• 28.01.2015
      02:15 Uhr
      Menschen bei Maischberger Böse Gerüchte, üble Nachrede: Wie wehrt man sich gegen Rufmord? | Das Erste
       

      Wie lebt es sich, wenn der Ruf ruiniert ist, wenn man unschuldig zum Justizopfer wird, wenn feindlich gesinnte Nachbarn, Mitschüler, Kollegen oder eigene Angehörige Lügenmärchen in die Welt setzt, wenn Journalisten zur Hatz blasen? Kann man sich wehren? Und bleibt am Opfer nicht immer etwas von den Vorwürfen und Unterstellungen hängen? Darüber diskutiert Sandra Maischberger mit folgenden Gästen:

      • Claudia Pechstein, Eisschnellläuferin
      • Mola Adebisi, Fernsehmoderator
      • Ralf Höcker, Medienanwalt
      • Sylvia Pleuger, Mobbingopfer
      • Michaela Horn, Sohn wurde Mobbingopfer
      • Ralf Witte, Justizopfer, saß unschuldig im Gefängnis

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28.01.15
      02:15 - 03:30 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      VPS 03:00
      Geänderte Sendezeit!
      Stereo

      Wie lebt es sich, wenn der Ruf ruiniert ist, wenn man unschuldig zum Justizopfer wird, wenn feindlich gesinnte Nachbarn, Mitschüler, Kollegen oder eigene Angehörige Lügenmärchen in die Welt setzt, wenn Journalisten zur Hatz blasen? Kann man sich wehren? Und bleibt am Opfer nicht immer etwas von den Vorwürfen und Unterstellungen hängen? Darüber diskutiert Sandra Maischberger mit folgenden Gästen:

      • Claudia Pechstein, Eisschnellläuferin
      • Mola Adebisi, Fernsehmoderator
      • Ralf Höcker, Medienanwalt
      • Sylvia Pleuger, Mobbingopfer
      • Michaela Horn, Sohn wurde Mobbingopfer
      • Ralf Witte, Justizopfer, saß unschuldig im Gefängnis

       
      • Claudia Pechstein

      Seit sechs Jahren kämpft die Olympiasiegerin und Weltmeisterin gegen Dopingverdacht, der sie zeitweise Karriere, Reputation und ihr Vermögen kostete. Veränderte Blutwerte waren für die Welt-Anti-Dopingagentur und für Internationale Sportgerichte damals Beweis genug, dass Claudia Pechstein gedopt habe. Sie aber konnte nachweisen, dass sie an einer seltenen, ererbten Blutanomalie leidet. Letzte Woche ließ das Oberlandesgericht ihre millionenschwere Schadenersatzklage gegen den Eislaufweltverband ISU zu, ein in der Sportgeschichte einmaliger Vorgang.

      • Mola Adebisi

      Der langjährige Viva-Moderator war aufgrund seiner Hautfarbe seit der Jugend ein Opfer von Diskriminierung und übler Nachrede.
      "Ich bin tagtäglich mit Rassismus konfrontiert", sagt der Botschafter der Antidiskriminierungsstelle der Bundesregierung. Einen regelrechte Hetzkampagne im Internet erlebte er vor einem Jahr nach der RTL-Sendung
      "Ich bin ein Star". Die Anfeindungen setzten seiner Freundin so zu, dass die Beziehung zerbrach. "Für meine Familie war das grausam", resümiert der 41-Jährige heute.

      • Ralf Höcker

      Seit Jahren vertritt der Rechtsanwalt prominente Mandanten wie Jörg Kachelmann und Heidi Klum, geht gegen rechtswidrige Berichterstattung und üble Nachrede vor. Auch Opfer von Mobbing, sei es am Arbeitsplatz oder im Internet, sollten sich die Angriffe nicht gefallen lassen. Höcker rät mit allen juristischen Mitteln gegen die Täter vorzugehen, denn: "Wer sich nicht wehrt, ist Freiwild!"

      • Sylvia Pleuger

      Von der Hilfskrankenschwester zur Pflegedienstleiterin hatte sich die Mutter zweier Kinder hochgearbeitet. Nach Jahren ungetrübter Zusammenarbeit startete ihr neuer Chef eine Mobbing-Kampagne gegen sie, an dessen Ende Sylvia Pleuger aufgab und kündigte. "Das war falsch", wie sie inzwischen weiß. Heute leitet die Rentnerin eine Mobbing-Selbsthilfegruppe und sagt: "Der größte Fehler ist, sich zurückzuziehen und die Schuld bei sich zu suchen."

      • Michaela Horn

      Als ihr damals 13-jähriger Sohn auf seiner Facebook-Seite obszöne Beschimpfungen und Videos fand, beschloss er, seinem Leben ein Ende zu setzen. Monatelang war Joel zuvor gemobbt worden, in der Schule und auch im Internet. Michaela Horn fühlt sich von Polizei und Rechtsstaat im Stich gelassen, da Ermittlungen gegen die Cyber-Mobber" eingestellt wurden.

      • Ralf Witte

      Fünf Jahre saß der Familienvater unschuldig im Gefängnis. Ein 15-jähriges Mädchen hatte ihn beschuldigte, sie mehrfach vergewaltigt zu haben. 2004 verurteilte das Landgericht Hannover den Straßenbahnfahrer zu einer Haftstrafe von fast 13 Jahren. Erst ein Wiederaufnahmeverfahren bewies, dass das vermeintliche Opfer gelogen hatte. Die Richter sprachen Ralf Witte vom Vorwurf der Vergewaltigung frei. Der niedersächsische Justizminister entschuldigte sich bei dem Vater von drei Kindern.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28.01.15
      02:15 - 03:30 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      VPS 03:00
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