• 14.09.2019
      21:45 Uhr
      Jukka-Pekka Saraste Abschiedskonzert Aufzeichnung vom Juli 2019 | 3sat
       

      Nach neun Jahren als Chefdirigent verabschiedet sich Jukka-Pekka Saraste vom WDR Sinfonieorchester. Er dirigiert Mahlers 5. Sinfonie und Beethovens Große Fuge in Streichorchesterfassung. Das Abschiedsprogramm von Jukka-Pekka Saraste ist ein echt rheinisches: Gustav Mahlers 5. Sinfonie wurde 1904 in Köln uraufgeführt, Mahler hatte das Gürzenich-Orchester selbst dirigiert. Sie beginnt mit einem Trauermarsch, doch am bekanntesten ist sicher der Anfang des 4. Satzes: Das Adagietto spielen nur Streicher und Harfe. Luchino Visconti hat es 1971 in seiner Verfilmung von "Tod in Venedig" genutzt.

      Samstag, 14.09.19
      21:45 - 23:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Nach neun Jahren als Chefdirigent verabschiedet sich Jukka-Pekka Saraste vom WDR Sinfonieorchester. Er dirigiert Mahlers 5. Sinfonie und Beethovens Große Fuge in Streichorchesterfassung. Das Abschiedsprogramm von Jukka-Pekka Saraste ist ein echt rheinisches: Gustav Mahlers 5. Sinfonie wurde 1904 in Köln uraufgeführt, Mahler hatte das Gürzenich-Orchester selbst dirigiert. Sie beginnt mit einem Trauermarsch, doch am bekanntesten ist sicher der Anfang des 4. Satzes: Das Adagietto spielen nur Streicher und Harfe. Luchino Visconti hat es 1971 in seiner Verfilmung von "Tod in Venedig" genutzt.

       

      Stab und Besetzung

      Musik Jukka-Pekka Saraste
      Orchester WDR Sinfonieorchester

      Nach neun Jahren als Chefdirigent verabschiedet sich Jukka-Pekka Saraste vom WDR Sinfonieorchester. Er dirigiert Mahlers 5. Sinfonie und Beethovens Große Fuge in Streichorchesterfassung.

      Das "deutsche Repertoire" der Klassik und Romantik hat es dem Finnen angetan. Wie ein roter Faden zieht sich Gustav Mahler durch Sarastes Kölner Amtszeit. Auch die Aufnahme aller Beethoven-Sinfonien war ein großer Erfolg, den er zum Abschied nachklingen lässt.

      Seit 2010 hat Jukka-Pekka Saraste das WDR Sinfonieorchester geleitet und mit großer Detailverliebtheit und sprichwörtlicher nordischer Kühle geprägt. Die Inszenierung der eigenen Person und der große Auftritt sind nicht das Ziel des Finnen, auch nicht in der Musik. Sie beginnt unter seinem Taktstock kontrolliert, entfaltet sich dann aber schnell zu erzählerischen Bögen und überraschenden Energiebahnen. Saraste ist kein Musik-"Darsteller" mit großen Gesten und kokettem Hüftschwung, sondern versteht sich als Musik-"Ermöglicher", dem es auf den großen Atem ankommt.

      Das Abschiedsprogramm von Jukka-Pekka Saraste ist ein echt rheinisches: Gustav Mahlers 5. Sinfonie wurde 1904 in Köln uraufgeführt, Mahler hatte das Gürzenich-Orchester selbst dirigiert. Sie beginnt mit einem Trauermarsch, doch am bekanntesten ist sicher der Anfang des 4. Satzes: Das Adagietto - ursprünglich als Liebeserklärung an Alma komponiert - spielen nur Streicher und Harfe. Luchino Visconti hat es 1971 in seiner Verfilmung von "Tod in Venedig" genutzt.

      Und bei der Musik eines Bonners erklingen ausschließlich Streicher: Saraste dirigiert Ludwig van Beethovens Große Fuge für Streichquartett in einer Streichorchesterfassung von Felix Weingartner. Hier erscheinen die sich kreuzenden Melodielinien und Dissonanzen noch kompromissloser und faszinierender.

      Jukka-Pekka Saraste hatte zunächst Violine studiert und war Geiger im Finnischen Radiosinfonieorchester. So schließt sich am Ende seiner Kölner Zeit der Kreis - nicht als Solist, aber bei der Musikauswahl.

      3satFestspielsommer

      Mit dem Abschiedskonzert von Jukka-Pekka Saraste endet der diesjährige "3satFestspielsommer".

      Am Sonntag, 15. September, folgt um 10.35 Uhr "Der Klangsucher Jukka-Pekka Saraste", eine Dokumentation über den finnischen Stardirigenten.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.11.2020