• 27.02.2021
      22:15 Uhr
      Wahnsinnswerke: Die Dreigroschenoper 3sat
       

      Die Klassiker des Theaters sind hochaktuell: Die Reihe "Wahnsinnswerke" zelebriert ihre Zeitlosigkeit. Eines der Werke ist "Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht. Der Film vergleicht die prägendsten Inszenierungen. Außerdem äußern sich der Musiker Campino, die Schauspielerin Meike Droste und der Intendant des Berliner Ensembles, Oliver Reese, über die zentralen Themen Antikapitalismus, Opportunismus und Frauenbilder.

      Samstag, 27.02.21
      22:15 - 23:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Klassiker des Theaters sind hochaktuell: Die Reihe "Wahnsinnswerke" zelebriert ihre Zeitlosigkeit. Eines der Werke ist "Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht. Der Film vergleicht die prägendsten Inszenierungen. Außerdem äußern sich der Musiker Campino, die Schauspielerin Meike Droste und der Intendant des Berliner Ensembles, Oliver Reese, über die zentralen Themen Antikapitalismus, Opportunismus und Frauenbilder.

       

      "Und der Haifisch, der hat Zähne ..." - "Die Moritat von Mackie Messer" ist der wohl bekannteste Hit aus der "Dreigroschenoper". Die Musik komponierte Kurt Weill, am Text arbeitete die damalige Lebensgefährtin von Brecht, Elisabeth Hauptmann, mit. Für diese Gemeinschafts- und Collagearbeit bediente sich Brecht großzügig bei John Gays "Beggar's Opera", und "Die Dreigroschenoper" stürmte schließlich wider alle Erwartungen die Bühnen der Weimarer Republik.

      Der zugleich schmierige und charmante Gangster Macheath, genannt "Mackie Messer", hat Beziehungen - und die weiß er zu nutzen, ob zu Frauen oder zum Polizeichef Brown. Am Rande der Gesellschaft stehend, scheint all sein Bemühen darauf ausgerichtet, dazuzugehören, zu den Angesehenen und Respektierten, dem Bürgertum. Doch er verstrickt sich immer weiter in seine kriminellen Machenschaften, und am Ende kann ihn nur ein Wunder retten, wie es allein das Theater kennt.

      Manche Dramen sind zeitlos, allgemeingültig über Jahrhunderte hinweg und behandeln archaische Konflikte, die sich damals am Königshof ebenso abspielten wie heute in der Konzernzentrale. Diese Dramen verlieren mit der Zeit nicht an Bedeutung, lassen nicht los, überraschen immer wieder aufs Neue, sind verhaftet in den Köpfen, im kulturellen Gedächtnis, Allgemein- und Kulturgut: Wahnsinnswerke eben.

      Film von Catharina Kleber

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