• 27.06.2019
      03:50 Uhr
      ttt - titel thesen temperamente Moderation: Max Moor | Das Erste
       

      Themen u.a.:

      • Moral gegen Kunstfreiheit - Wie die Regierung in Polen christliche Werte instrumentalisiert
      • Eine Spur der Verwüstung - Der Dokumentarfilm "Erde" über Raubbau an unserem Planeten
      • Zweiter arabischer Frühling? - Der Schriftsteller Boualem Sansal über seine algerische Heimat
      • "Geheimnis eines Lebens" - Judi Dench spielt die "Spion-Oma" nach einer wahren Geschichte
      • Musizieren mit Family & Friends - Hamburger Festival um Starpianistin Martha Argerich

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 27.06.19
      03:50 - 04:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 03:40

      Themen u.a.:

      • Moral gegen Kunstfreiheit - Wie die Regierung in Polen christliche Werte instrumentalisiert
      • Eine Spur der Verwüstung - Der Dokumentarfilm "Erde" über Raubbau an unserem Planeten
      • Zweiter arabischer Frühling? - Der Schriftsteller Boualem Sansal über seine algerische Heimat
      • "Geheimnis eines Lebens" - Judi Dench spielt die "Spion-Oma" nach einer wahren Geschichte
      • Musizieren mit Family & Friends - Hamburger Festival um Starpianistin Martha Argerich

       
      • Moral gegen Kunstfreiheit – Wie die Regierung in Polen christliche Werte instrumentalisiert

      Die wichtigste polnische Ikone, die schwarze Madonna von Tschenstochau, mit einem Heiligenschein in Regenbogenfarben, dem Symbol der schwul-lesbischen Bewegung? Kann man als politische Kunst verstehen, ist in Polen aber gleichbedeutend mit der Entweihung eines christlichen Symbols und Verletzung religiöser Gefühle – und wird als Straftat geahndet. Eine Charta für die Rechte von Homosexuellen? Ist in der Hauptstadt Warschau zwar offiziell verabschiedet worden, aber als Reaktion darauf haben sich einige Kommunen des Landes prompt zu sogenannten „LGBT–freien“ Zonen erklärt. Und auf der „Pride“-Parade in Tschenstochau werden Homosexuelle als „Schwuchteln“ beschimpft. Es steht nicht gut um die Rechte von Minderheiten in Polen, die von der nationalkonservativen Regierung als Gefahr für die christlichen Werte und polnische Identität erklärt werden. „ttt“ macht sich auf die Suche nach Diversität in Polen.

      • Eine Spur der Verwüstung – Der Dokumentarfilm „Erde“ über Raubbau an unserem Planeten

      Bergbau, Fracking, Siedlungsbau, Straßen – der Mensch verbraucht nicht einfach Fläche, er zerstört die Erdoberfläche zum Teil unwiederbringlich. Täglich werden rund 160 Millionen Tonnen Gestein bewegt, die Haut unseres Planeten ist aus der Luft wie vernarbt. Der Dokumentarfilm „Erde“ (Filmstart 4.7.2019) schaut in langen, penetrierenden und erschreckenden Einstellungen auf die Zerstörung und spricht mit den Menschen, die diese Arbeiten verrichten. Was denken sie über die Veränderung, über die Prägung der Welt durch den Menschen? Wie fühlen sie sich dabei, wäre es auch anders denkbar? Der Film ist ein beeindruckendes Plädoyer gegen den Raubbau an der Natur durch den Menschen.

      • Zweiter arabischer Frühling? – Der Schriftsteller Boualem Sansal über seine algerische Heimat

      Das Volk demonstriert seit fast vier Monaten jeden Freitag – gegen Korruption, Amtsmißbrauch und Repression. Und für freie, unabhängige Wahlen. Die wurden allerdings gerade in Algerien abgesagt: weil es nicht genügend unabhängige Kandidaten gab, stattdessen zu viele, die noch für das alte Regime unter Abd al-Aziz Bouteflika stehen. Der ist zwar abgetreten, auch auf Druck der Zivilgesellschaft. Doch was nach ihm und seiner Kamarilla kommt, ist mehr als ungewiss. „ttt“ fragt, wie es weitergeht in Algerien – und sucht Antworten mit dem Schriftsteller Boualem Sansal, der das Land zwar im Umbruch sieht, aber vor einem Zerfall der Zivilgesellschaft warnt.

      • „Geheimnis eines Lebens“ – Judi Dench spielt die „Spion-Oma“ nach einer wahren Geschichte

      Es gab sie wirklich, diese Spionin, auf deren Geschichte der Film beruht: Während des Kalten Krieges hatte Melita Norwood Geheimnisse des britischen Atombombenprogramms an die Russen verraten. Ein halbes Jahrhundert dauerte es, bis sie enttarnt wurde – die Bilder der spontanen Pressekonferenz 1999 mit der 87-jährigen im Vorgarten ihres Reihenhauses in einem Londoner Vorort gingen um die Welt. Jetzt spielt Oscar-Gewinnerin Judi Dench die Spionin in dem packenden Film „Geheimnis eines Lebens“ (Filmstart 7. Juli), Regie führte Trevor Nunn.

      • Musizieren mit Family & Friends – Hamburger Festival um Starpianistin Martha Argerich

      Es ist ein ganz besonderes Festival: Für eineinhalb Wochen gestaltet Star-Pianistin Martha Argerich in Hamburg ein eigenes Programm mit ganz unterschiedlichen Besetzungen – als Solistin, im Ensemble und mit Orchester. Musik von Bach bis Bernstein. Dazu lädt Argerich befreundete Solistinnen und Solisten ein, wie Khatia Buniatishvili oder Guy Braunstein. Und auch ihre Musikerfamilie ist mit dabei, u.a. Ex-Ehemann Charles Dutoit, Tochter Lyda Chen und sogar schon ein Enkel. Das „Martha Argerich-Festival“ (20. – 30. Juni), veranstaltet mit den Hamburger Symphonikern und ihrem neuen Chefdirigenten Sylvain Cambreling, wird so zum Familienunternehmen im allerbesten Sinne – und das auf Weltklasse-Niveau. „ttt“ besucht die ersten Proben und das Auftaktkonzert.

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