• 08.01.2018
      12:45 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Nationalpark Thingvellir, Island - Das Parlament der Wikinger | 3sat
       

      In Island kann man den Urgewalten bei der Arbeit zuschauen. Flüsse und Seen prägen das Bild der Landschaft, Gestein zerbröselt, Vulkane brechen aus, Wasserfälle springen aus den Bergen. Im Nationalpark "Thingvellir" trifft Islands Geschichte auf Geologie. Dort stoßen die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte aufeinander. Der Film erzählt die Geschichte von Thingvellir, dem Ort der Gründung Islands. Die "Grenze" zwischen beiden Kontinenten ist eine fünf bis sechs Kilometer breite Zone, durchzogen von mehr oder weniger parallelen Klüften. Dort wurde auch der Grundstein für die Republik Island gelegt.

      Montag, 08.01.18
      12:45 - 13:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo HD-TV

      In Island kann man den Urgewalten bei der Arbeit zuschauen. Flüsse und Seen prägen das Bild der Landschaft, Gestein zerbröselt, Vulkane brechen aus, Wasserfälle springen aus den Bergen. Im Nationalpark "Thingvellir" trifft Islands Geschichte auf Geologie. Dort stoßen die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte aufeinander. Der Film erzählt die Geschichte von Thingvellir, dem Ort der Gründung Islands. Die "Grenze" zwischen beiden Kontinenten ist eine fünf bis sechs Kilometer breite Zone, durchzogen von mehr oder weniger parallelen Klüften. Dort wurde auch der Grundstein für die Republik Island gelegt.

       

      In Island kann man den Urgewalten bei der Arbeit zuschauen. Flüsse und Seen prägen das Bild der Landschaft, Gestein zerbröselt, Vulkane brechen aus, Wasserfälle springen aus den Bergen. Im Nationalpark "Thingvellir" trifft Islands Geschichte auf Geologie. Dort stoßen die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte aufeinander.

      Der Film erzählt die Geschichte von Thingvellir, dem Ort der Gründung Islands. Die "Grenze" zwischen beiden Kontinenten ist eine fünf bis sechs Kilometer breite Zone, durchzogen von mehr oder weniger parallelen Klüften. Dort wurde auch der Grundstein für die Republik Island gelegt. Die ersten Siedler kamen aus Norwegen und ließen sich um 870 nieder. Die Bevölkerungszahl wuchs rasch. Bald wurde der Ruf nach einem gemeinsamen Thing, einer Volksversammlung, laut. 930 trat im heutigen Thingvellir das erste gemeinsame Parlament, das Althing, zusammen und markiert damit die Gründung des isländischen Staates. Bis zu 4000 Menschen versammelten sich zu einem Althing. Dort wurden Streitereien geschlichtet und Gesetze beschlossen. Sitz und Stimme hatten die 48 Goden, die Häuptlinge Islands. Der Althing büßte zunehmend an Bedeutung ein, nachdem Island im 13. Jahrhundert seine Unabhängigkeit zuerst an Norwegen, später an Dänemark verlor. 1798 wurde das Parlament aufgelöst. Mit der Unabhängigkeitsbewegung im Europa des 19. Jahrhunderts wurde auch Thingvellir wieder zu einem Symbol. 1843 verkündete der dänische König Christian VIII. per Erlass die Wiedereinführung eines isländischen Parlaments. Dieses trat in Reykjavik zusammen und hatte ausschließlich beratende Funktion. 1848 versammelten sich 19 Abgeordnete in Thingvellir und forderten ein eigenes Parlament mit allen Rechten. Seine volle Unabhängigkeit erreichte Island erst 1944 in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Die Unabhängigkeitsfeier fand in Thingvellir statt.

      Film von Goggo Gensch

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      Montag, 08.01.18
      12:45 - 13:00 Uhr (15 Min.)
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