogen sein. „Der amerikanische Traum ist für uns zum Alptraum geworden“, sagt Marcus Taylor, ein Bodybuilding-Profi, der sich entschieden hat, seiner US-Heimat den Rücken zu kehren. Ihm und den anderen ist gemein: Sie suchen ihre Wurzeln, um der Ablehnung in den USA in diesen Tagen zu entfliehen. Aber finden sie auch ihr Glück in Ghana?

      Wird geladen...
      Sonntag, 08.09.19
      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.06.2021