• 27.01.2020
      22:25 Uhr
      Marceline. Eine Frau. Ein Jahrhundert Ein Dokumentarfilm von Cordelia Dvorák | 3sat
       

      Frech und feurig leuchtete noch mit 90 Jahren rote Farbe auf ihren wilden Haaren: Die KZ-Überlebende und Autorin Marceline Loridan-Ivens war zu lebendig, um sich als Denkmal zu fühlen. Geboren in Paris als Marceline Rozenberg, wurde sie mit 15 Jahren gemeinsam mit ihrem Vater 1943 nach Polen deportiert. Er Auschwitz, sie Birkenau. Mit ihrem Roman "Und Du bist nicht zurückgekommen" hielt sie die Erinnerung an ihn wach. In dem feinfühligen Film wird die alte Dame kurz vor ihrem Tod im September 2018 sowohl in ihrem Alltag als auch bei der Aufarbeitung ihrer Tagebücher beobachtet.

      Montag, 27.01.20
      22:25 - 23:40 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo HD-TV

      Frech und feurig leuchtete noch mit 90 Jahren rote Farbe auf ihren wilden Haaren: Die KZ-Überlebende und Autorin Marceline Loridan-Ivens war zu lebendig, um sich als Denkmal zu fühlen. Geboren in Paris als Marceline Rozenberg, wurde sie mit 15 Jahren gemeinsam mit ihrem Vater 1943 nach Polen deportiert. Er Auschwitz, sie Birkenau. Mit ihrem Roman "Und Du bist nicht zurückgekommen" hielt sie die Erinnerung an ihn wach. In dem feinfühligen Film wird die alte Dame kurz vor ihrem Tod im September 2018 sowohl in ihrem Alltag als auch bei der Aufarbeitung ihrer Tagebücher beobachtet.

       

      Frech und feurig leuchtete noch mit 90 Jahren rote Farbe auf ihren wilden Haaren: Die KZ-Überlebende und Autorin Marceline Loridan-Ivens war zu lebendig, um sich als Denkmal zu fühlen.

      Geboren in Paris als Marceline Rozenberg, wurde sie mit 15 Jahren gemeinsam mit ihrem Vater in das von den Deutschen besetzte Polen deportiert. Er Auschwitz, sie Birkenau. Mit ihrem Roman "Und Du bist nicht zurückgekommen" hielt sie die Erinnerung an ihn wach.

      Marceline Loridan-Ivens (1928-2018) hatte sich bereits als Schauspielerin in "Chronik eines Sommers" von Jean Rouch sowie als Ehefrau und Co-Autorin des niederländischen Filmemachers Joris Ivens einen Namen gemacht. Ein grausames Alleinstellungsmerkmal der mehr als zierlichen Frau war, dass sie nach ihrer Befreiung aus Birkenau einfach aufgehört hatte, zu wachsen. Mit umso größerer Energie und ungeheurem Lebenshunger warf sich die Pariserin in die Künstlerszene der 1960er-Jahre, zu der sie bis zu ihrem Tod im September 2018 Verbindung hielt.

      In dem feinfühligen Film wird die alte Dame kurz vor ihrem Tod im September 2018 sowohl in ihrem Alltag als auch bei der Aufarbeitung ihrer Tagebücher beobachtet. Über Filmausschnitte und Statements der stets scharfzüngigen Französin zeichnet der Film vor allem ihr Leben nach dem Zweiten Weltkrieg nach. Ein gebrochenes Weiterleben in einer Welt, die zunächst nicht bereit war zu hören, was die Künstlerin erfahren und erlitten hatte. Gemeinsam mit der Politikerin Simone Veil gehört Marceline Joris-Ivens zu den großen Namen unter den französischen Opfern des Holocaust.

      "Marceline. Eine Frau. Ein Jahrhundert" ist ein bewegendes Porträt, das bereits auf dem Internationalen Filmfestival in Amsterdam und auf dem Dokumentarfilmfestival München gezeigt wurde.

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      Montag, 27.01.20
      22:25 - 23:40 Uhr (75 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 07.06.2020