• 18.04.2017
      23:45 Uhr
      Konrad Adenauer - Stunden der Entscheidung Dokumentarfilm Deutschland 2012 | Das Erste
       

      Der Film begleitet Konrad Adenauer durch die Zeit des Nationalsozialismus, als Oberbürgermeister der Stadt Köln bis zum Höhepunkt seiner politischen Karriere als europäischer Staatsmann. 13. August 1961: Beunruhigende Nachrichten erreichen den Bundeskanzler Konrad Adenauer in den frühen Morgenstunden: An der Grenze zum sowjetisch besetzten Ostsektor in Berlin wird Stacheldraht ausgerollt. Adenauer weiß, dass er handeln muss. Er steht im Wahlkampf, zum vierten Mal.

      Dienstag, 18.04.17
      23:45 - 01:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Der Film begleitet Konrad Adenauer durch die Zeit des Nationalsozialismus, als Oberbürgermeister der Stadt Köln bis zum Höhepunkt seiner politischen Karriere als europäischer Staatsmann. 13. August 1961: Beunruhigende Nachrichten erreichen den Bundeskanzler Konrad Adenauer in den frühen Morgenstunden: An der Grenze zum sowjetisch besetzten Ostsektor in Berlin wird Stacheldraht ausgerollt. Adenauer weiß, dass er handeln muss. Er steht im Wahlkampf, zum vierten Mal.

       

      August 1961. Beunruhigende Nachrichten erreichen den Bundeskanzler Konrad Adenauer in den frühen Morgenstunden: An der Grenze zum sowjetisch besetzten Ostsektor in Berlin wird Stacheldraht ausgerollt. Adenauer weiß, dass er handeln muss. Er steht im Wahlkampf, zum vierten Mal. Alle erwarten, dass er nach Berlin fährt - doch wäre das die richtige Entscheidung?

      Konrad Adenauer musste in seinem langen politischen Leben viele einsame Entscheidungen fällen, doch diese ist vielleicht die folgenschwerste. Wer war dieser Mann, der das Nachkriegsdeutschland geprägt hat wie kein anderer?

      Das Dokudrama, das der SWR gemeinsam mit Arte und dem WDR realisiert hat, geht dieser Frage nach. Der Film begleitet Konrad Adenauer von einem Höhepunkt seiner politischen Karriere als Oberbürgermeister der Stadt Köln über den Tiefpunkt während der Zeit des Nationalsozialismus. Diesen erlebt Adenauer in einem Alter, in dem ein Rückzug ins Pensionärsleben durchaus normal gewesen wäre. Doch Adenauer ruht nicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagiert er sich in der CDU, steigt vom Parteiführer zum mächtigsten Mann der Bundesrepublik und bedeutenden europäischen Staatsmann auf. Erzählt wird, wie er sich dazu politische und militärische Mitkämpfer sucht - in der Bundesrepublik, aber auch in den USA und Frankreich. Wie er wichtige "Schlachten" im Innern schlägt, Wahlkämpfe erfolgreich führt, die Aufrüstung gegen großen Widerstand durchsetzt und wie er Mehrheiten für seine Ziele schafft.

      "Konrad Adenauer - Stunden der Entscheidung" zeigt den Kanzler nicht nur als politischen Kämpfer, er lässt den Zuschauer auch den privaten Adenauer erleben, den Patriarchen, der die bürgerlichen Ideale des 19. Jahrhunderts verkörpert: Disziplin, Fleiß, Ordnung, Sparsamkeit. Er zeigt den "Rheinländer" Adenauer, schlagfertig, humorvoll, gelassen. Und er zeigt den "Fuchs", der Menschenkenntnis und Erfahrung gewinnbringend für seine Ziele einsetzt. Erst in den 1960er Jahren kommt dieser Politiker "alten Schlages" immer mehr in Konkurrenz zum "American way of life", was ihn zunehmend zur "unzeitgemäßen" Persönlichkeit macht.

      Grimme-Preis-Träger Werner Biermann hat das Drehbuch zu diesem Dokudrama geschrieben. Etwa 60 Prozent des Films sind Spielszenen. Ergänzt durch Archivmaterial, Interviews mit Zeitzeugen und Historikern und Neudrehs an wichtigen Schauplätzen seines Lebens erzählt der Film bewegende und bezeichnende Geschichten, die dem Publikum einen ganz direkten Zugang zur Person Adenauer eröffnen.

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