• 12.03.2012
      09:45 Uhr
      nano spezial Fukushima - Ein Jahr nach der Katastrophe - Moderation: Kristina zur Mühlen | 3sat
       

      Themen:

      • Die Kinder des Tsunami
      • Fukushima-Folgen: Die Radioaktivität
      • Kontaminierte Böden
      • Japans Energiewende

      Montag, 12.03.12
      09:45 - 10:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Die Kinder des Tsunami
      • Fukushima-Folgen: Die Radioaktivität
      • Kontaminierte Böden
      • Japans Energiewende

       
      • Die Kinder des Tsunami

      Niemand leidet so unter den Folgen des Erdbebens wie die Kinder. Vom Tsunami überrascht, wurden sie Augenzeugen apokalyptischer Szenen. Ihre Sicht auf die Welt ist zutiefst erschüttert. Zurück bleiben traumatische Erinnerungen.

      • Fukushima-Folgen: Die Radioaktivität

      Wie viel radioaktives Material ist in Fukushima ausgetreten? Stimmen die offiziellen Angaben? Das fragen sich nicht nur die Menschen in Japan. Dem Meteorologen Andreas Stohl ist eine außergewöhnliche Rekonstruktion des Unglücks gelungen. Er und seine Kollegen vom Norwegischen Institut für Luftforschung sind Spezialisten für "globale Transportphänomene" und haben die Menge und Verteilung von Radioaktivität mit Hilfe ihrer Rechenmodelle bestimmt. Seine Analyse: 79 Prozent des Caesiums sind ins Meer gelangt und dort - stark verdünnt - relativ unschädlich. 19 Prozent trafen das japanische Festland. Auf die anderen Kontinente verteilten sich nur zwei Prozent - vor allem auf Amerika, hier jedoch ohne nachweisbare Folgen.

      • Kontaminierte Böden

      Der Tsunami und die Reaktorkatastrophe haben die Region um Fukushima schwer getroffen. Viele Bauern stehen vor dem Aus. Auch wenn einige weiter angebaut haben, konnten sie nur einen Teil ihrer Ware verkaufen. Oder die Genossenschaften haben die Ware aufgekauft, sind aber darauf sitzen geblieben, weil nachträglich entweder Verkaufsverbote erlassen wurden oder aber die Nachfrage zu gering war. Produktions- und Verdienstausfall korrelieren also nicht immer, zumal auch schon Entschädigungen gezahlt wurden. Es ist daher schwer, das Unglück in genaue Zahlen zu fassen.

      • Japans Energiewende

      Bis zur Atomkatastrophe von Fukushima gab es in Japan kaum Zweifel an der Sicherheit der eigenen Kernkraftwerke. Jetzt leben die Menschen mit der atomaren Bedrohung. Doch bedeutet der 11. März 2011 tatsächlich den Beginn einer Energiewende in Japan? Großunternehmen investieren zwar in den Bau von gewaltigen Windturbinen und von Solarkraftwerken. Denn Sonne und Wind hat Japan im Überfluss. Und Stromsparen ist geradezu ein Volkssport geworden. Ein Ausstieg aus der Atomenergie ist aber weithin in der japanischen Politik, trotz Fukushima, umstritten. Denn der weltweit größte Hersteller von Kernkraftwerken "Toshiba Nuclear Power" mit seinem Hauptquartier im Herzen von Tokio, wird auch 2012 neue Kraftwerke in Japan und in der ganzen Welt bauen.

      "nano spezial: Fukushima - Ein Jahr nach der Katastrophe" berichtet, wie Japan ein Jahr nach dem Beben mit den Folgen der Katastrophe umgeht und wie es in Deutschland um die Sicherheit der Energieversorgung steht.

      Am 11. März 2011 löste vor der japanischen Küste ein Erdbeben der Stärke 9 eine bis zu 16 Meter hohe Flutwelle aus. Im Atomkraftwerk Fukushima versagten die Kühlsysteme, es kam zur Kernschmelze. Radioaktivität wurde freigesetzt.

      Seitdem kämpft das Land mit den gewaltigen Schäden und den Folgen der Katastrophe. Die Menschen in der Umgebung des explodierten Kraftwerks sind besorgt. Was ist in Fukushima tatsächlich passiert? Wie viel radioaktives Material ist wirklich ausgetreten? Helfen Dekontaminationsmaßnahmen wie Erdreich abzutragen oder Dächer abzuspritzen?

      Die Japaner sind bemüht zur Normalität zurückzufinden. Aber ein Umdenken hat begonnen, nicht nur im Verhältnis zur Atomenergie, auch in Sachen Erdbebenforschung. In Deutschland lösten die Bilder der explodierenden Atomanlagen eine Wende in der Energiepolitik aus und sorgten für den erneuten Ausstieg aus der Atomenergie. Doch der Umbau unserer Stromversorgung läuft nur schleppend.

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      Montag, 12.03.12
      09:45 - 10:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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