• 08.10.2017
      11:45 Uhr
      Das Geheimnis Mona Lisa 3sat
       

      Es ist das berühmteste, teuerste, geheimnisvollste Gemälde der Welt. Millionen Besucher strömen jährlich zu dem im Louvre ausgestellte Portrait. Seit Jahrhunderten ist die "Mona Lisa" der Star unter den Kunstwerken. Nachdem fanatische Besucher versucht hatten, das Bild zu zerstören, kann es heute nur noch hinter Panzerglas betrachtet werden. Was aber macht die "Mona Lisa" so besonders? Das kleinformatige Bild zeigt nicht mehr als das Portrait einer Frau. Oder zeigt es uns doch noch mehr? Gemalt wurde es von einem der größten Genies der Menschheit, von Leonardo da Vinci.

      Sonntag, 08.10.17
      11:45 - 12:40 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Es ist das berühmteste, teuerste, geheimnisvollste Gemälde der Welt. Millionen Besucher strömen jährlich zu dem im Louvre ausgestellte Portrait. Seit Jahrhunderten ist die "Mona Lisa" der Star unter den Kunstwerken. Nachdem fanatische Besucher versucht hatten, das Bild zu zerstören, kann es heute nur noch hinter Panzerglas betrachtet werden. Was aber macht die "Mona Lisa" so besonders? Das kleinformatige Bild zeigt nicht mehr als das Portrait einer Frau. Oder zeigt es uns doch noch mehr? Gemalt wurde es von einem der größten Genies der Menschheit, von Leonardo da Vinci.

       

      Es ist das berühmteste, teuerste, geheimnisvollste Gemälde der Welt. Millionen Besucher strömen jährlich zu dem im Louvre ausgestellte Portrait. Seit Jahrhunderten ist die "Mona Lisa" der Star unter den Kunstwerken. Nachdem fanatische Besucher versucht hatten, das Bild zu zerstören, kann es heute nur noch hinter Panzerglas betrachtet werden. Was aber macht die "Mona Lisa" so besonders?

      Das kleinformatige Bild zeigt nicht mehr als das Portrait einer Frau. Oder zeigt es uns doch noch mehr? Gemalt wurde es von einem der größten Genies der Menschheit, von Leonardo da Vinci. Und er hinterließ uns mit der "Mona Lisa" mehr als nur das Bildnis einer Frau.

      Ihr Blick scheint abzuschweifen und trifft dennoch immer den Betrachter. Sie trägt keinen Schmuck. Ihre Kleidung ist dunkel gehalten, als wäre sie in Trauer. Und dennoch lächelt sie auf eine geheimnisvolle Art. Leonardo hinterließ auch keine Skizzen des Portraits.

      Kein Pinselstrich ist zu erkennen, die "Mona Lisa" wirkt wie aus Fleisch und Blut. Doch ihr größtes Geheimnis ist: Wer war sie? Wessen Portrait zeigt uns Leonardo? Um das Rätsel zu lösen, unterzog der Pariser Louvre sein berühmtestes Gemälde einer wissenschaftlichen Untersuchung mit modernsten Methoden. Mittels Röntgenaufnahmen, Raman-Spektroskopie, Ultraviolett- und Infrarotaufnahmen und noch vielen weiteren Verfahren fühlte man dem Gemälde auf den Zahn, um ihm seine Geheimnisse zu entlocken. Man untersuchte die Malweise des Meisters und drang in die Tiefen des Gemäldes vor. Gibt es Korrekturen am Portrait, Übermalungen? Hat Leonardo das Bild in einem Zug gemalt oder über Jahrzehnte daran gearbeitet?

      Fragen, die beantwortet werden müssen, um zur Lösung des größten Rätsels vorzudringen: Wer verbirgt sich hinter diesem lächelnden und zugleich traurigen Gesicht? Wer stand Leonardo Modell für seine "Mona Lisa"? Oder ist es gar kein Portrait, sondern nur die imaginäre Figur einer idealen Schönheit?

      Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Experten mit dieser Frage. Nur für zwei Erklärungen scheint es Beweise zu geben. Sie stammen von 2 Chronisten, sind schriftlich überliefert - doch sie schließen einander aus! Die anerkannteste These basiert auf dem Biografen Giorgio Vasari. Sie geht davon aus, dass es sich bei dem Portrait um Lisa del Giocondo handelt, die Frau des florentinischen Seidenhändlers Francesco del Giocondo, der das Werk 1503 bei Leonardo in Auftrag gegeben hat. Dem widerspricht eine Notiz des Chronisten Antonio de Beatis aus dem Jahr 1517, in der Leonardo da Vinci angibt, das Gemälde im Auftrag des Giuliano de' Medici gemalt zu haben.

      Ebenso wie die beiden Chronisten stehen sich heute Leonardo-Wissenschaftler gegenüber. Giuseppe Pallanti, Kulturhistoriker aus Florenz, steht für die offiziell anerkannte These, das Gemälde sei das Bildnis der Lisa del Giocondo. Roberto Zapperi, Historiker aus Rom, steht für eine neue, revolutionäre These, nach der es sich bei der Dargestellten um das imaginäre Portrait der Geliebten des Giuliano de' Medici handelt, mit der er einen gemeinsamen außerehelichen Sohn hatte. Doch die Geliebte, Pacifica Brandani, starb bei der Geburt des Kindes. Das Gemälde einer Mutter, gefertigt vom Genie Leonardo, sollte das kleine Kind trösten...

      Autor: Klaus Steindl

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      Sonntag, 08.10.17
      11:45 - 12:40 Uhr (55 Min.)
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