• 15.01.2014
      02:20 Uhr
      Dokumentarfilm im Ersten: Die Todesfahrt der Costa Concordia Anatomie einer Katastrophe | Das Erste
       

      In der Nacht auf den 14. Januar sinkt das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" in der Nähe der italienischen Hafenstadt Livorno. 32 Menschen verlieren ihr Leben. Andere retten sich mit letzter Kraft und schwer verletzt. Der Film rekonstruiert die Schicksalsnacht und fragt nach dem Grund für die Havarie. Wie groß war das Chaos an Bord, wie gehen die Verantwortlichen heute mit dem Versagen um? Und hat die Reederei, hat die Kreuzfahrt-Branche aus der Katastrophe etwas gelernt?

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 15.01.14
      02:20 - 03:20 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Neu im Programm

      In der Nacht auf den 14. Januar sinkt das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" in der Nähe der italienischen Hafenstadt Livorno. 32 Menschen verlieren ihr Leben. Andere retten sich mit letzter Kraft und schwer verletzt. Der Film rekonstruiert die Schicksalsnacht und fragt nach dem Grund für die Havarie. Wie groß war das Chaos an Bord, wie gehen die Verantwortlichen heute mit dem Versagen um? Und hat die Reederei, hat die Kreuzfahrt-Branche aus der Katastrophe etwas gelernt?

       

      Die Horrornacht begann am 13. Januar 2012 gegen 21 Uhr. Die fast 4200 Passagiere und Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" wollen fröhlich den letzten Abend des zweiwöchigen Törns feiern. Vor der Insel Giglio, nahe der italienischen Hafenstadt Livorno, läuft ein Ruck durch den Schiffsrumpf. An Bord denkt offenbar niemand an etwas Ernsthaftes - auch auf der Brücke des 290-Meter-Riesen scheint niemand alarmiert. Im Gegenteil: Der Kapitän gibt Anweisung, aufs offene Meer zu steuern. Unterhalb der Wasserlinie klafft aber ein 70 Meter langer Riss im Schiffsrumpf - der stählerne Riese läuft mit Wasser voll. Der Strom fällt aus. Die Motoren versagen ihren Dienst. Noch immer hallen Durchsagen an die Passagiere durch das Schiff, man habe alles im Griff, es bestehe keine Gefahr. Kurz darauf treibt die "Costa Concordia" steuerlos an die felsige Küste der kleinen Insel zurück, legt sich bedrohlich auf die Seite und sinkt. Wie durch ein Wunder bleibt der Rumpf auf einem flachen Felsen in Ufernähe hängen, nur wenige Meter vor dem Absturz auf den Meeresgrund.

      32 Menschen verlieren in dieser Nacht ihr Leben. Andere retten sich mit letzter Kraft und schwer verletzt, so wie Evelyn S., die mit ihrem Mann Rolf in letzter Minute ins Meer springt, während das Schiff über ihnen ins Meer sinkt. Auch Angelika B. hat Glück, kann sich retten - ihre beste Freundin schafft es allerdings nicht. Noch heute weiß sie nicht, was ihr genau passiert ist. Viele der damaligen Passagiere haben bis heute Schwierigkeiten, ins normale Leben zurückzufinden. Manche haben sich ganz zurückgezogen.

      Dem Filmemacher Roland May ist es gelungen, mit Hilfe von Betroffenen die Schicksalsnacht genau zu rekonstruieren. In dem SWR-Dokumentarfilm fragt er nach dem Grund für die Havarie. Wie groß war das Chaos an Bord, wie gehen die Verantwortlichen heute mit dem Versagen um? Und: Wie sicher sind Kreuzfahrten dann, wenn an Bord etwas schief geht, auf wen kann man sich verlassen? Und der Film stellt die Frage: Hat die Reederei, hat die Kreuzfahrt-Branche aus der Katastrophe etwas gelernt?

      Film von Roland May

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 15.01.14
      02:20 - 03:20 Uhr (60 Min.)
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