• 23.08.2012
      20:15 Uhr
      wissen aktuell: Das Tier in Dir 3sat
       

      Wir ahnten es schon: Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung. Aber was Evolutionsforscher mittlerweile aus den dunklen Tiefen unserer Abstammungsgeschichte zu Tage fördern, geht weit über die Erkenntnis von Charles Darwin hinaus. Denn in uns steckt nicht nur jede Menge Affe, unsere Verwandtschaft lässt sich von den Säugetieren über Reptilien, Amphibien und Fischen bis hin zu den Einzellern detailliert verfolgen. Unser Körper ist ein Archiv der Evolution.

      Donnerstag, 23.08.12
      20:15 - 22:00 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      Stereo

      Wir ahnten es schon: Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung. Aber was Evolutionsforscher mittlerweile aus den dunklen Tiefen unserer Abstammungsgeschichte zu Tage fördern, geht weit über die Erkenntnis von Charles Darwin hinaus. Denn in uns steckt nicht nur jede Menge Affe, unsere Verwandtschaft lässt sich von den Säugetieren über Reptilien, Amphibien und Fischen bis hin zu den Einzellern detailliert verfolgen. Unser Körper ist ein Archiv der Evolution.

       

      So verdanken wir etwa unsere Wirbelsäule Ur-Verwandten, die einst als Fische die Meere besiedelten. Arme und Beine stammen aus der Zeit, als unsere amphibischen Ahnen vor Millionen Jahren das Wasser verließen. Ohne das durchsichtige und stabilisierende Protein namens Kollagen, das Organismen erstmals zur Entstehungszeit der Quallen in ihren Körpern einzubauen begannen, könnten wir weder sehen noch gehen. Doch die Evolution hält auch allerlei Patente aus der Urzeit bereit, die dem modernen Menschen eher zu schaffen machen, als sein Leben zu verbessern. Das zeigt das noch junge und ebenso spannende Forschungsgebiet der Evolutionären Medizin.

      3sat zeigt in einem außergewöhnlichen Film-Projekt, wie viel Tier im Menschen zu finden ist. Der Biologe und Wissenschaftsjournalist Axel Wagner, Paläontologe Oliver Sandrock und der Mediziner Aart Gisolf führen durch dreieinhalb Milliarden Jahre Erdgeschichte. Für das Projekt wurden unter anderem MR- und CT-Daten aus Universitätskliniken in Animationen übersetzt, die etwa den bewegten dreidimensionalen Blick in den Bauch einer Schwangeren und auf das Skelett des noch ungeborenen Menschen erlauben. Wo sonst Patienten untersucht werden, wurden Frösche, Haie, Schlammspringer und andere Verwandte gescannt, um ihre faszinierende Anatomie mit dem Menschen vergleichen zu können. Kostbare Fossilien wurden zudem mit der Kamera in 3D-Daten überführt, um sie in Zeitreisen auf anatomisch korrekte Weise wiederaufleben zu lassen.

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      Donnerstag, 23.08.12
      20:15 - 22:00 Uhr (105 Min.)
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