• 12.08.2020
      20:15 Uhr
      Wir haben genug - Wirtschaft ohne Wachstum Film von Alexandra Schneider | 3sat
       

      Das Coronavirus hat die Wirtschaft weltweit binnen weniger Wochen in die tiefste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Milliardenhilfsprogramme sollen zur Normalität führen. Ziel ist "gesundes Wachstum" der nationalen Ökonomien, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), als Voraussetzung für Jobs, Steuereinnahmen und Wohlstand. Doch ist nicht der Normalzustand selbst ein Problem? Die Dokumentation spürt in Theorie und Praxis Ansätzen nach, die davon ausgehen, dass auf unserem endlichen Planeten kein unendliches Wachstum möglich ist.

      Mittwoch, 12.08.20
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      Das Coronavirus hat die Wirtschaft weltweit binnen weniger Wochen in die tiefste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Milliardenhilfsprogramme sollen zur Normalität führen. Ziel ist "gesundes Wachstum" der nationalen Ökonomien, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), als Voraussetzung für Jobs, Steuereinnahmen und Wohlstand. Doch ist nicht der Normalzustand selbst ein Problem? Die Dokumentation spürt in Theorie und Praxis Ansätzen nach, die davon ausgehen, dass auf unserem endlichen Planeten kein unendliches Wachstum möglich ist.

       

      Das Coronavirus hat die Wirtschaft weltweit binnen weniger Wochen in die tiefste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Milliardenhilfsprogramme sollen zur Normalität führen.

      Ziel ist "gesundes Wachstum" der nationalen Ökonomien, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), als Voraussetzung für Jobs, Steuereinnahmen und Wohlstand. Doch ist nicht der Normalzustand selbst ein Problem? Und wie muss dabei der Klimakrise begegnet werden?

      Kritiker bezeichnen die einseitige Ausrichtung der Politik am Wachstum verantwortlich für Umweltzerstörung, aber auch soziale Ungleichheit. Sie fordern die Abkehr vom Wachstumsparadigma. Staatliche Mittel dürften nicht in einen "Wiederaufbau" mit Wachstum fließen, sondern müssten zwingend dem Umstieg in eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaftsweise dienen.

      Gerade die jüngste Krise zeigt: Das BIP ist als Maß für Politik unzureichend und war dafür auch nie gedacht. Soziale Ungleichheit, Umweltzerstörung, unbezahlte Haus- und Pflegearbeit oder ethische Werte finden in den grundlegenden Berechnungsmodellen der klassischen Ökonomie keinen Niederschlag. Die Ökonomie, so der Vorwurf, ist damit blind für ihren eigentlichen Kern - mit langfristig fatalen Folgen.

      Die seit der Finanzkrise 2008 entstandene Bewegung wachstumskritischer Aktivisten und Wissenschaftlern stellt das Wachstumsparadigma auf unterschiedlichste Weise infrage. Dabei setzt sich die Degrowth-Bewegung mit akademischen Fragen ebenso auseinander wie mit ganz konkreten Lebensentwürfen.

      Die Dokumentation spürt in Theorie und Praxis Ansätzen nach, die davon ausgehen, dass auf unserem endlichen Planeten kein unendliches Wachstum möglich ist. Wie kann eine ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Wirtschaftsweise und Gesellschaftsform aussehen, in der das Wohlergehen aller und die Rücksicht auf ökologische Grenzen an oberste Stelle stehen?

      Die Dokumentation zeigt außerdem Menschen, die sich längst auf den Weg gemacht haben, ihre Vision umsetzen, ohne die damit einhergehenden Herausforderungen auszublenden und offene Fragen zu verschweigen.

      Erstausstrahlung

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      Mittwoch, 12.08.20
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
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      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 02.12.2020