• 10.05.2016
      22:45 Uhr
      #Beckmann Horst Seehofer und der neue Rechtsruck in Deutschland | Das Erste
       

      Seit dem 13. März nun gibt es das, was der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer um jeden Preis verhindern wollte: eine erstarkte Partei rechts von der Union. Mit deutlich zweistelligen Wahlergebnissen in drei Bundesländern wird die AfD aus der deutschen Parteienlandschaft so schnell nicht wegzudenken sein. Was bedeutet der Rechtsruck für die großen Volkparteien, was für das schwierige Verhältnis zwischen Horst Seehofer und Angela Merkel?

      Dienstag, 10.05.16
      22:45 - 23:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Seit dem 13. März nun gibt es das, was der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer um jeden Preis verhindern wollte: eine erstarkte Partei rechts von der Union. Mit deutlich zweistelligen Wahlergebnissen in drei Bundesländern wird die AfD aus der deutschen Parteienlandschaft so schnell nicht wegzudenken sein. Was bedeutet der Rechtsruck für die großen Volkparteien, was für das schwierige Verhältnis zwischen Horst Seehofer und Angela Merkel?

       

      Seit dem 13. März nun gibt es das, was der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer um jeden Preis verhindern wollte: eine erstarkte Partei rechts von der Union. Mit deutlich zweistelligen Wahlergebnissen in drei Bundesländern wird die AfD aus der deutschen Parteienlandschaft so schnell nicht wegzudenken sein. Was bedeutet der Rechtsruck für die großen Volkparteien, was für das schwierige Verhältnis zwischen Horst Seehofer und Angela Merkel?

      Als die Bundeskanzlerin im September vergangenen Jahres die Grenzen für Flüchtlinge aus Ungarn öffnete, warnte Horst Seehofer wenige Tage später: Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird." Es war der Auftakt zu einem Dauerstreit zwischen CDU und CSU über den Umgang nicht nur mit Flüchtlingen, sondern mit einer sich ändernden Welt in Zeiten der Globalisierung. Von Anfang an repräsentierten beide Schwesterparteien auch die tiefe Spaltung in der deutschen Bevölkerung zwischen den "Wir-schaffen-das-Optimisten" und den "Wir-werden-überrannt-Pessimisten".

      Seit vergangenem Herbst hält der bayerische Ministerpräsident eisern an dem fest, was er sein Bauchgefühl nennt: Es ginge nicht gut, wenn man die Bedürfnisse einer wachsenden Zahl konservativer Wähler ignoriert. Immer vehementer fordert er schärfere Asylgesetze, Obergrenzen und Grenzkontrollen. Für die einen ist er ein rhetorischer Brandstifter, der der Kanzlerin in den Rücken fällt, von der Herrschaft des Unrechts" spricht und so die Wähler der AfD zutreibt. Für die anderen ist er der letzte Hoffnungsträger der Union, der unbequeme Wahrheiten ausspricht und den Konservativen eine Heimat bietet.

      Reinhold Beckmann und sein Team begleiteten in der ersten Sendung der neuen Staffel "#Beckmann" den bayerischen Ministerpräsidenten vier Monate lang mit der Kamera. Sie beobachteten ihn bei Begegnungen mit Angela Merkel, Julia Klöckner und Reiner Haseloff, begleiteten ihn bei Kabinettssitzungen und bayerischen Lokalterminen und machten sich ein sehr persönliches Bild von Seehofer in Gesprächen mit seinen Freunden, Familienangehörigen und politischen Weggefährten.

      Es ist das Porträt eines Politikers, der so polarisiert wie kaum ein anderer, der politisch und gesundheitlich schwer angeschlagen war, und immer wieder auf die Beine kam. Der laut wirkt und leise spricht. Der großen Charme besitzt und gänzlich uncharmant sein kann. Und der über sein schwieriges politisches Ringen im nach rechts rückenden Deutschland in aller Offenheit spricht.

      #BECKMANN ist ein neues journalistisches Format, das drängende Fragen unserer Zeit filmisch facettenreich aufbereitet, mit direktem Bezug zur Lebenswirklichkeit der Zuschauerinnen und Zuschauer. Reinhold Beckmann recherchiert mit der Kamera vor Ort.

      #BECKMANN verbindet Reportage-Elemente mit emotionaler, abwechslungsreicher und kompakter Informationsvermittlung. Die einzelnen Sendungen werden immer wieder auch auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse eingehen und mit dokumentarischen Mitteln deren Hintergründe beleuchten.

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