• 26.05.2019
      12:03 Uhr
      Presseclub Machtkampf in Washington - wie soll Europa mit Trump umgehen? | Das Erste
       

      Trump daheim zunehmend in Bedrängnis und in der Außenpolitik gewohnt lautstark und unberechenbar. Was bedeutet das für die amerikanische Innenpolitik und für den beginnenden Wahlkampf in den USA? Und wie sollten die Europäer darauf reagieren? Denn – trotz aller Kritik - Trumps Chancen, wiedergewählt zu werden, stehen keineswegs schlecht.
      Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres am Sonntag im Presseclub mit:

      • Sabrina Fritz, langjährige Washington-Korrespondentin, SWR
      • Bettina Gaus, taz.die tageszeitung
      • Erik Kirschbaum, Los Angeles Times
      • Christoph von Marschall, Der Tagesspiegel

      Sonntag, 26.05.19
      12:03 - 12:45 Uhr (42 Min.)
      42 Min.

      Trump daheim zunehmend in Bedrängnis und in der Außenpolitik gewohnt lautstark und unberechenbar. Was bedeutet das für die amerikanische Innenpolitik und für den beginnenden Wahlkampf in den USA? Und wie sollten die Europäer darauf reagieren? Denn – trotz aller Kritik - Trumps Chancen, wiedergewählt zu werden, stehen keineswegs schlecht.
      Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres am Sonntag im Presseclub mit:

      • Sabrina Fritz, langjährige Washington-Korrespondentin, SWR
      • Bettina Gaus, taz.die tageszeitung
      • Erik Kirschbaum, Los Angeles Times
      • Christoph von Marschall, Der Tagesspiegel

       
      • Sabrina Fritz (Redakteurin, SWR)

      Sabrina Fritz ist verantwortlich für die aktuelle Wirtschaftsberichterstattung im SWR in Stuttgart. Sie berichtete von 2011 bis 2017 aus den USA als Korrespondentin für die ARD. In dieser Zeit hat sie den Aufstieg von Donald Trump hautnah miterlebt. Frau Fritz studierte Betriebswirtschaft und beschäftigt sich vor allem mit wirtschaftspolitischen Themen und dem Wandel in der Autoindustrie.

      • Bettina Gaus (Politische Korrespondentin, taz. die tageszeitung)

      Nach dem Studium (Politologie) absolvierte Bettina Gaus eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Von 1982 bis 1989 war sie Redakteurin bei der Deutschen Welle. Anschließend arbeitete sie - zunächst frei - für die "taz" als Korrespondentin für Ost- und Zentralafrika. Von 1996 bis 1999 leitete sie das Parlamentsbüro der "taz". Sie veröffentliche eine Reihe von Büchern, darunter "Auf der Suche nach Amerika. Begegnungen mit einem fremden Land" (2008). Zuletzt erschien 2011 bei Eichborn "Der unterschätzte Kontinent. Reise zur Mittelschicht Afrikas".

      • Erik Kirschbaum (Freier Journalist, Los Angeles Times)

      Erik Kirschbaum studierte Deutsch und Geschichte in Wisconsin-Madison und arbeitete anschließend als Korrespondent für verschiedene Zeitungen in den USA und für „AP“ in New York. Für „AP“ wechselte Erik Kirschbaum 1989 nach Frankfurt, wo er dann ab 1990 für „Reuters“ über Wirtschaftsthemen berichtete. 1993 zog er als Korrespondent für Politik und Nachrichten nach Berlin, berichtete aus Wien über Politik und Wirtschaftsthemen, sowie von den Balkan-Kriegen. Wieder in Berlin arbeitete Erik Kirschbaum zunächst als freier Journalist für verschiedene US-amerikanische Zeitungen und Zeitschriften, bevor er 1996 zu „Reuters“ zurückkehrte. Seit 2015 ist Erik Kirschbaum wieder als freier Journalist tätig, unter anderem für die „Los Angeles Times“. Für die „RIAS“ Kommission arbeitet er als Verwaltungsdirektor.

      • Christoph von Marschall (Diplomatischer Korrespondent, Der Tagesspiegel)

      Nach einem Studium der Osteuropäischen Geschichte, Alten Geschichte, Politikwissenschaften und Geografie in Freiburg, Mainz und Krakau sowie der Promotion, absolvierte Christoph von Marschall ein Volontariat bei der "Süddeutschen Zeitung". 1991 ging er zum "Tagesspiegel", wo er zunächst in der Politikredaktion arbeitete, später die Reportageseite 3 verantwortete und von 1995 bis 2005 Leiter der Meinungsseite war. Ab August 2005 war er USA-Korrespondent des „Tagesspiegel“ und wurde 2009 White House Correspondent. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland ist er Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion der Zeitung. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt erschien 2018 "Wir verstehen die Welt nicht mehr. Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden".

      In Washington eskaliert der Machtkampf zwischen Regierung und Opposition.
      Seit sie über die Mehrheit im Kongress verfügen, setzten die Demokraten Präsident Trump systematisch unter Druck mit Untersuchungen und der Vorladung von Zeugen. Zudem haben Gerichte in dieser Woche entschieden, Auskünfte über Trumps Steuererklärungen und Bankkonten freizugeben. Trump wehrt sich mit allen Mitteln: Er verhängt Aussageverbote für ehemalige Mitarbeiter und lässt die gegen ihn gerichteten Untersuchungen von Sonderermittler Mueller nun seinerseits untersuchen. Bei einem Treffen mit führenden Demokraten im Weißen Haus kam es Mitte der Woche zu einem Eklat: Trump drohte bei einem offenkundig inszenierten Auftritt im Rosengarten damit, die Zusammenarbeit mit dem Kongress bis zur nächsten Wahl einzustellen.

      Während in der Innenpolitik nichts mehr geht, bleibt die Außenpolitik erratisch. Trump warnte in dieser Woche per Tweet davor, den Iran auszulöschen und verschärfte den Handelskrieg mit China. Mögliche Zölle gegen europäische Autohersteller sind nur vertagt.
      Vor diesem Hintergrund verlangte Bundesaußenminister Maas auf dem WDR-Europaforum in Berlin, Europa müsse sein Gewicht als Wirtschafts- und Handelsmacht noch stärker in geopolitischen Einfluss ummünzen.

      Trump daheim zunehmend in Bedrängnis und in der Außenpolitik gewohnt lautstark und unberechenbar. Was bedeutet das für die amerikanische Innenpolitik und für den beginnenden Wahlkampf in den USA? Und wie sollten die Europäer darauf reagieren? Denn – trotz aller Kritik - Trumps Chancen, wiedergewählt zu werden, stehen keineswegs schlecht.
      Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres am Sonntag im Presseclub mit:
      Sabrina Fritz, langjährige Washington-Korrespondentin, SWR
      Bettina Gaus, taz.die tageszeitung
      Erik Kirschbaum, Los Angeles Times
      Christoph von Marschall, Der Tagesspiegel

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