• 13.01.2014
      01:30 Uhr
      Fremde Haut Spielfilm Deutschland / Österreich 2005 | Das Erste
       

      Die nach Deutschland geflohene iranische Dolmetscherin Fariba traut sich nicht, den Grenzbeamten den wahren Grund ihrer Verfolgung zu nennen. In ihrer Heimat droht ihr die Todesstrafe, weil ihr lesbisches Verhältnis entdeckt wurde. Da sie nicht als politisch Verfolgte gilt, wird ihr Asyl-Antrag abgewiesen, worauf sie rasch wieder in den Iran abgeschoben werden soll. Als ihr Landsmann Siamak Mustafai im Flüchtlingsheim aus Verzweiflung Selbstmord begeht, schlüpft Fariba kurzerhand in seine Kleidung, trägt seine Brille und malt sich einen Bartschatten.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 13.01.14
      01:30 - 03:08 Uhr (98 Min.)
      98 Min.

      Die nach Deutschland geflohene iranische Dolmetscherin Fariba traut sich nicht, den Grenzbeamten den wahren Grund ihrer Verfolgung zu nennen. In ihrer Heimat droht ihr die Todesstrafe, weil ihr lesbisches Verhältnis entdeckt wurde. Da sie nicht als politisch Verfolgte gilt, wird ihr Asyl-Antrag abgewiesen, worauf sie rasch wieder in den Iran abgeschoben werden soll. Als ihr Landsmann Siamak Mustafai im Flüchtlingsheim aus Verzweiflung Selbstmord begeht, schlüpft Fariba kurzerhand in seine Kleidung, trägt seine Brille und malt sich einen Bartschatten.

       

      Dank Siamaks Identität erhält sie eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung in der schwäbischen Provinz. Mit dem illegalen Job in einer Sauerkrautfabrik will sie das Geld für einen falschen Pass zusammenkratzen. Ihre Maskerade ist ziemlich anstrengend, aber so überzeugend, dass nicht nur die Männer im Asylbewerberheim getäuscht werden.

      Beim Kohlstechen auf dem Feld beginnt ihre impulsive Kollegin Anne sich für den neuen, introvertierten Kollegen Siamak zu interessieren, der so anders ist als die übrigen Machos in der Fabrik. Fariba gerät in eine herzzerreißende Zwickmühle: Nicht nur beim Besuch eines Bordells, zu dem "Siamak" von Annas eifersüchtigem Exfreund genötigt wird, droht ihre Identität aufzufliegen. Aufreibender noch als die Angst Faribas vor der Abschiebung ist die Frage, wann Anne entdeckt, in wen sie sich eigentlich verliebt hat.

      Regisseurin Angelina Maccarone ("Verfolgt", "Vivere") vermeidet Betroffenheitsklischees und Gefühlsduselei und konzentriert sich auf eine genaue Schilderung des provinziellen Alltags, der den authentischen Rahmen für die zarte Liebesgeschichte bildet. Das unorthodoxe Drama über äußeres und inneres Exil besticht durch seinen leisen Humor, mit dem es die politischen und kulturellen Verwerfungen in Faribas Schicksal präzise aufzeigt. Jasmin Tabatabai, selbst Halb-Iranerin, verkörpert den mehrfach gebrochenen Charakter mit sparsamen Gesten und überwältigender Präsenz.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 13.01.14
      01:30 - 03:08 Uhr (98 Min.)
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